- Dieser Artikel ist kein Ersatz für eine professionelle, tierärztliche Konsultation.
Du verzehrst genüsslich einen Teller Kartoffelbrei oder knusprige Pommes Frites, während dein Hund mit großen Augen und wedelndem Schwanz daneben sitzt und auf einen Bissen hofft. Solltest du schwach werden?
Kartoffeln sind oft in handelsüblichem Hundefutter und Leckerli enthalten und daher für Hunde geeignet, das gilt aber nicht für alle Zubereitungsformen.
Hunde sollten Kartoffeln nur in Maßen fressen, wenn diese gekocht und ungewürzt sind, empfiehlt Dr. Bethany Hsia, Tierärztin und Mitbegründerin von CodaPet.
Darauf solltest du achten, wenn du deinem Hund etwas von deinen Kartoffeln abgeben möchtest.
So kannst du deinem Hund sicher Kartoffeln geben
Wenn du deinen Hund mit Kartoffeln füttern möchtest, erfährst du hier, wie das sicher geschehen kann:
Achte darauf, dass dein Hund dazu geeignet ist
Kartoffeln haben einen hohen glykämischen Index, weshalb sie für Hunde mit Diabetes oder Übergewicht nicht gut geeignet sind, so Dr. Antje Joslin, Tierärztin bei Dogtopia.
Wenn dein Hund gesundheitliche Probleme hat, sprich mit deinem Tierarzt, bevor du deinem Hund Kartoffeln anbietest.

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Dr. Hsia fügt hinzu, dass auch bei gesunden Hunden Kartoffeln nur als gelegentlicher Snack verfüttert werden sollten, nicht als Grundnahrungsmittel. „Eine allgemeine Richtlinie besagt, dass Leckerlis, darunter Kartoffeln, nicht mehr als 10 % der täglichen Kalorienaufnahme eines Hundes ausmachen sollten,“ erklärt sie.
Wähle Kartoffeln in sicherer Form
Halte dich an kleine Portionen
Wenn du deinem Hund Kartoffeln gibst, halte dich an die folgenden Maßgaben:
- Mini-Hunde (5-9 Kilogramm): 1 Teelöffel am Tag
- Kleine Hunde (9,5-13,5 Kilogramm): 1-2 Teelöffel am Tag
- Mittelgroße Hunde (14-22 Kilogramm): 2-3 Teelöffel am Tag
- Große Hunde (23-40 Kilogramm): 1-2 Esslöffel am Tag
- Sehr große Hunde (ab 40 Kilogramm): 3-4 Esslöffel am Tag
Zerstampfe die Kartoffel immer oder schneide sie der Größe deines Hundes entsprechend in kleine Stücke, damit er nicht daran erstickt.
Achte auf Anzeichen von Unverträglichkeiten
Wenn du deinem Hund vorher noch nie eine Kartoffel gegeben hast, achte auf Reaktionen wie Erbrechen, Blähungen oder Durchfall. Daran erkennst du, dass dein Hund Kartoffeln nicht gut verträgt.
Wenn es deinem Hund nicht gut zu gehen scheint, wende dich an deinen Tierarzt oder eine Notfallklinik, um Hilfe zu bekommen.

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Gesundheitliche Risiken von Kartoffeln für Hunde
Ungewürzte, gekochte Kartoffeln eignen sich gut als gelegentlicher Snack, doch nicht alle Formen sind für Hunde verträglich.
Laut Dr. Hsia solltest du es vermeiden, deinem Hund folgende zu geben:
- Rohe Kartoffeln
- Grüne Kartoffeln
- Frittierte Kartoffeln
- Kartoffelbrei mit Butter, Knoblauch, Zwiebel oder Milch
- Gewürzte Kartoffeln
- Kartoffelchips
- Pommes Frites
- Kartoffelschale
- Alle Zubereitungsformen mit Knoblauch oder Zwiebel (roh oder getrocknet)
In dieser Form können Kartoffeln zum gesundheitlichen Risiko werden, zum Beispiel so:
- Erstickungsgefahr: Große Kartoffelstücken oder harte Schale kann in der Kehle des Hundes steckenbleiben, vor allem bei kleineren Rassen oder wenn der Hund zum Schlingen neigt.
- Solanin-Giftgehalt: Rohe oder grüne Kartoffeln enthalten Solanin, ein natürliches Gift, das ernsthafte Magen-Darm-Beschwerden, Lethargie, Schwäche und Verwirrung zur Folge haben kann. Die höchste Konzentration von Solanin befindet sich in und direkt unterhalb der Schale. Solanin führt bei Hunden zwar nur selten zu Vergiftungen, da sie eine große Menge davon fressen müssten, um krank zu werden, trotzdem gibt man Hunden am besten keine rohen Kartoffeln.
- Salzvergiftung: Kartoffeln, die mit viel Salz zubereitet werden, können zu erhöhtem Durst, Dehydrierung und in schwerwiegenden Fällen zu Vergiftung führen.
- Verdauungsbeschwerden: Reichhaltig oder fettig zubereitete Kartoffeln, wie Pommes Frites oder Kartoffelbrei mit Butter, können Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall bei Hunden zur Folge haben, vor allem bei Kandidaten mit empfindlichem Magen.
- Fettleibigkeit: Frittierte oder mit Sahne und Butter zubereitete Kartoffeln haben einen hohen Fett- und Kaloriengehalt, was zu Gewichtszunahme führen und das Risiko von Krankheiten in Verbindung mit Fettleibigkeit steigern kann. Selbst einfach zubereitete Kartoffeln enthalten möglicherweise zu viele Kalorien, um sie deinem Hund zu oft oder in großen Mengen zu geben.

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Können Kartoffeln DKM verursachen?
Manche Hundebesitzer vermuten eine mögliche Verbindung zwischen Kartoffeln im Hundefutter und dilatativer Kardiomyopathie (DKM). Diese Annahme stammt aus Berichten, dass getreidefreies Hundefutter, das oftmals Kartoffeln oder Gemüse als Füllstoff enthält, bei bestimmten Hunden mit DKM in Verbindung gebracht werden könnte.
Laut Dr. Joslin ist die genaue Verbindung zwischen getreidefreier Hundenahrung und DKM bei Hunden aber unbekannt. Wenn in deinem Hundefutter besonders viel Kartoffel enthalten ist und du dir Sorgen über DKM machst, empfiehlt Dr. Joslin ein Gespräch mit deinem Tierarzt, um mehr darüber zu erfahren.
Und wie sieht es mit Süßkartoffeln aus?
Hunde dürfen Süßkartoffeln fressen, solange diese vollständig gegart und ungewürzt verfüttert werden. Genau wie gewöhnliche Kartoffeln sind Süßkartoffeln in vielen im Handel erhältlichen Hundefuttersorten und Leckerlis enthalten.
Dr. Joslin ist der Meinung, Süßkartoffeln wären für Hunde gesünder als weiße Kartoffeln, da sie mehr Ballaststoffe enthalten, einen geringeren glykämischen Index haben und zusätzlich Vitamin A als Vorteil bieten.
Allerdings sollten auch Süßkartoffeln nur einen gelegentlichen Snack darstellen, wenn dein Tierarzt seine Zustimmung gegeben hat.


