Denkst du darüber nach, dir einen Hund ins Haus zu holen? Das ist eine ziemlich spannende Entscheidung, aber auch relativ überwältigend. Viele angehende Hundebesitzer fragen sich, wie sie den am besten geeigneten Hund finden, genauer gesagt welche Rasse. Manche Hunderassen erfordern mehr Pflege und Training als andere, während es wiederum Hunde gibt, bei denen ein wenig Erfahrung nicht schaden kann.
Als neuer Hundebesitzer sollte dein Ziel darin bestehen, eine Rasse zu finden, die zu deinem Lebensstil, deiner Wohnumgebung und deinen allgemeinen Fähigkeiten passt. Um herauszufinden, welche Hunderassen wunderbar für Erstbesitzer geeignet sind, haben wir mit Dr. Aimee Warner gesprochen, lizenzierte Tierärztin und Beraterin bei Waggel. Mit ihrer Hilfe haben wir eine Liste anfängerfreundlicher Hunderassen nach wichtigen Merkmalen wie Energielevel, Pflegeanforderungen, Temperament und Trainierbarkeit zusammengestellt.
Ideale Eigenschaften eines ersten Hundes
Laut Dr. Warner sind manche Rassen besser als andere für erstmalige Hundebesitzer geeignet. Ganz gleich, ob du einen Welpen oder einen ausgewachsenen Hund bekommst, auf diese Eigenschaften solltest du optimalerweise achten.
- Gutmütigkeit. Jeder Hund hat seine eigenen Macken, aber gesellige Rassen kommen besonders gut mit Menschen und anderen Hunden klar. Zu den als besonders gutmütige Rasse geltenden Hunden gehören Golden Retriever, Labrador Retriever und Bichon Frise.
- Gelehrigkeit.Fügsame Hunderassen verzeihen die Fehler ihrer neuen Besitzer schneller, während diese sich darum bemühen, einen Überblick über Timing und Rhythmus des Trainings zu bekommen. Zu den gelehrigsten Rassen zählen Pudel und Havaneser.
- Pflegeleichtes Fell. Ein Hund mit einem Fell, das regelmäßig professionell gepflegt werden muss, kann für neue Hundebesitzer viel Arbeit (und Kosten) verursachen. Hunderassen mit pflegeleichtem Fell, wie Möpse oder Windhunde, müssen nur leicht gebürstet und zuhause gebadet werden.
- Ruhiges Temperament. Von Natur aus ausgeglichenere Hunde sind in der Regel widerstands- und anpassungsfähiger. Hunde mit ruhigem Temperament findet man zum Beispiel in Form von Berner Sennenhunden und dem Cavalier King Charles Spaniel.
- Niedriges Energielevel. Hunde mit geringerem Bewegungsbedarf, wie der Shih Tzu, lassen sich von unerfahrenen Hundebesitzern oft besser bewältigen. Arbeitshunde und Rassen mit starkem Bewegungsbedarf sind eine gewaltige Aufgabe und erfordern viel Fachwissen, Aufmerksamkeit und Training.
- Kleine Körpergröße. Kleine Rassen sind meist einfacher körperlich zu handhaben, als perfekte Begleiter gezüchtet und kompatibler mit kleineren Wohnräumen. Der Mops, Shih Tzu und Bichon Frise machen sich allesamt wunderbar als kleine Hunde für Erstbesitzer.
Unter Berücksichtigung dieser Eigenschaften haben wir dir eine von Profis empfohlene Liste mit anfängerfreundlichen Hunderassen zusammengestellt: Die zehn besten Hunde für Erstbesitzer.
1. Cavalier King Charles Spaniel

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Mit ihrem lieben Charakter und einem Gesicht, das seine Welpenzüge nie verliert, sind Cavalier King Charles Spaniel wunderbar für erstmalige Hundebesitzer geeignet. Die sanften Hunde sind äußerst gelehrig mit einem mittleren Energielevel und passen sich ganz leicht an verschiedene Konstellationen an, zum Beispiel Familien mit Kindern.
Die im ausgewachsenen Alter etwa 7 Kilogramm schweren Cavs brauchen auch nicht viel Platz zum Leben. Du solltest aber darauf achten, sie an der Leine zu lassen, wenn du keinen Gartenzaun hast, denn sie haben einen ausgeprägten Jagdtrieb. Ihr Fell hat zwar eine mittlere Länge, die Pflege ist aber nicht mit viel Aufwand verbunden. Es reicht völlig aus, sie regelmäßig zu bürsten.
Zu berücksichtigende Kriterien:
- Platz: Für alle Lebenssituationen geeignet: Haus, Wohnung etc.
- Aufwand: Sehr gelehrig, mittlerer Bewegungsdrang und pflegeleicht
- Züchterkosten: Hoch, 2.500 bis 4.200 €
- Verfügbarkeit: Extrem beliebte Hunde. Viele Züchter führen Wartelisten und Rettungsorganisationen können wählerisch sein, wer ihre Hunde bekommt
2. Golden Retriever

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Golden Retriever gehören bei uns zu den beliebtesten Hunderassen, und das aus gutem Grund. Dieser Sonnenschein unter den Hunden ist gesellig, lustig, anhänglich und kommt meist wunderbar mit Kindern aus – mit anderen Worten der perfekte Familienhund.
Mit ihren 27 bis 31 Kilogramm im ausgewachsenen Alter profitieren diese mittelgroßen, energiegeladenen Hunde von einem Garten oder einfachem Zugang zu einem Auslauf im Freien. Ihr herrlich goldenes Fell muss häufig gebürstet werden, um nicht zu verfilzen oder zu verknoten, aber eine professionelle Fellpflege ist meist nicht nötig.
Goldies werden als Sporthunde gezüchtet und lieben die körperliche und mentale Herausforderung, Training und regelmäßiger Auslauf sind also ein absolutes Muss. Ihr einnehmender Charakter und ihre hohe Intelligenz sorgen dafür, dass man ihnen ganz leicht Dinge beibringen kann und es noch viel leichter fällt, sie über alles zu lieben.
Zu berücksichtigende Kriterien:
- Platz: Ein Garten oder einfacher Zugang zu einem Außenbereich ist zu empfehlen
- Aufwand: Benötigen viel Auslauf und Training, das Fell muss häufig gebürstet werden
- Züchterkosten: Mittel bis hoch, 1.700 bis 3.500 €
- Verfügbarkeit: Relativ einfach bei Züchtern und Rettungsorganisationen zu finden
3. Labrador Retriever

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Der Labrador Retriever ist ein weiterer beliebter Familienhund, der seit über 30 Jahren als eine der beliebtesten Hunderassen gilt und bis vor kurzem den ersten Platz auf der Popularitätsskala einnahm. Sein verspielter Charakter, seine bedingungslose Treue und Liebe dazu, Neues zu lernen (und zu fressen) sorgen dafür, dass er wunderbar für Erstbesitzer geeignet ist.
Diese Rasse ist aber ziemlich energiegeladen und zu jedem Unfug bereit, wenn ihre Bedürfnisse nicht ausreichend erfüllt werden. Somit ist der Labrador am besten in einem aktiven Haushalt und bei Hundebesitzern aufgehoben, die all die Dinge gerne machen, die er einfach liebt: Vom Schwimmen bis zum Apportieren.
27 bis 36 Kilogramm kann ein ausgewachsener Labrador Retriever erreichen, wobei er moderate bis große Mengen an Futter verspeist. Sein glattes, kurzes Fell ist pflegeleicht, du wirst dich aber über viele Hundehaare im Haus freuen können, denn diese Rasse mit doppelter Fellschicht ist für ihren Haarausfall bekannt!
Zu berücksichtigende Kriterien:
- Platz: Ein Garten oder einfacher Zugang zu einem Außenbereich ist zu empfehlen
- Aufwand: Sehr energiegeladen und aktiv, aber leicht zu trainieren, keine professionelle Fellpflege nötig, aber mit Haarausfall zu rechnen
- Züchterkosten: Mittel, 850 bis 2.500 €
- Verfügbarkeit: Relativ leicht zu finden, beliebt bei Züchtern und auf Labradore spezialisierten Rettungsorganisationen
4. Bichon Frise

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Der Bichon Frise wird gerne mal mit einer kleinen, flauschigen Wolke verwechselt – ein zufriedener und fröhlicher Hund, der mit Menschen und anderen Tieren gleichermaßen gut zurechtkommt. Er ist eher klein gebaut, meist weniger als 30 cm hoch, und braucht also nicht viel Platz, was ihn zum perfekten Begleiter für ein Leben in der Stadt oder einer Wohnung macht.
Diese niedlichen Fellbausche machen meist nicht viel Arbeit. Sie lieben es, zu spielen und neue Dinge zu lernen, brauchen aber nicht viel Auslauf, um zufrieden zu sein. Ihr weiches, lockiges Fell erfordert allerdings regelmäßige Besuche bei einem professionellen Hundefriseur. Etwas Gutes hat das aber, du musst dir nicht über Haarausfall Gedanken machen!
Zu berücksichtigende Kriterien:
- Platz: Gut für Wohnsituationen mit wenig Platz geeignet, z.B. Wohnungen
- Aufwand: Geringe bis mäßige tägliche Bewegung und leicht zu trainieren, erfordert aber sorgfältiges Bürsten, regelmäßiges Trimmen und Besuche beim Hundefriseur
- Züchterkosten: Mittel, 1.300 bis 3.000 €
- Verfügbarkeit: Sehr beliebte Rasse, es kann zu Wartezeiten bei namhaften Züchtern und in Tierheimen kommen
5. Shih Tzu

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Shih Tzus wurden ursprünglich als Begleithunde der chinesischen Kaiser gezüchtet und passen heute auf einfach jeden Schoß. Sie sind bei Neubesitzern recht beliebt und verbringen am liebsten Zeit mit ihren Menschen, wobei sie nicht viel Bewegung benötigen.
Mit 4 bis 7 Kilogramm sind Shih Tzus neben ihrer kleinen Größe keine großen Beller, also perfekt dazu geeignet, in nächster Nähe zu den Nachbarn zu wohnen. Ihr seidiges Doppelfell muss aber regelmäßig gebürstet werden, damit es nicht verfilzt, vor allem wenn man es lang lässt. Das Training, vor allem wenn es um Stubenreinheit geht, kann etwas dauern, doch Hundebesitzer sind sich einig, dass ihre Shih Tzus gut auf positive Bestärkung reagieren (und eine ordentliche Portion Geduld).
Zu berücksichtigende Kriterien:
- Platz: Gut für Wohnsituationen mit wenig Platz und Nähe zu Nachbarn geeignet
- Aufwand: Geringer bis mittlerer Bewegungsbedarf, Training kann herausfordernd sein und Geduld erfordern, regelmäßige Fellpflege nötig
- Züchterkosten: Niedrig bis mittel, 400 bis 1.700 €
- Verfügbarkeit: Beliebt, aber bei namhaften Züchtern oder Rettungsorganisationen nicht schwer zu bekommen
6. Havaneser

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Die gerade einmal 25 cm großen Havaneser sind kleine, aber lebendige und extrem gesellige Hunde, die besonders bei Stadtbewohnern beliebt sind. Havaneser sind in der Regel geduldig und sanft und eignen sich wunderbar als Begleiter für Kinder und andere Haustiere.
Diese kleinen Hunde zeigen sich meist mit mäßiger Bewegung zufrieden, sie benötigen aber eine Menge mentaler Stimulierung durch Aktivitäten wie Spielsessions und Trick-Training. Regelmäßiges Bürsten gehören ebenfalls zur Pflegeroutine dieser langhaarigen Rasse.
Aufgrund ihrer extrovertierten Art bleiben diese kleinen Gesellen nicht gerne länger alleine. Dadurch eignen sie sich besonders gut als Ersthunde für Menschen, die von Zuhause aus arbeiten und sich ein wenig Gesellschaft bei Online-Meetings wünschen.
Zu berücksichtigende Kriterien:
- Platz: Ideal für Stadtbewohner
- Aufwand: Allgemein leicht zu pflegen, aber benötigen viel Zeit zum Spielen und mentale Stimulierung, regelmäßige Fellpflege ist ein Muss
- Züchterkosten: Niedrig bis mittel, 700 bis 1.700 €
- Verfügbarkeit: Können schwieriger bei namhaften Züchtern und Tierheimen zu finden sein als geläufigere Rassen
7. Mops

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Für künftige Hundebesitzer, die nach einem pflegeleichten Hund suchen, ist der Mops schwer zu schlagen. Diese Rasse ist aufgrund ihres kurzen Fells auf keine professionelle Pflege angewiesen und überzeugt durch einen Charakter, der in den meisten Situationen als fröhlich und entspannt zu bezeichnen ist. Möpse lassen sich wunderbar in Familien integrieren, sind aber auch zufrieden damit, mit nur einer Person zusammen zu leben. Sie sind also sehr gut als Ersthunde für Singles geeignet.
Sie benötigen nicht viel Platz im Freien oder Auslauf und verbringen aufgrund ihrer flachen Schnauzen, die zu Atemproblemen führen können, nicht gerne viel Zeit draußen bei Hitze oder hoher Luftfeuchtigkeit. Kurze tägliche Spaziergänge mit viel Zeit zum Schnüffeln sind für diese Hunde absolut ausreichend! Möpse haben den Ruf, ziemlich verfressen zu sein. Hundebesitzer sollten also darauf achten, dass der Hund nicht übergewichtig wird.
Zu berücksichtigende Kriterien:
- Platz: Braucht nur wenig Platz
- Aufwand: Geringer Bewegungsbedarf und pflegeleichtes Fell, Besitzer müssen bei Möpsen in Bezug auf Hitze und Gewicht vorsichtig sein
- Züchterkosten: Niedrig bis mittel, 700 bis 1.700 €
- Verfügbarkeit: Beliebt, aber bei den meisten Züchtern schnell zu finden, in Tierheimen nicht ganz so einfach
8. Kontinentaler Zwergspaniel

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Auf der Suche nach einer aktiven Hunderasse, aber nicht genug Platz für Labrador oder Goldie? Dann ist der kontinentale Zwergspaniel vielleicht genau das Richtige! Diese kleinen, aber sehr sportlichen Hunde sind bei Hundesportarten meist ganz vorne mit dabei. Sie eignen sich sehr gut für Hundebesitzer, die ihrem Energiebedarf in Form von Agility, Tricks und Gehorsamkeitstraining entgegen kommen. Aber keine Sorge, sie sind dafür bekannt, schnell zu lernen und einfach zu trainieren zu sein, sogar bei Besitzern ohne große Erfahrungen.
Die Zwergspaniel sind Rundum-Begleiter – fröhliche kleine Gesellen mit großer Persönlichkeit, die sich in ganz unterschiedlichen Gegebenheiten und Lebenssituationen wohlfühlen. Ihr Fell ist zwar ziemlich flauschig, es fällt aber nur minimal aus, weshalb die Haltung recht unkompliziert ist.
Zu berücksichtigende Kriterien:
- Platz: Benötigt Zugang zu Spiel- und Bewegungsfreiheit im Freien
- Aufwand: Energiegeladen und benötigt viel körperliche und mentale Stimulierung, aber sehr leicht zu trainieren, Fell ist meist pflegeleicht
- Züchterkosten: Niedrig bis mittel, 400 bis 1.700 €
- Verfügbarkeit: Aufgrund ihrer Beliebtheit und kleinen Körpergröße kann es eine Weile dauern, einen namhaften Züchter zu finden. Sie werden oft schnell aus dem Tierheim adoptiert
9. Pudel

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Pudel gelten als ganz besonders gelehrig, so dass man sich als Erstbesitzer um das Training kaum Gedanken machen muss. Pudel sind extrem intelligent, lernen schnell und möchten gerne gefallen. Am besten sind sie aber bei Besitzern aufgehoben, die sich in Form von Training, Auslauf und Bereicherung gerne mit ihren mentalen und körperlichen Bedürfnissen befassen möchten.
Wenn dich die Welt des Hundesports fasziniert, kann ein Pudel dich mit seinen sagenhaft sportlichen Fähigkeiten begeistern. Als nicht haarende Rasse mit „hypoallergenem“ Fell ist er auch für Menschen mit Allergien bestens geeignet. Außerdem gibt es den Pudel in drei verschiedenen Größen – Toy-, Zwerg- und Königspudel – such dir einfach die Größe aus, die gut zu deiner Lebenssituation passt. Ihr Fell fällt zwar nicht aus, muss aber trotzdem regelmäßig beobachtet und gepflegt werden, damit sich keine Verfilzungen oder Schmutzrückstände ergeben.
Zu berücksichtigende Kriterien:
- Platz: Je nach Größe/Unterart für ganz unterschiedliche Lebenssituationen geeignet, Zugang zu Garten oder Freifläche ist zu empfehlen
- Aufwand: Bereitschaft zum Training, Auslauf und mentaler Stimulierung erforderlich, damit es dem Hund gut geht, Fell muss regelmäßig gepflegt werden
- Züchterkosten: Mittel bis hoch, 1.700 bis 3.500 € (je nach Unterart)
- Verfügbarkeit: Sehr gefragt und werden im Tierheim schnell weitergegeben, Besitzer müssen sich bei seriösen Züchtern oft auf Wartelisten setzen lassen
10. Berner Sennenhund
Berner Sennenhunde sind schön, stark, treu und außerordentlich gutmütig, weshalb sie wunderbar als Hunde für Familien mit einer unvergleichbaren Toleranz für Kinder jeden Alters geeignet sind. Diese Hunde richten ihre Zuneigung oft auf ein bestimmtes Familienmitglied aus und sind extrem treu. Sie lieben kühle Temperaturen, sind also vor allem für Hundebesitzer interessant, die in kälteren Gegenden leben.
Diese große Hunderasse tendiert mit ihren 35 bis 50 Kilogramm dazu, sich nur in kurzen Schüben auszutoben, und gilt allgemein als etwas faul. Ihr wunderschönes, dichtes Fell bleibt durch regelmäßiges Bürsten gesund und benötigt keine professionelle Fellpflege, wobei sie allerdings viele Haare verlieren. Etwas sollte man als neuer Hundebesitzer beachten: Berner Sennenhunde sind anfällig auf bestimmte Gesundheitsprobleme, die ihre Lebensdauer einschränken können.
Zu berücksichtigende Kriterien:
- Platz: Benötigen aufgrund ihrer Größe viel Platz drinnen und draußen
- Aufwand: Geringer bis moderater Bewegungsdrang, verlieren viel Fell, profitieren von konstantem Training
- Züchterkosten: Mittel bis hoch, 1.700 bis 3.000 €
- Verfügbarkeit: Schwierig in Tierheimen zu finden, möglicherweise ist eine Warteliste beim Züchter nicht zu umgehen
Rassen, von denen sich Erstbesitzer fernhalten sollten
Dr. Warner ist der Meinung, dass manche Hunde schwieriger für unerfahrene Besitzer zu handhaben sind als andere. Diese Rassen sind zwar auf ihre eigene Art ganz wunderbar, sie verfügen aber über Eigenschaften, die Erstbesitzer überfordern könnten. Dazu gehören folgende Rassen:
- Energiegeladene Rassen. Solche Hunde benötigen viel Hingabe, um ihrem Bewegungsdrang gerecht werden zu können. Ohne stetiges Training und ausreichende Bewegung können diese Hunde im Umgang recht schwierig werden. Das gilt besonders für Rassen, die nicht nur viel Energie haben, sondern auch noch extrem intelligent sind. (Ja, wir meinen euch, Border Collies und Jack Russell Terrier!)
- Rassen mit hohem Anspruch. Diese Hunde wurden zu bestimmten Zwecken gezüchtet und erfordern daher ein spezielles Training, viel Zeit und Erfahrung in Bezug auf ihren „Beruf“. Hütehunde wie Australian Shepherds oder Treibhunde zum Beispiel wurden, wie ihr Name es schon verrät, dazu gezüchtet, Schafe und Kühe zu bewachen, und benötigen ein Ventil für diese instinktiven Bedürfnisse.
- Wachhunde. Deutsche Schäferhunde, Pyrenäen-Berghunde und Rottweiler profitieren von Besitzern, die sich mit ihrem Umgang genau auskennen und ihre beschützenden Tendenzen umleiten können. Anderenfalls zeigen sich diese instinktiven Verhaltensweisen mitunter als Bewachen von Ressourcen.
- Pflegeintensive Hunde. Hunde mit speziellem Fell, wie Afghanen und Bobtails, erfordern viel zusätzliche Zeit für die Pflege ihres Fells. Wenn man keine Ahnung von dem Zeit- und Kostenaufwand hat, die für diese Form von Fellpflege nötig sind, können die Unterhaltsbeträge ein ganz schön großer Schock sein.
Übung macht den Meister: Vorbereitung auf einen Welpen
Ganz gleich, für welche Art von Hund du dich entscheidest, jeder Welpe entwickelt seinen ganz eigenen Charakter, der schwer vorauszusagen sein kann. Du wirst immer auf Schwierigkeiten stoßen, ob bei der Stubenreinheit und Verhaltensweisen oder dem nötigen Zeitaufwand oder unerwarteten Kosten. Aber dein Hund wird dir in jedem Fall auch eine Menge Freude bringen, vor allem wenn du ihn so nimmst und liebst, wie er eben ist.
Wenn du dich fragst, welche Hunderasse für dich am besten geeignet sein könnte, arbeite doch eine Weile freiwillig im Tierheim, passe auf andere Hunde auf oder suche dir eine Beschäftigung, bei der du verschiedene Hunde kennenlernst. Je mehr Zeit du mit unterschiedlichen Hunderassen verbringst, desto eher siehst du ein, welche Art von Charakter und Eigenschaften am besten zu dir passen!


