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Der Rover-Blog

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Die Vor- und Nachteile, deinen Hund mit im Bett schlafen zu lassen

iStock/Boris Jovanovic

Die Vor- und Nachteile, deinen Hund mit im Bett schlafen zu lassen

Hund > Neues Haustier
Von Niki Stojnic

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  • Dieser Artikel ist kein Ersatz für eine professionelle, tierärztliche Konsultation.

Solltest du deinen Hund bei dir im Bett schlafen lassen? Das ist eine polarisierende Frage unter Hundebesitzern und die Vorlieben der Hunde sind genauso unterschiedlich wie die der Menschen. Manche Hunde lieben nichts mehr, als sich nachts zu ihren Besitzern ins Bett zu kuscheln, andere schlafen lieber alleine.

Auch die Menschen sind hier geteilter Ansicht. Eine Umfrage unter Hundebesitzern der American Academy of Sleep Medicine aus dem Jahr 2022 ergab, dass fast die Hälfte (46 %) der Teilnehmer ihr Bett mit ihrem Haustier teilen. Jüngere Menschen der Generation Z schlafen eher mit ihrem Tier im Bett als Boomer.

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Wie sieht also die perfekte Schlafaufteilung für dich und deinen Hund aus? Um die Vorteile und Herausforderungen diesbezüglich herauszufinden, haben wir mit Lori Chamberland, KPA CTP, Bildungsmanagerin bei Fear Free, gesprochen, eine Organisation, die Schulungsprogramme für Tierärzte, Hundebesitzer und andere anbietet.

Inhaltsverzeichnis

  1. Warum liebt er Ihr Bett?
  2. Vorteile
  3. Nachteile
  4. Hunde und Kinder
  5. Wie kann man das verhindern?
  6. Lösung: Hundesiting
  7. Empfohlene Artikel

Warum möchte dein Hund bei dir im Bett schlafen?

Es überrascht nicht, dass viele Hunde mit unter unsere warme Decke schlüpfen möchten. Es ist gemütlich und wie in einer Höhle, außerdem riecht es nach ihren Lieblingsmenschen. „Auf verschmuste Hunde, die den Körperkontakt ihrer Menschen lieben, kann es eine sehr beruhigende Wirkung haben, mit dir nachts zu kuscheln,“ sagt Chamberland.

Great Dane laying down and looking at camera

iStock/ChristopherBernard

Viele Hunde suchen zwar gerne die Nähe ihrer Besitzer, laut Chamberland ist aber nicht jeder Hund ein Kuscheltier. „Manche Hunde bleiben lieber unabhängig und ziehen die ungestörte Ruhe eines Hundekörbchens in deiner Nähe vor, oder sogar die Couch in einem anderen Stockwerk.“ Bevor du deinen Hund mit in dein Bett zwängst, solltest du genau darüber nachdenken, ob das wirklich eine optimale Schlafsituation für ihn ist.

Vorteile, wenn du deinen Hund mit ins Bett lässt

Du solltest dich niemals dazu gezwungen sehen, deinen Hund mit ins Bett zu lassen, wenn du das nicht willst. Die meisten Hunde fühlen sich auch auf ihrem ganz eigenen Platz wohl. Wenn du es aber gerne ausprobieren möchtest, bist du in guter Gesellschaft unzähliger Hundebesitzer, die darauf schwören, was aktuelle Studien unterstützen. Dein Bett mit deinem Hund zu teilen, stärkt vor allem eure Bindung, lässt dich besser schlafen und mildert Depressionssymptome.

Bindung

Wenn du deinen Hund im Bett schlafen lässt, ist dies eine von vielen Bindungsmaßnahmen. Eine australische Studie aus dem Jahr 2021 ergab, dass Hundebesitzer, die ihr Bett mit einem Hund teilen, von einer engeren Bindung berichteten.

Diese Vorteile können einen erheblichen Einfluss auf das Leben mit deinem Vierbeiner haben, denn Hunde, die eine starke Bindung zu ihrem Besitzer eingehen, sind in der Regel liebevoller, aufmerksamer und gelehriger.

Besserer Schlaf

Es gibt einige Menschen, die nach eigenen Angaben besser schlafen, wenn ihr Hund dabei ist. Laut einer Umfrage der American Academy of Sleep Medicine gab beinahe die Hälfte (46 %) der Teilnehmer an, besser zu schlafen, wenn ihr Vierbeiner mit im Bett lag.

Untersuchungen zeigen, dass die Menschen, die von einer verbesserten Schlafqualität berichteten (EN), von folgenden Vorteilen profitieren:

  • Sicherheitsgefühl (vor allem von Frauen angegeben)
  • Weniger Schlafstörungen (EN) wie Schlaflosigkeit oder Alpträume
  • Einfacheres Einschlafen (EN)

Weniger Ängste, Depressionen und Einsamkeit

Es steht schon lange fest, dass Hunde einen positiven Einfluss auf die mentale Gesundheit haben. Über verschmuste Hunde sagt Chamberland: „Sie profitieren vom Oxytocin, das durch körperliche Berührungen geliebter Menschen freigesetzt wird. Das gilt auch für uns Menschen. Ein Oxytocin-Schub beim Schlafen neben unserem Hund tut uns ebenfalls gut.“ Oxytocin kann Angst- und Depressionssymptome mildern, was die Zeit mit unserem Tier noch wertvoller macht.

Junge Frau schläft im Bett mit ihrem Dobermann-Pinscher

iStock/Akifyeva Svetlana

Gründe, das gemeinsame Schlafen mit deinem Hund zu vermeiden

Es gibt aber auch einige gute Gründe, warum du deinen Hund nicht in dein Bett lassen solltest. Einige Hundebesitzer berichten von gesteigerten Schlafstörungen, vor allem bei großen Hunden und Schnarchern. Hundebesitzer mit Allergien haben möglicherweise unter Pollen und Pflanzensubstanzen zu leiden, die ihr Hund mit ins Bett schleppt. Dein Hund wird sich durch seinen Platz im Bett zwar nicht direkt als „Alphatier“ ansehen, Hunde mit Tendenzen zur Ressourcenverteidigung empfinden das Schlafen in deinem Bett aber möglicherweise als stressig.

Wenn du deinen Hund mit im Bett hast, findest du vielleicht keinen ruhigen Schlaf. Es kann sein, dass einfach nicht genug Platz in deinem Bett ist für euch beide und möglicherweise auch noch deinen Partner – jedenfalls nicht, wenn ihr alle eine erholsame Nacht verbringen wollt. Größere Hunde sind besonders schwierig unterzubringen.

Hunde können dein Schlaf auch durch Hitze, Lärm, Schnarchen oder häufige Bewegungen stören. Schlafstudien zeigen die negativen Auswirkungen (EN) auf einen guten Schlaf. Chamberland stimmt zu, dass vor allem leichte Schläfer Schwierigkeiten haben könnten. „Hunde träumen, zucken und wechseln oft nachts die Position. Je nach Größe des Hundes, der Größe deines Betts und der Anzahl der Menschen, die darin liegen, könntest du also mehrmals in der Nacht geweckt werden.“

Allergien und Hygiene

Es ist nicht unbedingt unhygienisch, mit deinem Hund das Bett zu teilen, schließlich sollte die grundlegende Fellpflege dafür sorgen, dass er sauber ist. Wenn er sich aber gerne im Matsch wälzt, viel Fell verliert oder ein wenig müffelt, schränkt dich seine Präsenz im Bett vielleicht in deinem Wohlbefinden ein.

Dog standing up in bed under covers

iStock/Lazy_Bear

Es bedeutet auch, dass du dich mit präventiven Parasitenmedikamenten auseinandersetzen solltest. „Zecken können für Hunde und Menschen eine ernstzunehmende Gefahr darstellen, weshalb eine Floh- und Zeckenprävention dringend zu empfehlen ist, wenn dein Hund mit bei dir im Bett schläft,“ rät Chamberland.

Menschen, die unter Heuschnupfen oder Tierhaarallergien leiden, sollten davon absehen, ihren Hund mit ins Bett zu holen. Eine allergenfreie Bettwäsche ist keine einfache Angelegenheit, da man mit ihr deutlich mehr Körperkontakt hat als mit anderen Dingen im Haushalt. Neben dem eigenen Fell, wogegen du möglicherweise allergisch bist, schleppen Hunde Gras und Pollen mit ins Haus, die so direkt in deinem Gesicht landen können.

Besitzergreifendes Verhalten

Manche Hundebesitzer befürchten, dass ihr Hund das Gefühl bekommt, zum „Alphatier“ zu werden, wenn er im Bett schlafen darf. Zum großen Teil wurde der Mythos, dass Hunde nach Rudelhierarchien agieren, bereits widerlegt, deshalb musst du dir keine Sorgen machen, dass die Schlafsituation deinem Hund zu Kopfe steigt, sagt Chamberland.

Es gibt aber durchaus Hunde, die Probleme damit haben, ein Bett mit dir zu teilen. „Bei Hunden, die bereits Tendenzen zur Ressourcenbewachung zeigen, zum Beispiel Futter, Knochen, Spielzeug oder Schlafplätze, indem sie knurren, anspringen oder schnappen, wenn sich jemand nähert, kann es möglich sein, dass sie auch dein Bett als ihr Hab und Gut betrachten, was für dich zum Risiko werden kann,“ sagt Chamberland. Wenn das zum Problem wird, solltest du dich an einen Trainer, Tierarzt oder Verhaltensspezialisten wenden.

Andere Hundebesitzer sind besorgt, dass das gemeinsame Schlafen Trennungsängste hervorruft oder verschlimmert. Laut Chamberland ist das aber unwahrscheinlich. „Ich kenne keine Studie, die diese Theorie belegt. Es gibt viele unterschiedliche Gründe für Trennungsangst, zum Beispiel Genetik, unzureichendes/fehlendes Heranführen ans Alleinesein in jungen Jahren, traumatische Erfahrungen während der Abwesenheit des Besitzers und andere. Wenn du deinen Hund mit in dein Bett lässt, wird das aber keine Trennungsängste in ihm auslösen.“

Ein Hund guckt aus einem Bett mit Kissen glücklich in die Kamera

iStock/Kseniya Zhukova

Dürfen Hunde und Kinder ein Bett teilen?

Kinder, vor allem wenn sie noch klein sind, und Hunde benötigen zusammen ein wenig mehr Betreuung und Aufmerksamkeit. Ob du deinen Hund bei deinen Kindern schlafen lässt, hängt von ihrer Beziehung zueinander ab und davon, ob das Kind weiß, wie es mit dem Hund umgehen sollte.

Chamberland empfiehlt Eltern, die Körpersprache des Hundes genau im Blick zu haben und ihrem Kind beizubringen, die Privatsphäre des Hundes jederzeit zu respektieren. „Ich wäre vorsichtig damit, kleine Kinder ein Bett mit dem Hund teilen zu lassen. Das könnte je nach Hund ein Risiko darstellen. Kleine Kinder merken nicht unbedingt, wenn sich ein Hund nicht wohl fühlt, und können so unbeabsichtigt Stress beim Hund auslösen, wenn sie ihn zum Beispiel umarmen, wenn er das gerade nicht will, oder nach Körperteilen wie Ohren oder Schwanz greifen. Selbst die gutmütigsten Hunde haben irgendwann genug und reagieren dann möglicherweise aggressiv, auch wenn es gar nicht ihre Schuld war.“

Wenn du deinen Hund im Bett eines älteren Kindes schlafen lassen möchtest, empfiehlt Chamberland, dem Kind das Erkennen und Respektieren der Körpersprache des Hundes genau beizubringen. Fear Free hat ein paar tolle kostenlose Anleitungen diesbezüglich, zum Beispiel ein Video zu den Grundlagen der Hundekörpersprache mit Informationsblatt.

Wie kriegst du deinen Hund aus dem Bett?

Wenn das gemeinsame Schlafen mit deinem Hund einfach nicht klappt, gibt es genug Möglichkeiten, um ihn dazu zu bringen, lieber woanders zu schlafen. Chamberland empfiehlt eine Strategie in zwei Phasen.

Verhindere zunächst, dass er sich an dein Bett gewöhnt. Je eher du damit beginnst, desto besser. Entweder schon im frühen Welpenalter oder wenn du einen adoptierten Hund mit nach Hause bringst. Stelle dann eine Box oder Kiste auf und achte darauf, dass die Schlafzimmertür geschlossen bleibt, wenn du dich nicht gerade selbst darin befindest, sagt sie.

Senior Golden Retriever sleeping on bed

iStock/MartinPrescott

Der Platz, an dem dein Hund schlafen soll, muss auf ihn attraktiv und gemütlich wirken. „Wenn dein Hund in einer Box schlafen soll, gestalte sie zu einem unterhaltsamen Ort, an dem sich dein Hund gerne aufhält. Dazu kannst du Leckerlis, Kauspielzeug, strapazierfähiges KONG-Spielzeug und ähnliches verwenden. Achte darauf, dass der Hund ein weiches, gemütliches Hundebett oder dicke Decken in der Box hat,“ sagt Chamberland. „Du kannst deinem Hund auch ein lange haltbares Leckerli an dem Platz geben, wo er schlafen soll. Nutze die Box oder das Hundekörbchen niemals als Bestrafungsbereich für den Hund. Er soll positive Assoziationen damit verbinden.“

Was ist mit Hundesitting?

Wenn du auf einen fremden Hund aufpasst, solltest du die Hundebesitzer im Voraus über die Schlafgewohnheiten des Tieres ausfragen. Wenn der Hund zum Beispiel daran gewöhnt ist, im Bett zu schlafen, du dich aber nicht wohl fühlst damit, frage nach Alternativen, damit der Hund gut aufgehoben ist. Wenn es keine gibt, dann ist das Aufpassen auf diesen Hund vielleicht einfach nicht die richtige Aufgabe für dich, denn du möchtest nachts schließlich deine Ruhe haben.

Ist es für dich in Ordnung, den Hund mit ins Bett zu nehmen, frage seine Besitzer vorher trotzdem einmal danach. Es kann sein, dass sie etwas dagegen haben, dass ihr Hund solche Angewohnheiten entwickelt. Wenn du ihr Okay bekommst, nimm ihn mit und kuschelt euch zufrieden in den Schlaf.

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Niki Stojnic

Niki Stojnic

Niki Stojnic has been covering personalities, places, and trends in Seattle and the PNW for 20 years, as a writer and an editor. Her favorite advice of all time came when preparing to visit honeybee hives for a story: “Don’t look like a bear.” She’s the cofounder of Parts & Labor, a bimonthly newsletter about women. She currently lives with a yellow sided green cheek conure, Mango, and recently adopted a sweet rescue pup from Texas, Pepper.

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