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So pflegst du deinen Hund: Was unterschiedliche Felltypen brauchen und wo du anfängst

iStock/Chalabala

So pflegst du deinen Hund: Was unterschiedliche Felltypen brauchen und wo du anfängst

Hund > Baden & Fellpflege
Von Liz Coleman

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  • Dieser Beitrag enthält weiterführende Links. Hier erfährst du mehr dazu.
  • Dieser Artikel ist kein Ersatz für eine professionelle, tierärztliche Konsultation.

Regelmäßige Fellpflege ist für das Wohlergehen deines Hundes ein absolutes Muss. Zu lernen, wie du deinen Hund Zuhause richtig pflegst, kann aber zunächst überwältigend sein. Welches Zubehör brauchst du und wie oft solltest du deinen Hund pflegen? Was sind die wichtigsten Schritte und wann brauchst du professionelle Hilfe?

Zum Glück kannst du die Fellpflege deines Hundes mit ein wenig Vorbereitung, Übung und Geduld auch ganz alleine hinbekommen. Wir haben mit einer professionellen Tierfriseurin und mehreren Tierärzten gesprochen, um herauszufinden, was Hundebesitzer über das Bürsten, Baden und Trimmen des Fells ihres Vierbeiners wissen sollten. Außerdem sprechen wir darüber, wie du die Krallen, Zähne, Augen und Ohren deines Hundes am besten pflegst. Und wenn du bei deinem willensstarken Hund Zuhause bei der Fellpflege nicht weiter kommst, haben wir Tipps, wie du sanft Erfolge erzielst und wann du einen Profi zu Rate ziehen solltest.

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Inhaltsverzeichnis

  1. Pflege von Haut und Fell
  2. Die richtige Bürste auswählen
  3. Wie schert man einen Hund?
  4. Pflege der Krallen und Pfoten Ihres Hundes
  5. Ohren und Augen reinigen
  6. Zahnpflege und Zähneputzen
  7. Wann du einen professionellen Tierfriseur aufsuchen solltest
  8. Empfohlene Artikel

Haut und Fell vom Hund pflegen

Pet groomer using blow dryer on dog

iStock/Edwin Tan

Durch die richtige Pflege der Haut und des Fells deines Hundes sieht er nicht nur gut aus, es trägt auch zu seiner allgemeinen Gesundheit bei. Alle Hunde profitieren von einer regelmäßigen Fellpflege, die einzelnen Schritte unterscheiden sich aber je nach Hund.

Hier ist eine grundlegende Übersicht, wie oft du deinen Hund baden solltest:

Felltyp Regelmäßiges Baden
Kurzes Fell (Dackel, Mops, Boxer) Alle 4-6 Wochen bei Hunden mit fettiger Haut; alle 6-12 Wochen bei anderen Hunden mit kurzem Fell
Langes Fell (Afghane, Irish Setter, Havaneser) Alle 4-6 Wochen
Doppeltes Fell (Golden Retriever, Husky, Zwergspitz) Monatlich
Drahtiges Fell (Terrier, Irischer Wolfshund, Schnauzer) Alle 6-8 Wochen
Lockiges und welliges Fell (Pudel, Bichon Frise, Portugiesischer Wasserhund) Monatlich
Seidiges Fell (Lhasa Apso, Yorkshire Terrier, Shih Tzu) Alle 4-6 Wochen

So ziemlich jeder Hund benötigt regelmäßig ein Bad

Unabhängig von der Länge und Beschaffenheit ihres Fells sollten alle Hunde gelegentlich gebadet werden. Auch wenn du diese Aufgabe meist von einem Profi erledigen lässt, solltest du wissen, was nach einem nassen oder matschigen Ausflug zu tun ist.

Wenn du das richtige Zubehör zur Hand hast, musst du wissen, wo du deinen Hund baden kannst. Bei kleinen Hunden reicht das Waschbecken aus. Ansonsten eignen sich die Badewanne oder Dusche. Manche Hundebesitzer erledigen diese Aufgabe am liebsten draußen. Beachte aber, dass das Wasser aus dem Gartenschlauch meistens kalt ist. Wenn es nicht richtig heiß draußen ist und dein Hund nicht leicht friert, ist lauwarmes Wasser in der Regel optimal.

  1. Das Bad vorbereiten. Entscheide, wo du deinen Hund baden möchtest und lege das entsprechende Zubehör bereit.
  2. Zuerst bürsten. Bevor du deinen Hund badest, solltest du ihn gründlich durchbürsten, um lose Haare und Verfilzungen zu entfernen, die durch Nässe sonst schlimmer werden.
  3. Die Wassertemperatur testen. Lauwarmes oder etwas wärmeres Wasser ist für Hunde am besten geeignet.
  4. Den Körper des Hundes abspülen. Verwende dafür eine Kanne oder den Duschkopf, spare Ohren und Augen aus.
  5. Mit Shampoo einschäumen. Auch hier sollte das Gesicht ausgespart werden. Die Ohren deines Hundes kannst du mit einem speziellen Tuch reinigen.
  6. Ausspülen. Gehe dabei gründlich vor, da Shampooreste zu Hautreizungen beim Hund führen können.
  7. Mit Handtüchern oder Hundeföhn abtrocknen. Trockne deinen Hund vorsichtig ab, ohne zu rubbeln, da so sein Fell verfilzen kann.

Schon bist du fertig! Also zumindest bis zu seinem nächsten Bad. Die Zeitspanne zwischen den Bädern variiert je nach Hund und seiner Fellbeschaffenheit. Hunde mit fettiger Haut haben es öfter nötig und Hunde mit doppeltem Fell oder lockigem, welligem Haar sollten monatlich gebadet werden. Denke daran, deinen Hund nicht ZU oft zu baden, da sonst die natürlichen Fette auf dem Fell darunter leiden.

Pet groomer with apron grooming a brown toy poodle in dog washing station

iStock/Edwin Tan

Bade- und Fellpflegezubehör für Hunde

Zur Erinnerung: Dies ist die grundlegende Ausstattung, die du zur Fellpflege deines Hundes benötigst:

  • Hundesicheres Shampoo und Spülung: Verwende speziell für Hunde entwickelte Produkte, da Shampoo oder Spülungen für Menschen seine Haut reizen können.
  • Handtücher: Ein schnell trocknendes und saugfähiges Handtuch beseitigt den feuchten Hundegeruch und wärmt deinen Vierbeiner nach dem Bad auf. Wenn du keine Matte für die Badewanne hast, leg am besten ein Handtuch auf den Wannenboden, damit dein Hund nicht ausrutscht.
  • Hundesichere Augentücher: Diese sind so formuliert, dass sie das Gesicht deines Hundes nicht reizen.
  • Ein Duschkopf für Hunde: Dieser ist zwar optional, kann aber als tragbarer Aufsatz das Bad erleichtern.
  • Ein Hundeföhn: Ein Hundeföhn ist nicht für alle Rassen erforderlich, beschleunigt aber den Trocknungsprozess, ohne dass dein Hund überhitzt. Er ist besonders für Hunde mit langem, doppeltem und dichtem Fell zu empfehlen.
  • Haarsieb: Wenn du deinen Hund badest, kann eine ganze Menge Fell ausfallen. Verwende etwas, um die Haare aufzufangen, damit dein Abfluss nicht verstopft.

So findest du die richtige Bürste für die Fellpflege deines Hundes

Durch das Bürsten steigerst du das Wohlergehen deines Hundes, da lose Haare entfernt werden. Außerdem profitierst du davon, dass nicht so viele Fellbüschel in deinem Haus herumfliegen. Mit der richtigen Bürste je nach Felltyp deines Hundes fällt diese Aufgabe leichter und wirkt effektiver.

  • Gummibürsten funktionieren sehr gut bei kurzem Fell und massieren die Haut.
  • Borstenbürsten sind ebenfalls sehr gut für kurzes, glattes Fell geeignet.
  • Slicker-Bürsten sind optimal bei langem, drahtigem und lockigem Fell.
  • Hunde-Drahtbürsten eignen sich wunderbar zur Pflege von langem Fell und zum Entfernen von Verfilzungen.
  • Greyhound-Kämme entfernen Knoten aus langem, seidigem Fell.
  • Unterfellbürsten sind dafür vorgesehen, das dichte Unterfell von Rassen mit doppeltem Fell zu entfernen (Deutscher Schäferhund, Malamute, Zwergspitz).
Person brushing fur of retriever outside on grass

iStock/Chalabala

Wie oft dein Hund gebürstet werden muss, hängt von der Rasse und vom Felltyp ab. Hunde mit kurzen Haaren ohne Unterfell können einmal die Woche gebürstet werden, Hunde mit langem, seidigem, gewelltem oder lockigem Fell hingegen am besten täglich. Hier ist eine Übersicht nach Felltyp:

Felltyp Beste Bürstenart(en) Häufigkeit
Kurzes, glattes Fell (Boxer, Labrador, Dackel, Bulldogge, Beagle) Gummibürste, Borstenbürste Wöchentlich bei Hunden ohne Unterfell, alle paar Tage bei Hunden mit Unterfell
Langes Fell (Afghane, Malteser, Yorkshire Terrier, Irish Setter) Slicker-Bürste, Drahtbürste und Greyhound-Kamm zum Entfernen von Knoten Täglich
Doppeltes Fell (Husky, Golden Retriever, Border Collie) Unterfellbürsten zum Entfernen des losen Unterfells Zwei- bis dreimal pro Woche/täglich bei Fellwechsel
Drahtiges Fell (Airedale, Terrier, Irischer Wolfshund) Slicker-Bürste Zwei- bis dreimal pro Woche
Lockiges und welliges Fell (Doodle, Pudel, Bichon Frise, Portugiesischer Wasserhund) Slicker-Bürste, Drahtbürste Täglich
Seidiges Fell (Yorkshire Terrier, Shih Tzu, Lhasa Apso) Greyhound-Kamm Täglich

Halte dich an diese allgemeinen Richtlinien, wenn du deinen Hund bürstest:

  1. Bürste immer mit dem Strich.
  2. Gehe sanft vor und übe nicht zu viel Druck aus.
  3. Bearbeite einzelne Stellen nicht zu oft, damit keine Reizungen entstehen.

Wenn dein Hund Angst vorm Bürsten hat, probiere es aus, wenn er vom Toben oder Spielen müde ist, und biete ihm ausreichend Leckerlis als positive Bestärkung an. Zusätzlich können Bürstenhandschuhe aus Gummi eine gute Alternative für Hunde darstellen, die normale Bürsten ablehnen.

Pet parent grooming their aggressive dog at home

iStock/SeventyFour

So bewältigst du das Trimmen von Hundefell

Laut Michelle North, zertifizierte Expertin für angstfreie Fellpflege bei Earthwise Pet in Seattle, benötigen Hunde mit lockigem, welligem und hängendem Fell am häufigsten einen Fellschnitt (alle vier bis acht Wochen). Diese Hunde sollten regelmäßig getrimmt werden:

  • Pudel
  • Shih Tzu
  • Malteser
  • Havaneser
  • Cocker Spaniel
  • Bichon Frisé
  • Zwergspitz
  • Golden Retriever

Auch Hunde mit seidigem Fell profitieren von einem regelmäßigen Fellschnitt, die Häufigkeit hängt aber von der gewünschten Felllänge ab. Normalerweise brauchen Hunde mit doppeltem Fell keinen vollständigen Fellschnitt, das Ausschneiden rund um die Pfoten kann aber hilfreich sein. Das gilt auch für Rassen mit drahtigem Fell, die meist keinen Fellschnitt benötigen, dafür aber das Trimmen um das Gesicht und die Pfoten.

Es ist wichtig, einen Hund mit doppeltem Fell niemals zu rasieren, da so das Wachstumsmuster des Fells beeinträchtigt werden kann. Hunde mit kurzem Fell benötigen kein Trimmen, es sei denn aus medizinischen Gründen. In welche Richtung schneidet man bei der Fellpflege des Hundes? Bei den meisten Hunden verwendet man eine Schere oder einen Haarschneider in der Richtung des Haarstrichs.

Was ist mit Hunden, die zwischen Besuchen beim Friseur eine Nachbesserung brauchen? „Bereiche wie Pfotenballen, Augenpartie und Intimbereich können von Hundebesitzern zwischen den Friseurbesuchen mit einem elektrischen Haarschneider und Scheren zum Ausdünnen oder Scheren mit Kugelspitze bearbeitet werden,“ sagt North.

Sie weist Hundebesitzer auch darauf hin, dass die meisten Tierfriseure gerne Anleitungen und Tipps für bestimmte Hunde geben. „Viele Tierfriseure bieten personalisierte Kurse für die Fellpflege Zuhause an, wenn Kunden das wünschen.“

Wenn du es mit dichten Verfilzungen zu tun hast, vor allem rund um die Pfotenballen und den Intimbereich, solltest du laut North aber einen Profi ans Werk lassen. Sie erklärt, dass Verfilzungen schwer zu entfernen sind und ein erhöhtes Risiko für Verletzungen oder Reizungen besteht. Ein auf eine angstfreie Behandlung spezialisierter Profi kann dir bei Hunden helfen, die Angst vor der Fellpflege haben.

iStock/alexsokolov

So pflegst du die Krallen und Pfoten von Hunden

Ob harter Asphalt, heißer Sand oder eisige Wege, die Pfoten unserer Hunde müssen einiges aushalten! Daher brauchen sie etwas Zuwendung, um in Topform zu bleiben. Dazu gehört das Schneiden der Krallen, um schmerzhafte Haltungsprobleme zu vermeiden, und das Überprüfen der Pfoten auf Abnutzung.

Wenn du die Krallen deines Hundes schneidest, brauchst du unbedingt das richtige Zubehör. Nimm keine flachen Nagelscheren für Menschen, da sie nicht effektiv genug sind und die Krallen deines Hundes beschädigen können. Besorge dir stattdessen einen Knipser für Hundekrallen, je nach Größe des Hundes und Beschaffenheit seiner Krallen.

  • Hebelknipser sind leise und sorgen für einen schnellen, sauberen Schnitt. Sie können für die meisten Hunderassen verwendet werden.
  • Scherenähnliche Knipser sind vor allem für Welpen und kleinere Hunderassen wie Chihuahuas und Papillons gedacht.
  • Krallenschleifer können bei ängstlichen Hunden nützlich sein, die keine Scheren mögen, oder für besorgte Hundebesitzer, die Angst davor haben, ins Nagelbett zu schneiden (also das rosafarbene Innere der Kralle, in dem Blut fließt). Zusätzlich kann ein Schleifer bei Hunden mit dicken oder schwarzen Krallen gut geeignet sein, da hier das Nagelbett schwer zu erkennen ist.

Wenn du die Krallen deines Hundes schneidest, beginne zunächst damit, ihn an das Zubehör zu gewöhnen. Überschütte ihn mit Leckerlis und Lob, während du ihn (geduldig) am Knipser oder Schleifer schnuppern lässt, damit er diese genau untersuchen kann. Setze dann deinen Hund bequem auf deinen Schoß, drücke die Pfote zusammen, damit die Kralle sichtbar wird, lokalisiere das Nagelbett und schneide dann in schnellen (aber kontrollierten und entspannten) Bewegungen.

Das Krallenschneiden kann für manche Hunde eine beängstigende Tortur sein. Bei Welpen ist es eine gute Idee, sie schon früh an das Berühren ihrer Pfoten zu gewöhnen. Außerdem ist es hilfreich, mit deinem Hund Spazieren oder Spielen zu gehen, bevor du seine Krallen schneidest, damit er überschüssige Energie abbaut und fröhlich gestimmt ist. Verwende zusätzlich eine Leckmatte und biete ihm Leckerlis an, damit sich dein Hund auf etwas anderes als das Krallenschneiden konzentriert.

Wenn du Probleme beim Schneiden der Krallen deines Hundes hast oder dich nicht traust, ist es völlig in Ordnung, Hilfe von einem professionellen Tierfriseur einzuholen.

iStock/Nikola Stojadinovic

Die Krallen sollten alle drei bis vier Wochen geschnitten werden

Die meisten Hunde benötigen alle drei bis vier Wochen einen Krallenschnitt. Diese Zeitabstände hängen jedoch von den Oberflächen ab, auf denen sich dein Hund bewegt. Stadthunde, die oft harte Gehwege unter den Pfoten haben, nutzen ihre Krallen schneller ab als Hunde auf dem Land, die über Gras oder Erde laufen. Grundsätzlich solltest du die Krallen deines Hundes schneiden, wenn sie fast den Boden berühren oder wenn du ihr Klackern beim Gehen hören kannst.

Pflege der Pfotenballen

Die Pfoten eines Hundes müssen einiges aushalten, vor allem im eisigen Winter oder bei brütender Sommerhitze. Schäden an den Pfotenballen kannst du mithilfe von Hundestiefeln bei extremem Wetter verhindern. Außerdem solltest du die Pfoten mit speziellen Hundesalben, Ölen und Balsam behandeln. Diese Produkte bilden eine Barriere zwischen den Pfoten und rauen Oberflächen und unterstützen die Heilung rissiger Pfoten. Nach einem matschigen Spaziergang oder Toben am Strand solltest du die Pfoten deines Hundes abwischen, damit sie sauber und gesund bleiben.

Es ist außerdem wichtig, das Fell zwischen den Pfotenballen regelmäßig zu kürzen. „Das Fell an den Pfoten, vor allem die Haare, die unter der Pfote und zwischen den Pfotenballen wachsen, können dafür sorgen, dass Hunde auf rutschigem Boden den Halt verlieren, was potenziell zu Verletzungen führen kann, insbesondere bei Welpen und älteren Hunden,“ erklärt North. Sie fügt hinzu, dass oft Dreck in diesem Fell hängen bleibt, was leicht zu Verfilzungen führt.

Laut North können Hundebesitzer die Pfoten am besten pflegen, wenn sie die Haare mit einem elektrischen Haarschneider kürzen. „Man kann sie zwar auch mit der Schere schneiden, das ist aber etwas riskanter und ich würde das nur empfehlen, wenn der Hundebesitzer über eine extrem gute Feinmotorik verfügt und einen ruhigen Hund hat, der während des gesamten Vorgangs stillhält.“

Zusätzlich ist es zu empfehlen, die Pfotenballen deines Hundes auf Verletzungen zu überprüfen. Achte auf Schwellungen und Verfärbungen und spreize sanft die Zehen, um unerwünschte Fremdkörper wie Kletten oder Gräser zu entfernen.

So reinigst du die Ohren und Augen deines Hundes

Auch die Ohren und Augen deines Hundes benötigen Pflege.

Eine Reinigung der Ohren ist nicht bei allen Hunden regelmäßig notwendig, manche profitieren aber davon, je nach Rasse, Aktivitätsniveau und Gesundheit der Ohren. „Hunde mit herunterhängenden Ohren oder solche, die zu Ohrinfektionen neigen, sollten regelmäßig an dieser Stelle gereinigt werden, in der Regel einmal im Monat,“ sagt Dr. Sabrina Kong, DVM und veterinärmedizinische Autorin bei We Love Doodles.

Owner's hand checking and cleaning her healthy dog's ear

iStock/Wavetop

Es gibt Hunde, deren Ohren regelmäßig gereinigt werden sollten

Manche Hunde neigen zu Ohrinfektionen, zum Beispiel brachycephale (flachgesichtige) Rassen und Hunde mit Allergien. Es besteht auch ein höheres Risiko (EN) bei:

  • Basset Hound
  • Chinesischer Shar-Pei
  • Labradoodle
  • Beagle
  • Golden Retriever
  • Jagdhunde
  • Pudel
  • Spaniel

Das regelmäßige Reinigen der Ohren ist aber nicht immer notwendig. „Manche Hunde kriegen gar keine Ohrinfektionen und wenn kein Schmutz in den Ohren steckt, ist das Reinigen überflüssig,“ sagt Dr. Shannon Barrett, Tierärztin und Inhaberin von Downward Paws. Sie fügt hinzu, dass das übermäßige Reinigen sogar die schützenden Wachse im Ohr entfernen und zu Reizungen führen kann. Dr. Barrett empfiehlt, die Ohren deines Hundes zu säubern, wenn dir folgendes auffällt:

  • Kopfschütteln
  • Berührungen mit den Pfoten an den Ohren
  • Dunkler Schmutz im Ohr

Dr. Barrett bestätigt gegenüber Rover, dass die meisten Hundebesitzer das Reinigen der Ohren mit einem vom Tierarzt empfohlenen Ohrreiniger selber übernehmen können. „Ich empfehle den Epiotic Advanced Ohrenreiniger von Virbac, der rezeptfrei erhältlich ist,“ sagt sie und erklärt dann die erforderlichen Schritte der Ohrreinigung.

  1. Kompresse in Ohrreiniger tränken.
  2. Überschüssigen Ohrreiniger ausdrücken.
  3. Sanft die Innenseite des Ohres säubern.
  4. Mit gefalteter Kompresse den Eingang zum Gehörgang reinigen.
  5. Keine Wattestäbchen verwenden.

Damit der Reinigungsvorgang nicht in Stress ausartet, solltest du deinem Hund vorher ausreichend Bewegung verschaffen. Gehe langsam vor, lobe ihn oft und gib ihm immer wieder ein Leckerli. Wenn dein Hund bereits Probleme mit den Ohren hatte oder du nicht sicher bist, wie du seine Ohren reinigen sollst, empfiehlt Dr. Kong, einen Profi zu Rate zu ziehen. „Ein Tierarzt oder professioneller Tierfriseur kann dir die entsprechenden Techniken zeigen und Ratschläge je nach individuellem Bedarf des Hundes geben.“

Person patting anxious Beagle with comfort

iStock/coffeekai

Bei manchen Hunden müssen die Augen gesäubert werden

Im Fall der meisten Hunde reicht es, die Augen beim Baden auszuwischen. Manche Hunde benötigen hier aber mehr Aufmerksamkeit. „Hunde mit markanten Augen, langem Fell oder Gesichtsfalten neigen zu Tränenflecken oder Rückständen in den Augenwinkeln,“ sagt Dr. Jennifer Sperry, Tierärztin und Sprecherin bei Pets Plus Us Pet Insurance. „Bei diesen Hunden sollten die Augen am besten täglich mit einem warmen, feuchten und weichen Tuch gesäubert und vollständig abgetrocknet werden.“

Alternativ kannst du hundefreundliche Augentücher verwenden, um Schmutz oder Krusten zu entfernen. Laut Dr. Sperry benötigt man für anhaltende und hartnäckige Tränenflecken womöglich eine spezielle Augenreinigung.

Dr. Kong empfiehlt, einen professionellen Tierfriseur um Hilfe zu bitten, wenn die Augenreinigung zu schwierig ist oder Zuhause nicht gelingt. Sollte es außerdem Anzeichen für eine Infektion geben, ist dringend ein Besuch beim Tierarzt erforderlich. Dr. Sperry erklärt, das zu den Symptomen Augenblinzeln, Rötungen, Juckreiz, grüner oder gelber Ausfluss oder feuchte Haut rund um die Augen des Hundes gehören können.

Zahnpflege und Zähneputzen

Auch die Zahnpflege ist für das Wohlergehen des Hundes nicht zu vernachlässigen. Genau wie wir Menschen müssen Hunde regelmäßig die Zähne geputzt bekommen. Idealerweise passiert dies jeden Tag. Der beste Zahnputzplan sieht aber so aus, dass man es auch wirklich macht. Wenn das tägliche Putzen also eine zu große Herausforderung darstellt, probiere es mindestens zwei- bis dreimal pro Woche. Das regelmäßige Zähneputzen ist vor allem bei kleinen Rassen wichtig, deren kleine Mäuler zu Zahnüberfüllung und Zahnproblemen neigen.

Um damit zu beginnen, benötigst du eine für Hunde geeignete Zahnbürste und eine spezielle Zahnpasta für Hunde. Wenn du beides da hast, befolgst du die folgenden vier Schritte:

  • Schritt 1: Gewöhne deinen Hund an das Zubehör. Streiche sanft über seine Schnauze und hebe für 30 Sekunden seine Lippen an. Gib ihm danach ein Leckerli.
  • Schritt 2: Fahre mit deinem Finger für 30 Sekunden über seine Zähne. Gib ihm weitere Leckerlis.
  • Schritt 3: Bring die Zahnbürste ins Spiel. Lass deinen Hund eine geringe Menge Zahnpasta von der Bürste lecken.
  • Schritt 4: Wenn er sich bei diesen Schritten wohlfühlt, kannst du mit dem Bürsten beginnen. Konzentriere dich auf die oberen, äußeren Flächen.

Für das regelmäßige Zähneputzen gibt es zwar keinen Ersatz, Zahnpflege-Kaustangen und Kauspielzeug mit Struktur helfen aber gegen die Entstehung von Plaque und Zahnstein. Du kannst die Zahnpflege deines Hundes auch um eine Mundspülung oder Mundwasserzusatz für Hunde ergänzen. Diese Spülungen enthalten enzymatische Wirkstoffe, um die Bakterien abzubauen, die sich im Maul deines Hundes befinden.

Wenn dein Hund das Putzen ablehnt, verwende stattdessen Zahntücher, die ganz einfach Plaque entfernen und den Atem des Hundes erfrischen. Genau wie beim Bürsten ist es zu empfehlen, die Zähne deines Hundes zu putzen, wenn seine mentalen und körperlichen Bedürfnisse erfüllt wurden. North empfiehlt, einen zertifizierten Trainer um Hilfe zu bitten, wenn sich dein Hund weiterhin gegen das Zähneputzen sträubt.

A puppy getting their teeth brushed by their owner

iStock/Ignacio Villafruela

Wann du einen professionellen Tierfriseur aufsuchen solltest

Wenn du schon genug zu tun hast, solltest du darüber nachdenken, einen professionellen Tierfriseur zu beauftragen. „Professionelle Tierfriseure bieten meist deutlich gründlichere Reinigungsdienste mit professionellen Produkten an und können personalisierte Empfehlungen für den einzelnen Hund geben. Außerdem haben sie genug Platz und das richtige Zubehör, um die Pflege zu übernehmen,“ erklärt North.

North merkt aber auch an, dass ängstliche Hunde beim Baden besser Zuhause und bei ihrem vertrauten Besitzer aufgehoben sind. Wir haben festgestellt, dass Trockenshampoo für Hunde eine gute Alternative für wasserscheue Vierbeiner darstellt. Außerdem kannst du ihn auch mit Wasserspielzeug oder einer Leckmatte mit Saugnäpfen ablenken, die mit hundefreundlicher Erdnussbutter bestrichen ist. Gib deinem Hund vor, während und nach seinem Bad in jedem Fall ausreichend Leckerlis, damit er viele positive Assoziationen mit dem Prozess verbindet.

Wie viel kostet die Fellpflege beim Hund eigentlich? Laut aktueller Recherche liegen die Kosten für einen Besuch beim Tierfriseur zwischen 40 und 100 €, was sich mit der Zeit summieren kann. Bei Rassen, die häufig zum Tierfriseur gehen müssen, solltest du darüber nachdenken, diese Kosten dadurch einzugrenzen, dass du zwischen den Besuchen die Fellpflege Zuhause übernimmst.

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Liz Coleman

Liz is a freelance writer with a focus on pets and their fur-covered folk. She’s also a member of the Cat Writer’s Association, and her work appears in several pet publications. She shares her home in Western New York with two cats, two birds, and (arguably) too many plants.

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