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Was zu tun ist, wenn dein Hund eine allergische Reaktion hat

iStock/Wirestock

Was zu tun ist, wenn dein Hund eine allergische Reaktion hat

Aktualisiert November 13, 2025 | Hund > Gesundheit
Von Katie Koschalk

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  • Dieser Artikel ist kein Ersatz für eine professionelle, tierärztliche Konsultation.

Wenn sich dein Hund plötzlich ständig zu kratzen beginnt, er dauernd niest oder Ausschlag bekommt, kann das auf eine allergische Reaktion hindeuten. Die ersten allergischen Symptome treten bei Hunden meist im Alter von ein bis drei Jahren auf.

Zu einer allergischen Reaktion kommt es dann, wenn das Immunsystem des Hundes auf einen Auslöser, Allergen genannt, überreagiert, der normalerweise harmlos ist, erklärt Dr. Shannon Barrett, Tierärztin und Inhaberin von Downward Paws.

Zu Allergenen können Lebensmittel, Insektenbisse oder -stiche, hautreizende Substanzen, Pollen, Hausstaubmilben und Schimmel zählen.

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Wenn dein Hund Symptome einer allergischen Reaktion zeigt, solltest du direkt einen Tierarzt mit ihm aufsuchen, sagt Dr. Barrett. Im seltenen Fall eines anaphylaktischen Schocks ist dringende medizinische Hilfe in Form einer Notfallklinik für Tiere erforderlich.

Hier erfährst du mehr über allergische Reaktionen bei Hunden und die besten Möglichkeiten, um einen Hund mit Allergien zu unterstützen.

Inhaltsverzeichnis

  1. Symptome
  2. Ursachen
  3. Behandlung
  4. Verhinderung
  5. Häufige Fragen

Allergiesymptome bei Hunden

Allergiesymptome können das ganze Jahr über auftreten, sagt Dr. Kyla Jackson, Tierärztin und Dermatologin am Missouri Veterinary Dermatology Center.

Die Symptome für saisonale Allergien kommen hingegen ausschließlich in den Spitzenzeiten bestimmter Pollen, Schimmelpilze und anderer Umweltauslöser vor.

Border collie surrounded by tufts of fur lying down on couch.

iStock/Iuliia Zavalishina

Leichte bis mittelschwere Symptome

Anzeichen einer leichten bis mittelschweren allergischen Reaktion können folgende umfassen:

  • Juckende Haut: Vielleicht kratzt, leckt, knabbert oder reibt dein Hund seine Haut an Oberflächen, um den Juckreiz zu lindern.
  • Nesselausschlag: Diese erhabenen, roten Beulen treten ganz plötzlich auf und verursachen oftmals Juckreiz. Sie sind besonders leicht an Hunden mit kurzem oder dünnem Fell erkennbar.
  • Schwellungen im Gesicht: Schwellungen um die Augen, Schnauze oder Lippen treten meist sehr schnell auf, nachdem Hunde einem Allergen ausgesetzt wurden.
  • Gerötete, entzündete Haut: Die Haut deines Hundes wirkt möglicherweise gerötet, geschwollen, warm und empfindlich.
  • Magen-Darm-Probleme: Erbrechen, Durchfall oder Blähungen zeigen sich häufig in Verbindung mit Hautsymptomen.
  • Niesen und Husten: Allergene in der Luft, wie Pollen, Schimmel oder Staub, können die Atemwege angreifen.
  • Tränende Augen oder Nasenausfluss: Neben Niesen oder Husten zeigt sich bei Hunden auch eine klare Flüssigkeit, die aus den Augen oder der Nase austritt.
  • Juckende Ohren: Entzündungen oder Infektionen im Gehörgang führen oft dazu, dass Hunde den Kopf schütteln oder sich vermehrt an den Ohren kratzen.
  • Haarausfall: Wiederholtes Lecken, Kauen oder Kratzen kann zu kahlen oder ausgedünnten Stellen im Fell führen.

Schwerwiegende Symptome

Ein anaphylaktischer Schock ist eine schwerwiegende allergische Reaktion und kommt einem lebensbedrohlichen Notfall gleich. Die Anzeichen treten in der Regel innerhalb von Sekunden bis Minuten auf, nachdem der Hund einem Allergen ausgesetzt war.

Dies sind die häufigsten Anzeichen eines anaphylaktischen Schocks:

  • Durchfall
  • Erbrechen
  • Übermäßiger Speichelfluss
  • Helles Zahnfleisch
  • Kalte Gliedmaßen
  • Atembeschwerden
  • Lethargie
  • Unnormale Herzfrequenz
  • Krampfanfälle
  • Koma

Bringe deinen Hund sofort zum Tierarzt, falls er eines der oben genannten Anzeichen zeigt.

Bouledogue français qui éternue sous un arbre en fleurs

iStock/Firn

Was löst allergische Reaktionen bei Hunden aus?

Substanzen, die häufig allergische Reaktionen bei Hunden auslösen, umfassen:

  • Umweltallergene: Pollen, Schimmel, Hausstaubmilben oder Gras können zu saisonalem oder ganzjährigem Juckreiz, Niesen und Hautreizungen führen. Die Reaktionen sind in der Regel leicht bis mittelschwer, können in Einzelfällen aber auch schwerwiegend ausfallen.
  • Lebensmittelallergien: Reaktionen auf bestimmte Proteine oder Inhaltsstoffe (Rindfleisch und Milchprodukte zählen zu den zwei häufigsten Lebensmittelallergenen) können Hautprobleme, Ohrenentzündungen und Magen-Darm-Störungen zur Folge haben. Schwerwiegende Reaktionen sind zwar selten, können aber lebensbedrohlich sein.
  • Flöhe: Der Speichel von Flöhen kann eine allergische Flohdermatitis auslösen, die sich in Form von extremem Juckreiz, Rötungen und Haarausfall zeigt, oft am unteren Rücken und Schwanzansatz. Die Reaktionen sind meist leicht bis mittelschwer, können aber bei ausbleibender Behandlung schwerwiegende Hautinfektionen verursachen.
  • Andere Insektenbisse und -stiche: Bisse und Stiche von Zecken, Mücken, Bienen oder Wespen haben lokalisierte Schwellungen und starken Juckreiz zur Folge. In seltenen Fällen kann ein Stich auch eine ernsthafte allergische Reaktion hervorrufen.
  • Kontaktallergene: Chemikalien in Reinigungsmitteln, bestimmte Stoffe oder Pflanzen wie Efeu können zu Rötungen, Ausschlag oder Reizungen an den Stellen der Haut führen, die mit dem Allergen in Berührung gekommen sind. Die Reaktionen sind normalerweise leicht, solange sich keine Sekundärinfektion entwickelt.
  • Medikamente und Impfstoffe: Manche Hunde reagieren auf bestimmte Medikamente oder Impfstoffe. Die Symptome reichen von leichten Schwellungen bis hin zu lebensbedrohlicher Anaphylaxie.

Behandlung von allergischen Reaktionen bei Hunden

Die optimale Behandlung einer allergischen Reaktion hängt von der Art und dem Schweregrad der Allergie ab, sagt Dr. Barrett. Dies sind die häufigsten Behandlungsansätze:

Ein Besuch beim Tierarzt

Wenn dein Hund Anzeichen einer schwerwiegenden allergischen Reaktion zeigt, solltest du ihn unmittelbar in eine Tierklinik bringen. Wenn du dir nicht sicher bist, wie ernst sein Zustand ist, rufe zunächst deinen Tierarzt oder die nächstgelegene Tierklinik an, um Hilfe zu erhalten.

Bei leichten, mittelschweren oder anhaltenden Symptomen solltest du einen Termin beim Tierarzt vereinbaren. Er untersucht deinen Hund, sieht sich seine medizinische Vorgeschichte an und empfiehlt möglicherweise Blutuntersuchungen, Abstriche oder intradermale Allergietests.

Laut Dr. Jackson werden bei diesem Vorgang weitere Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen ausgeschlossen, Auslöser identifiziert und ein individueller Behandlungsplan erstellt.

Hypoallergene Shampoos ausprobieren

Verwende sanfte, parfümfreie Shampoos für empfindliche Haut, um Allergene wie Pollen, Staub und Hautschuppen zu entfernen. So können Symptome mithilfe weniger Bäder oft eingedämmt werden, wobei du es vielleicht weiter verwenden musst, wenn dein Hund eine chronische Allergie hat.

Unter Anleitung eines Tierarztes Antihistaminika verwenden

Antihistaminika wie Diphenhydramin (Benadryl) oder Cetirizin (Zyrtec) können Juckreiz, Schwellungen und Nesselsucht mildern, indem sie Histamin blockieren, die Chemikalie, die für viele Allergiesymptome verantwortlich ist. Die meisten dieser Medikamente wirken innerhalb von ein bis zwei Stunden.

Die korrekte Dosierung und Häufigkeit hängt von der Größe und dem Gesundheitszustand des Hundes ab, weshalb du immer deinen Tierarzt um Rat bitten solltest, bevor dein Hund entsprechende Medikamente bekommt.

Beagle dog biting his itching skin on legs. Skin problem allergy reaction, mosquito bite or stress reaction concept.

iStock/Przemysław Iciak

Den Tierarzt nach Apoquel oder Cytopoint fragen

Allergiespritzen wie Cytopoint und orale Medikamente wie Apoquel können Juckreiz und Entzündungen eindämmen, indem sie auf die Immunreaktion abzielen, die allergische Symptome auslöst.

Cytopoint wird in der Regel alle vier bis acht Wochen verabreicht, Apoquel hingegen täglich eingenommen. Beide können innerhalb von Stunden oder Tagen für Erleichterung sorgen. Meist brauchen Hunde aber eine fortlaufende Behandlung, um langfristige Symptome in den Griff zu bekommen.

Gezielte Nahrungsergänzungsmittel gegen Allergien

Bestimmte Nahrungsergänzungsmittel wie Omega-3-Fettsäuren, Probiotika und Quercetin unterstützen die Gesundheit der Haut, mildern Entzündungen und stärken das Immunsystem.

Hunde bekommen diese Nahrungsergänzungsmittel meist einmal am Tag und Ergebnisse zeigen sich oft erst nach mehreren Wochen. Nahrungsergänzungsmittel eignen sich am besten im Rahmen einer langfristigen Behandlung von Allergien, nicht alleine. Sprich immer vorher mit deinem Tierarzt, bevor du deinem Hund Nahrungsergänzungsmittel gibst.

Eine Eliminationsdiät ausprobieren

Bei einer Eliminationsdiät gibst du deinem Hund bis zu 12 Wochen lang Futter mit begrenzten Inhaltsstoffen oder hydrolysiertem Protein, um herauszufinden, ob er von einer Lebensmittelallergie oder Unverträglichkeit betroffen ist. Wenn sich seine Symptome verbessern, fütterst du nach und nach wieder potenzielle Allergene, um den genauen Auslöser zu ermitteln.

Für genaue Ergebnisse solltest du eine Eliminationsdiät nur in Absprache mit deinem Tierarzt durchführen.

Immuntherapie in Betracht ziehen

Tierärzte empfehlen Immuntherapie für Hunde mit schwerwiegenden oder langwierigen Allergien. Dieser Ansatz zielt darauf ab, deinen Hund geringen Mengen des Allergens per Injektion oder oralen Tropfen auszusetzen, damit sein Immunsystem mit der Zeit immer weniger darauf reagiert.

Bis sich Ergebnisse zeigen, kann es mehrere Monate dauern. Diese Behandlung ist aber die einzige Methode, die auf die Ursache von Allergien abzielt. Immuntherapie kann für viele Hunde eine langfristige Erleichterung bringen.

Beagle sitting in grass scratching ear

iStock/kobkik

So verhindert man allergische Reaktionen bei Hunden

Es gibt natürlich nicht immer die Möglichkeit, allergische Reaktionen zu verhindern, aber mit einem allergiefreundlichen Lebensstil kannst du erfolgreich dafür sorgen, deinen Hund weniger Allergenen auszusetzen, und die Symptome in Schach halten. Am besten gehst du so vor:

  • Eine konsequente Floh- und Zeckenprävention: Monatliche orale oder topische Behandlungen sind unerlässlich, vor allem für Hunde mit Flohallergien.
  • Regelmäßige Bäder: Bade deinen Hund alle zwei bis vier Wochen mit einem hypoallergenen Shampoo, um Allergene zu entfernen und seine Haut zu beruhigen.
  • Pfoten und Fell nach dem Ausgehen abwischen: Entferne Pollen und andere Reizstoffe mit hundefreundlichen Tüchern oder einem feuchten Lappen, vor allem in der Allergiesaison.
  • Ein sauberes Zuhause: Sauge einmal pro Woche Staub, wasche sein Körbchen mit heißem Wasser und überlege, einen HEPA Luftreiniger anzuschaffen, um Staub, Hautschuppen und Schimmel einzudämmen.
  • Hundesichere Reinigungsmittel: Scharfe Chemikalien können sensibler Haut schaden. Sieh dich nach parfümfreien oder hundefreundlichen Alternativen um.
  • Eine hochwertige, ausgewogene Ernährung: Eine ausgewogene Ernährung unterstützt die Hautgesundheit und Immunfunktionen. Wenn dein Hund unter Lebensmittelallergien leidet, halte dich an sein verschriebenes Futter und meide die Allergie auslösenden Inhaltsstoffe.
  • Unterstützung durch Allergiepräparate: Fischöl und andere Nahrungsergänzungsmittel helfen beim Mildern von Entzündungen und verbessern mit der Zeit die Widerstandsfähigkeit der Haut.
  • Regelmäßige Besuche beim Tierarzt: Routinebesuche beim Tierarzt sorgen dafür, dass Allergiesymptome früh erkannt werden und der Tierarzt Behandlungspläne nach Bedarf anpassen kann.

Häufige Fragen zu allergischen Reaktionen bei Hunden

Was ist der Unterschied zwischen einer allergischen Reaktion und einem anaphylaktischen Schock?

Eine allergische Reaktion reicht von leichtem Juckreiz und Niesen bis hin zu mittelschweren Schwellungen oder Verdauungsstörungen. Ein anaphylaktischer Schock ist eine schwerwiegende, lebensbedrohliche allergische Reaktion, die schnell einsetzende Symptome wie Atembeschwerden, Kollaps, blasses Zahnfleisch oder einen plötzlichen Abfall des Blutdrucks verursacht. Bei einer Anaphylaxie ist eine sofortige Notfallversorgung erforderlich.

A dog biting and scratching at their skin from a yeast infection

iStock/malivoja

Darf ich meinem Hund bei allergischen Reaktionen Benadryl geben?

Bei korrekter Verabreichung können für Menschen gedachte Allergiemedikamente wie Benadryl auch für Hunde sicher verwendet werden, erklärt Dr. Renee Schmidt, leitender Veterinärtoxikologe bei der Pet Poison Helpline. Du solltest dies aber immer vorher mit deinem Tierarzt abklären.

Wie lange dauert die allergische Reaktion meines Hundes an?

Die Dauer der allergischen Reaktion eines Hundes hängt von der Ursache und dem Schweregrad ab. Leichte Reaktionen klingen innerhalb weniger Stunden bis hin zu ein paar Tagen wieder ab, wenn es keinen Auslöser mehr gibt oder sie behandelt wurden. Schwerwiegendere Reaktionen oder chronische Allergien sind mitunter nicht so leicht zu lösen und benötigen fortlaufende Behandlung, um die Symptome kontrollieren zu können.

Verschwindet die allergische Reaktion meines Hundes von selbst wieder?

Es kann sein, dass leichte Symptome auch ohne Behandlung wieder besser werden, allergische Reaktionen können sich aber schnell verschlimmern oder zu Komplikationen wie Hautinfektionen führen. Sprich immer mit einem Tierarzt, um die Ursache zu ermitteln und ein erneutes Auftreten oder schwerwiegendere Episoden zu verhindern.

Treten allergische Reaktionen bei Hunden häufiger auf als früher?

Untersuchungen (EN) zeigen, dass Floh- und Umweltallergien auf dem Vormarsch sind. Die Experten sind sich angesichts der genauen Ursache nicht ganz sicher, sie könnte aber mit Faktoren wie dem Klimawandel, der erhöhten Exposition gegenüber Allergenen in Innenräumen oder dem verbesserten Bewusstsein und der Diagnostik der Tierärzte zusammenhängen.

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Artikelquellen
  • Arunvikram, K., et al. (2014). Adverse drug reaction and toxicity caused by commonly used antimicrobials in canine practice. https://core.ac.uk/download/pdf/26758528.pdf
  • Barrett, S. (2024). Persönliches Interview.
  • Burns, K. (2018). Banfield: Few pets allergic to food; flea, environmental allergies rise. https://www.avma.org/javma-news/2018-07-15/banfield-few-pets-allergic-food-flea-environmental-allergies-rise
  • Jackson, K. (2024). Persönliches Interview.
  • Mueller, R.S., et al. (2016). Critically appraised topic on adverse food reactions of companion animals (2): common food allergen sources in dogs and cats. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4710035
  • Schmid, R. (2024). Persönliches Interview.
  • Tizard, I.R. (2024). Disorders involving anaphylactic reactions (type I reactions, atopy) in dogs. https://www.merckvetmanual.com/dog-owners/immune-disorders-of-dogs/disorders-involving-anaphylactic-reactions-type-i-reactions-atopy-in-dogs
  • Tizard, I.R. (2025). Hypersensitivity diseases in animals. https://www.merckvetmanual.com/immune-system/immunologic-diseases/hypersensitivity-diseases-in-animals

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