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Der Rover-Blog

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8 Anzeichen dafür, dass dein Hund nicht genug Bewegung bekommt

iStock/AleksandarNakic

8 Anzeichen dafür, dass dein Hund nicht genug Bewegung bekommt

Hund > Gesundheit
Von Sarah Brown

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  • Dieser Artikel ist kein Ersatz für eine professionelle, tierärztliche Konsultation.

Wenn dein Hund sich in letzter Zeit daneben benimmt, zunimmt oder irgendwie anders wirkt, könnten all das Anzeichen dafür sein, dass er nicht ausreichend Bewegung bekommt.

Wenn Hunde nicht den erforderlichen Auslauf kriegen, kann sich dies schädlich auf ihre körperliche Gesundheit auswirken und das Risiko von Verhaltensproblemen erhöhen, zum Beispiel übermäßiges Bellen oder Kauen an Möbeln.

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„Bewegung hilft deinem Hund, überschüssige Energie zu verbrennen, und wirkt gegen die Entwicklung zerstörerischer Verhaltensweisen aufgrund von Langeweile,“ sagt Dr. Marc Smith, Tierarzt und Inhaber von Natchez Trace Veterinary Services. Bewegung tut nicht nur dem Körper gut, sondern auch dem Kopf!

In diesem Artikel sprechen wir darüber, was passiert, wenn dein Hund nicht genug Auslauf bekommt, wie du erkennst, dass er zu wenig erlebt, und was du tun kannst, um dafür zu sorgen, dass ihm ausreichend Aktivitäten am Tag geboten werden.

Inhaltsverzeichnis

  1. Gewichtszunahme
  2. Destruktives Verhalten
  3. Hyperaktivität
  4. Zunehmendes Jaulen
  5. Depressionen
  6. Schmerzen
  7. Ruppiges Spielen
  8. Angst und Unbehagen
  9. Tipps zur Bewegungssteigerung deines Hundes

Gewichtszunahme

Wenn Hunde die zu sich genommenen Kalorien nicht wieder verbrennen, kann dieses Ungleichgewicht zu einer Gewichtszunahme führen, vor allem bei Hunden, die ohnehin dazu neigen.

Übergewicht wirkt sich negativ auf die Energie des Hundes und seine Gelenke aus. Aktuelle Studien zeigen außerdem, dass Fettleibigkeit bei Hunden zu langfristigen gesundheitlichen Problemen wie Diabetes und Herzerkrankungen führen kann.

A vet treating a dog with bladder stones

iStock/FatCamera

Regelmäßige Bewegung kontrolliert das Gewicht deines Hundes, indem Kalorien verbrannt werden und ein gesunder Stoffwechsel unterstützt wird. Außerdem fördert sie den Muskelaufbau, damit dein Hund aktiv und stark bleibt. Wenn dir eine Gewichtszunahme bei deinem Hund auffällt, kann eine aktivere Routine einen großen Unterschied machen. Gehe ein bisschen länger spazieren und integriere mehr Spieleinheiten in deinen Tag.

Hinweis: Es gibt aber auch Krankheiten und Störungen, die zu einer Gewichtszunahme führen können. Sprich immer mit deinem Tierarzt, wenn das Gewicht deines Hundes plötzlich schwankt, und bevor du dir einen eigenen Abnehmplan machst.

Destruktives Verhalten

Ein gelangweilter Hund findet meist Möglichkeiten, sich selbst zu unterhalten, die kein gesundes Ventil für seine Energie darstellen. Ein Mangel an körperlicher Stimulation sorgt oft dafür, dass er seine ganz eigenen Strategien entwickelt und zum Beispiel an Möbeln kaut, Löcher buddelt oder deine Sachen zerreißt.

Damit richtet er nicht nur möglicherweise großen Schaden an, er bringt sich dadurch im schlimmsten Fall selbst in Gefahr. Das Kauen auf Stromkabeln kann zu einem Stromschlag führen oder eine Brandgefahr darstellen und das Verschlucken von Stücken deiner Schuhe, Unterwäsche oder Couch verursacht vielleicht eine Darmverstopfung.

Regelmäßige körperliche Aktivitäten bieten eine sichere Möglichkeit für deinen Hund, Energie abzubauen. Wenn du ihm eine Aufgabe gibst, ist er möglicherweise auch zufriedener und sein destruktives Verhalten nimmt ab. Zu solchen körperlichen Aufgaben kann zum Beispiel ein Puzzlespielzeug gehören, das er lösen muss. Oder du kümmerst dich um fortgeschrittene und rassenspezifische Aktivitäten und bringst deinem Golden Retriever beispielsweise bei, sein Spielzeug zu finden, aufzuheben und wegzupacken.

Border Collie sitzt auf Couch neben zerstörter Klopapierrolle

iStock/Iuliia Zavalishina

Hyperaktivität oder Aufregung

Wenn dein Hund oft extrem aufgeregt wirkt, hat er vielleicht zu viel Energie aufgestaut. Hunde, die sich nicht austoben oder ihren Kopf freikriegen können, haben meist Probleme damit, sich zu beruhigen.

Dieser Dauerzustand extremer Erregung macht den Alltag für dich und deinen Hund zum absoluten Stresstest. Das Training wird dadurch vielleicht schwieriger oder es kommt zu Verhaltensproblemen wie Reaktivität.

Der Haken an der Sache ist, dass manch energiegeladene Aktivitäten wie Apportieren oder Ziehen deinen Hund möglicherweise noch weiter anstacheln. Versuche es stattdessen mit weniger aufregenden Aktivitäten wie langsamen entspannenden Spaziergängen zum Schnüffeln oder fokussierten Trainingseinheiten, um die Erregung und Überdrehtheit deines Hundes in den Griff zu bekommen.

Beruhigende Aktivitäten, wie das Verteilen von Leckerlis, die er im Gras suchen muss, oder das Anwenden eines Entspannungsprotokolls, können nach intensiver Bewegung ebenfalls dafür sorgen, dass dein Hund lernt, sich nach Überregung wieder selbst zu regulieren.

Zunehmendes Jaulen oder Bellen

Eine weitere Folge von zu wenig Auslauf und Aktivitäten bei Hunden können gesteigerte Lautäußerungen sein. Jaulen und Bellen sind gängige Kommunikationsmethoden, mit denen Hunde zeigen, dass sie frustriert, unruhig oder unzufrieden sind. Es kann auch sein, dass dein Hund besonders alarmiert wirkt, wenn seine Bedürfnisse nicht erfüllt werden. Das zeigt sich darin, dass er auf den Postboten und andere Auslöser stärker reagiert.

Durchgehendes Jaulen und Bellen strapazieren das Verhältnis zwischen dir, deinem Hund und anderen Haustieren und Menschen im Haus bis aufs Äußerste. Wenn der Lärm zu laut wird, kann es auch zu Beschwerden aus der Nachbarschaft kommen, vor allem wenn ihr in einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus lebt.

Dog asks man sitting in chair for attention by placing paws on knee

iStock/yavdat

Laut Dr. Smith bieten körperliche Aktivitäten, vor allem an der frischen Luft, deinem Hund verschiedene Umgebungsreize und sorgen dafür, aufgestaute Energie freizusetzen, damit er gar nicht erst mit übermäßigem Bellen beginnt. Denke immer daran, dass Auslauf und geistige Bereicherung beide wichtig sind, um die körperlichen und emotionalen Bedürfnisse deines Hundes zu erfüllen.

Trägheit oder Depressionen

Genau wie Menschen können Hunde depressiv werden, wenn ihre Bedürfnisse nicht erfüllt sind. Kriegen Hunde nicht genug gewünschte Bewegung oder Aktivitäten, fehlen ihnen die zum Wohlbefinden nötigen Endorphine.

Ohne ausreichende körperliche Stimulation wirken Hunde vielleicht desinteressiert am Spielen, schlafen übermäßig viel oder ziehen sich vom Umgang mit Familienmitgliedern zurück. Ein solcher emotionaler Einbruch kann zu ernsthaften geistigen und körperlichen Gesundheitsproblemen führen, wenn er zu lange anhält.

Ob bei einem Spaziergang, beim Toben, Spielen oder Schnüffeln, regelmäßige Aktivitäten steigern die Stimmung deines Hundes. Studien haben sogar erwiesen, dass aktivere Hunde ein glücklicheres, aufgeregteres Verhalten ihren Besitzern gegenüber zeigten, was darauf hindeutet, dass körperliche Bewegung die emotionale Stabilität von Hunden unterstützt (EN).

Hinweis: Ein plötzlich fehlendes Interesse an Aktivitäten oder Zeit mit der Familie kann auch ein Anzeichen für eine Erkrankung oder schwerwiegende gesundheitliche Probleme sein. Sprich mit deinem Tierarzt, wenn du eine solche unmittelbare Verhaltensänderung bemerkst.

Hund sitzt mit Blick in die Kamera auf einem Bett

iStock/Corey O’Hara

Schmerzen oder Steifheit

Du erkennst, dass dein Hund (vor allem wenn er schon älter ist oder Gelenkprobleme hat) zu wenig Auslauf bekommt, wenn er Probleme damit hat, auf die Couch zu springen oder die Treppen hochzulaufen. Es mag überraschend klingen, aber Hunde, die sich nicht genug bewegen, werden steif oder entwickeln Beschwerden. Ohne regelmäßige Aktivitäten werden die Muskeln schwächer und die Gelenke unbeweglicher, vor allem bei älteren Hunden.

Diese Beschwerden sorgen wiederum dafür, dass sich dein Hund weniger bewegt, so dass ein inaktiver Teufelskreis entsteht, der ernsthafte Probleme verursacht, wenn du dich nicht darum kümmerst.

Sanfte, konstante Bewegungen erhöhen die Flexibilität, stärken die Muskeln und mildern die Steifheit. So wird außerdem die Gesundheit der Gelenke stabilisiert, da Durchblutung und Mobilität gefördert werden. Selbst ältere Hunde profitieren also von täglicher Bewegung.

Ruppiges Spielen

Natürlich geht es bei manchen Hunden beim Spielen grundsätzlich ruppiger zu. Wenn dein Hund dieses Verhalten aber vermehrt zeigt, seine Zähne einsetzt oder die Kontrolle über sich zu verlieren scheint, kann das bedeuten, dass er zu viel Energie aufgestaut hat.

Ein solches Verhalten kann die Sozialisierung mit anderen Menschen und Hunden erschweren, sagt Dr. Smith. Es führt im schlimmsten Fall dazu, dass Hundebesitzer ihr Tier komplett von Menschen und Tieren fernhalten müssen, weil sein Verhalten zu schwer einzuschätzen ist.

Regelmäßige körperliche Aktivitäten können dabei helfen, dass dein Hund diese übermäßige Energie über passendere Ventile abbaut. Wenn sein Bewegungsdrang gestillt ist, spielt er wahrscheinlich ruhiger und kann die sozialen Hinweise anderer Hunde besser deuten.

iStock/Lois_McCleary

Angst und Unbehagen

Ängstliches Verhalten ist ein weiteres Zeichen dafür, dass dein Hund nicht genug körperliche Aufmerksamkeit bekommt. Studien zeigen, dass unterforderte Hunde sich eher gestresst fühlen, vor allem in unbekannten oder überreizenden Situationen.

Angstsymptome umfassen Zittern, übermäßiges Lecken, Bellen oder Fluchtversuche. Mit der Zeit wirkt sich die Angst auf die allgemeine Gesundheit des Hundes aus, so dass er sich nicht mehr sicher und geborgen fühlt.

Bewegung wirkt aber tatsächlich Wunder, um ängstliches Verhalten in den Griff zu bekommen, sagt Dr. Smith. „Dabei wird der Cortisolspiegel bei Hunden (EN) gesenkt,“ erklärt er. „Cortisol hängt direkt mit Stress und Angst zusammen. Senkt man den Cortisolspiegel, werden beim Hund leichter Endorphine freigesetzt, die ihn fröhlicher machen und ihm die Angst nehmen.“

Tipps zur Bewegungssteigerung deines Hundes

Mehr Aktivitäten in die Routine deines Hundes zu integrieren, kann wahre Wunder bewirken. Allerdings betont Dr. Smith, wie wichtig es ist, dass dies auf sichere Weise geschieht. „Hunde können sich wie wir Menschen schneller verletzen, wenn sie nicht im Training sind,“ erklärt er. „Genau wie bei uns können ihre Muskeln anreißen, sie überhitzen, Gelenkprobleme entwickeln oder sogar ihr Herz zu sehr belasten.“

Hier sind ein paar Tipps, wie du das Aktivitätslevel deines Hundes steigerst, ohne dass du seine Gesundheit durch Übertreibung gefährdest:

  • Langsam beginnen. Direkt Gewaltmärsche zu unternehmen oder intensiv zu spielen, kann Verstauchungen, Muskelfaserrisse oder Überhitzung zur Folge haben, vor allem wenn dein Hund länger nicht aktiv war.
  • Auf Alter und Gesundheitszustand achten. Ältere oder fettleibige Hunde bewegen sich insgesamt langsamer als junge oder energiegeladene Hunde.
  • Angepasst ans Wetter. Vermeide Aktivitäten in den heißesten Stunden des Tages, vor allem im Sommer. Hunde überhitzen schnell, selbst bei kurzen Spaziergängen.
  • Viel Wasser anbieten. Nimm immer frisches Wasser mit auf Spaziergänge oder Spieleinheiten an der frischen Luft und gib deinem Hund ausreichend Zeit, um sich zu erholen, wenn er müde oder überreizt wirkt.
  • Auf deinen Hund achten. Humpeln, langsamer werden, schweres Hecheln oder Zögern beim Mitmachen sind Anzeichen dafür, dass es Zeit für eine Pause wird oder du deinen Aktivitätsplan überdenken musst.

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Sarah Brown

Sarah Brown

Sarah Brown is a writer, editor, and content manager who has wordsmithed for the U.S. Department of Energy, Google, travel and lifestyle magazines, and local businesses. When she’s not being bossed around by one of her furry children (Bear, a Pembroke Welsh Corgi; or Mina, a Corgi/Australian Cattle Dog mix), she either has her nose in a Stephen King novel or she’s on the hunt for vintage clothes. Sarah is an advocate for responsible pet ownership and has volunteered with three different rescues to rehabilitate animals and help them find their forever homes.

Artikelquellen
  • Dreschel, Nancy A. (2010). The effects of fear and anxiety on health and lifespan in pet dogs. https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0168159110001243
  • German, Alexander J., et al. (2017). Overweight dogs exercise less frequently and for shorter periods: results of a large online survey of dog owners from the UK. doi:10.1017/jns.2017.6
  • Mârza, Sorin Marian, et al. (2024). Behavioral, Physiological, and Pathological Approaches of Cortisol in Dogs. doi:10.3390/ani14233536
  • Mayo Clinic. (n.d.). Depression and anxiety: Exercise eases symptoms. https://www.mayoclinic.org/diseases-conditions/depression/in-depth/depression-and-exercise/art-20046495
  • Smith, M. (2025). Persönliches Interview.
  • Tiira, K., et al. (2015). Early Life Experiences and Exercise Associate with Canine Anxieties. https://doi.org/10.1371/journal.pone.0141907
  • Väätäjä H., et al. (2021) The Interplay Between Affect, Dog's Physical Activity and Dog–Owner Relationship. doi: 10.3389/fvets.2021.673407

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