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Der Rover-Blog

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So gewöhnst du deinen Hund an ein Baby: Schritt-für-Schritt Anleitung

iStock/DaniloAndjus

So gewöhnst du deinen Hund an ein Baby: Schritt-für-Schritt Anleitung

Aktualisiert June 2, 2026 | Uncategorized
Von Chantelle Pattemore

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  • Dieser Artikel ist kein Ersatz für eine professionelle, tierärztliche Konsultation.

Herzlichen Glückwunsch! Wenn du das hier liest, stehen die Chancen gut, dass du bald einen Neuankömmling in deiner Familie begrüßen darfst oder gerade mit nach Hause gebracht hast. Eltern zu werden ist ein wunderbares Erlebnis, bringt aber auch neue Herausforderungen mit sich. Dazu gehört auch, deinen Hund mit dem Baby vertraut zu machen. Anstatt sich einfach ins Abenteuer zu stürzen, braucht es Zeit, Geduld und Planung, um Hund und Baby aneinander zu gewöhnen. Die Veränderungen, die ein neues Baby im Haus mit sich bringt, können Stress bei Hunden auslösen. Und sie haben keine Chance nachzufragen, was da gerade passiert. Es ist wichtig, während der gesamten Kennenlernzeit ruhig und positiv zu bleiben, damit die Emotionen (bei Mensch oder Hund) nicht außer Kontrolle geraten.

Es gibt keine eindeutige Reaktion, die Hunde auf Babys haben. Jeder Hund ist anders, sagt Joe Nutkins, ein vom Kennel Club akkreditierter Hundetrainer und Verhaltensspezialist. „Ein Labrador, der noch nie im Kontakt mit Kindern war, empfindet das Baby vielleicht als stressig,“ fährt er fort. „Ein Boxer, der mit Familie und Freunden mit Kindern aufgewachsen ist, kann sich hingegen sehr schnell an das neue Familienmitglied gewöhnen, ohne dass es Probleme gibt.“

Children (6-8) in kitchen at table with dog

iStock/Chris Amaral

Nutkins räumt aber auch ein, dass manche Rassen sich schneller an das Leben mit einem Neugeborenen (und schließlich Kleinkindern) gewöhnen. Dazu gehören Labradore, Golden Retriever, Coton de Tuleaur, Cavalier King Charles Spaniel, manche Terrier- und Spanielrassen und sogar Berner Sennenhunde. Er fügt hinzu, dass einige die Aufmerksamkeit von Kindern mögen, wenn sie größer werden, aber im Allgemeinen nicht geräuschempfindlich oder übermäßig ungestüm sind.“

Hier erklären wir dir, wie du deinen Hund am besten auf ein neues Familienmitglied vorbereitest und welche Schritte erforderlich sind, um Tier und Baby richtig aneinander zu gewöhnen.

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Inhaltsverzeichnis

  1. Ihren Hund vorbereiten
  2. Vor der Geburt
  3. Neugeborenes
  4. Was denken Hunde über Babys?
  5. Schwierigkeiten
  6. Die Interaktionen beobachten
  7. Eine Bindung aufbauen
  8. Zusammenfassung

So bereitest du deinen Hund auf das Baby vor

Nutkins sagt, dass Training und Sozialisierungsübungen mit deinem Hund unerlässlich sind, um ihn auf den Familienzuwachs vorzubereiten – und zwar bevor du das Baby nach Hause bringst.

Binde ihn zunächst in spaßige Aktivitäten ein, die du später einhändig oder freihändig ausführen kannst. „Dazu gehören Spiele wie das Apportieren von Spielzeug oder nützlicher Dinge wie einer Packung Babytücher oder Tricks wie Pfote geben oder ein Spielzeug in eine Kiste legen“, schlägt Nutkins vor.

Wenn dein Hund gerne spielt, beißt oder hochspringt, ist es wichtig, diese Verhaltensweisen vor der Ankunft des Babys in den Griff zu bekommen. Dieses Verhalten kann für ein Baby gefährlich sein. Außerdem sagt Nutkins, dass diese aufmerksamkeitsheischenden Verhaltensweisen wahrscheinlich zunehmen, wenn das Baby da ist und sie nicht behoben werden.

iStock/Sergii Kolesnikov

Um deinem Hund zu helfen, mit Veränderungen in der Routine umzugehen, solltest du so früh wie möglich damit beginnen, Anpassungen vorzunehmen. Wenn du beispielsweise nach dem Mittagessen spazieren gehst, gehe zu unterschiedlichen Zeiten los, damit dein Hund flexibler wird. Achte aber darauf, die Fütterungszeiten wie gewohnt einzuhalten, rät Caroline Wilkinson, zertifizierte Hunde-Verhaltensforscherin und Gründerin des digitalen Haustier-Coaching-Services Barket Place.

Außerdem haben Hunde einen unglaublichen Geruchssinn – das bedeutet, dass sie Babys ganz bestimmt wahrnehmen. Wenn du Babypuder oder Cremes für dein Baby benutzen möchtest, trage sie schon vorher auf deinen Körper auf, damit dein Hund daran schnuppern kann. Denke auch darüber nach, Babydüfte in „spaßige“ Dinge einzubauen – vielleicht, indem du das Lieblingskuscheltier deines Hundes in einem babysicheren Waschmittel wäschst. „Starke Gerüche können bei Hunden mit negativen Erfahrungen in Verbindung gebracht werden. Produkte mit neuem Duft beim Spielen zu verwenden, kann einen Unterschied machen“, erklärt Nutkins.

So bereitest du deinen Hund vor der Geburt vor

Viele Hundebesitzerinnen und werdende Mütter meinen, ihr Hund könne das Baby im Bauch spüren. Aber ist das wirklich so? In gewisser Weise schon, meint Wilkinson. Es gibt zwar keine eindeutigen Forschungsergebnisse, die belegen, dass Hunde verstehen können, ob ein Baby im Bauch heranwächst, Veränderungen im menschlichen Körper können sie jedoch wahrnehmen.

„Der Körper verändert nicht nur seine Form, sondern es finden auch eine Menge hormoneller Veränderungen statt, die dein Hund riechen kann“, fügt sie hinzu. „Außerdem haben Hunde einen unglaublichen Hörsinn und können möglicherweise den Herzschlag oder die Bewegungen deines Babys im Fruchtwasser hören.“

Es ist verlockend, gleich einen ganzen Kofferraum voller Babyartikel auf einmal in dein Zuhause zu schaffen. Doch Wilkinson meint, dass du deinen Hund durch die schrittweise Einführung einiger neuer Dinge an die Situation gewöhnen und so die Wahrscheinlichkeit negativer Reaktionen verringern kannst. „Du könntest damit beginnen, einen Babyartikel in dein Zuhause zu bringen und ihn ein oder zwei Wochen lang an einem Ort liegen zu lassen, bevor du ihn an eine andere Stelle bringst – und dies langsam für jeden Artikel wiederholen“, schlägt sie vor.

Ein Baby füttert und und interagiert mit einem Hund

iStock/Paulo Sousa

So stellst du dein Baby deinem Hund vor

Wie früh kann ich mein Baby und meinen Hund zusammenbringen? Wilkinson empfiehlt, deinen Hund so früh wie möglich an dein Neugeborenes zu gewöhnen. „Wenn deine Familie, Freunde oder dein bevorzugter Sitter dir ein oder zwei Tage Zeit geben kann, um dich an dein Baby zu Hause zu gewöhnen, hilft dir das aber, dich weniger gestresst zu fühlen, wenn dein Hund zurückkehrt“, merkt sie an.

Anstatt gleich in die Vollen zu gehen, erklärt Wilkinson Schritt für Schritt, wie es geht.

  1. Ermögliche es, dass der Hund und die frischgebackene Mama etwas Zeit alleine miteinander verbringen. So kann sich dein Hund erst einmal beruhigen, bevor er das Baby kennenlernt.
  2. Bringe dein Baby an einen sicheren Ort. Wilkinson empfiehlt eine Babyschale auf dem Tisch oder einen „Moseskorb“. Lass deinen Hund dann im Zimmer schnuppern. Wenn dein Hund gerne hochspringt, halte ihn an der Leine oder verteile Leckerlis auf dem Boden, damit seine Nase unten bleibt.
  3. Halte das Baby selbst oder lass es von einem Familienmitglied halten, entweder im Stehen oder Sitzen. Wenn sich dein Hund nähert, halte ein paar Leckerlis bereit, die du ihm zuwerfen kannst. So kann sich dein Hund kurz zum Schnuppern nähern und sich dann mit ein paar Leckerlis entfernen.
  4. Wiederhole dies ein paar Minuten lang und beobachte dabei, was die Körpersprache deines Hundes über seine Emotionen aussagt. Du kannst jemanden bitten, mit dem Hund einen kurzen Spaziergang zu machen, oder ihm einen robusten Kausnack geben.

Nach der ersten Begrüßung planst du die Zukunft. Wichtig ist, dass du deinen Hund niemals mit einem Neugeborenen allein lässt, sagt Jo Sellers, Hundetrainerin und Gründerin von Pippin Pets Dog Training. Sie empfiehlt, deinen Hund in der Nähe deines Kindes genau zu beobachten, bis dieses ein Teenager ist. Wenn dein Hund Schmerzen hat, sich nicht richtig ausruhen konnte oder von einem Kind belästigt wurde, kann schon eine unschuldige Hand, die sich dem Spielzeug des Hundes nähert, ausreichen, damit es zu einem Biss kommt.

Wilkinson empfiehlt auch Maßnahmen, wie zum Beispiel Hundetore und Raumteiler, um deinen Hund und dein Baby bei Bedarf zu trennen. Wenn dein Hund im Schlafzimmer schläft, empfiehlt sie außerdem, einen gemütlichen Schlafplatz an einem anderen Ort zu schaffen, an den er sich gewöhnen kann, bevor das Baby kommt, um Störungen zu vermeiden.

iStock/manonallard

Was denken Hunde über Babys?

Viele Hunde mögen Babys und interessieren sich für sie – es gibt aber kaum Beweise dafür, dass sie sie als kleine Menschen verstehen.

Für einen Hund sind Babys reizvoll, weil sie klein sind, interessante Quietschgeräusche machen und einen merkwürdigen Geruch haben. Auch wenn sie die Details vielleicht nicht verstehen, ist Hunden in der Regel bewusst, dass Babys klein und hilflos sind.

Bei manchen Hunden kann das einen Beschützerinstinkt oder den Wunsch auslösen, zu spielen. Andere Hunde, insbesondere solche, die weniger Kontakt zu Kindern hatten, finden Babys möglicherweise beunruhigend und unberechenbar.

Problemfreie Interaktion zwischen Hund und Baby

Bei den ersten Interaktionen mit einem neuen Familienmitglied können bei Hunden verschiedene Verhaltensprobleme auftreten. Zum Beispiel können sie Anzeichen von Eifersucht (wie Winseln, wenn du das Baby im Arm hältst) oder Ressourcenverteidigung (Besitzansprüche auf Gegenstände) zeigen. Was solltest du also tun, wenn das passiert?

Sellers sagt, dass Belohnungen und positive Verstärkung absolut wichtig sind.  „Belohne deinen Hund, wenn er das Baby anschaut und Abstand hält“, erklärt sie. „Auch das ‚Magic Mat/Settle‘-Training ist hier wirklich gut geeignet.“ Wenn du einen Raum aufteilst, um Baby und Hund getrennt zu halten, gestalte den „Hundebereich“ für deinen Vierbeiner attraktiv. Fülle den Bereich mit vielen interaktiven Spielzeugen, Knobelspielzeug und mehreren gemütlichen Schlafplätzen. Vergiss deinen Hund nicht, wenn er gerade in seinem „Bereich“ ist, und geh mit ihm oft kurz spazieren und lass ihn Zeit ohne das Baby verbringen.

Wenn dein Hund das Baby anknurrt oder anbellt, vermeide es, automatisch mit ihm zu schimpfen. Geräusche sind eine Form der Kommunikation, also überlege, was die Ursache dafür sein könnte. Sellers empfiehlt, dir folgende Fragen zu stellen:

  • „Ist der Hund gesund oder gestresst?“
  • „Wie viel Ruhe hat er bekommen?“
  • „Was ist passiert, kurz bevor er diese Reaktion gezeigt hat?“

Nachdem du diese Fragen gestellt hast, kannst du dich laut Sellers entscheiden, wie du deinem Hund bei einem besseren Umgang helfen kannst. Letztendlich musst du einfach die Geduld behalten. „Für die ganze Familie ist es eine neue Situation, so auch für deinen Hund,“ fügt sie hinzu.

Hundebesitzer überwacht Hund mit Baby

iStock/Cheng NV

So überwachst du die Interaktion zwischen Hund und Baby

Babyphones sind ein Muss für Haustierbesitzer, um ihr Baby im Auge zu behalten, wenn sie nicht im Raum sind. Mit Petcams kannst du deinen Hund beobachten, wenn du nicht bei ihm sein kannst. Diese Geräte sind zwar ausreichend, wenn Hund und Baby getrennt sind, aber laut Sellers stellen sie keinen Ersatz dafür dar, selbst im Raum zu sein, wenn Hund und Kind zusammen sind.

Wenn dein vierbeiniger Freund und dein Baby im selben Raum sind, beobachte das Verhalten deines Hundes auf Anzeichen von Unbehagen. Sellers erklärt, dass sich Stress, Angst und Furcht bei Hunden auf vielfältige Weise zeigen können. Dazu können folgende Signale der Körpersprache gehören.

  • Zögern
  • Vermeidungsverhalten
  • Anspannung im Körper
  • Gespannte Schnauze
  • Ohren, die nicht in ihrer natürlichen Ruheposition sind
  • Große Augen
  • Gähnen
  • Lippen lecken
  • Leise bis laute Geräusche
  • Schnauze nach vorne, Hinterbeine ausgestreckt
  • Zuckender Kopf

Um solche Verhaltensweisen zu verhindern, sorge dafür, dass dein Hund einen ruhigen, babyfreien Platz hat, an den er sich zurückziehen kann.

So baust du eine langanhaltende Bindung zwischen Hund und Baby auf

Eine gute Beziehung zwischen deinem Hund und deinem Baby zu fördern, beginnt mit der ersten Begegnung. Am besten „siehst du dir an, wie du deinen Hund gleichzeitig mit dem Baby einbeziehen kannst“, sagt Nutkins. Auch wenn dein Baby nicht mit deinem Hund spielen kann, kannst du das übernehmen, während du das Baby hältst oder fütterst.

Sobald dein kleiner Liebling zum Kleinkind wird, kannst du die direkten Interaktionen erhöhen, aber achte darauf, dass immer eine erwachsene Person dabei ist. Nutkins empfiehlt, mit einfachen Aktivitäten zu beginnen, wie zum Beispiel die Hand deines Kleinkinds zu führen, um deinen Hund zu streicheln. „Eine weitere Möglichkeit für Kinder ist es, dem Hund ein Leckerli zu geben, wenn er sich gut benimmt oder etwas tut, was man ihm sagt, wie ‚Sitz‘“, fügt sie hinzu.

Wenn du deinem Hund kontinuierliches Feedback gibst und dich nach Möglichkeit an Routinen hältst, trägt das ebenfalls zur Stärkung der Bindung bei. Nutkins sagt zum Beispiel, dass du deinem Hund zeigen kannst, dass er etwas gut macht, während dein Baby weint. So kannst du weiterhin mit ihm interagieren. Dies hilft letztendlich dabei, dass er sich nicht ausgeschlossen fühlt.

Hund und Baby bauen Verbindung zueinander auf

iStock/Daniela Jovanovska-Hristovska

Zusammenfassung

Wenn du deinen Hund und ein Neugeborenes zusammenbringst, zählt: weniger ist mehr! Geduld und Verständnis sind unerlässlich, vor allem, weil sich beide nicht mitteilen können. Denke dran: Selbst wenn dein Hund super lieb ist, lass ihn nie ohne Aufsicht mit einem Neugeborenen.

Biete deinem Hund eine Beschäftigung an, wenn das Baby in der Nähe ist, damit er nicht das Gefühl hat, ausgeschlossen zu werden. Damit sich dein Hund weiterhin wichtig fühlt, ist es entscheidend, dass er eine gute Beziehung zu deinem neuen Familienmitglied aufbaut – und nicht versucht, durch auffälliges Verhalten Aufmerksamkeit zu erregen!

Hilfe von einem Hundeexperten oder einem zertifizierten Trainer kann sowohl vor als auch nach der Ankunft hilfreich sein. Zum Beispiel sagt Nutkins, dass du vor der Ankunft des Babys möglicherweise Hilfe bei Problemen wie Trennungsangst benötigst. „Die Zusammenarbeit mit einem Trainer muss nicht erst dann erfolgen, wenn es ein Problem gibt“, so ihr Fazit.

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Chantelle Pattemore

Chantelle Pattemore

Chantelle Pattemore is a writer and editor based in London, UK, and covers everything from pets and lifestyle to health and food. When she's not at her laptop, she loves to travel, read, go for long walks, and find any excuse to visit her friends' cats.

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