- Dieser Artikel ist kein Ersatz für eine professionelle, tierärztliche Konsultation.
Du möchtest dir gerade einen köstlichen Snack genehmigen, da fällt dir auf, dass dein Hund dich mit herzzerreißendem Blick ansieht und sich die Schnauze leckt. So schwer es auch sein kann, ihm in diesem Moment nichts abzugeben, denke immer daran, dass es Lebensmittel gibt, die für Hunde giftig sind.
„Wenn etwas für Hunde als giftig gilt, bedeutet das im Grunde, dass der Konsum der entsprechenden Substanz negative Auswirkungen haben kann,“ erklärt Dr. Renee Schmid, DVM, leitender Veterinärtoxikologe bei der Pet Poison Helpline. „Es gibt verschiedene Schweregrade, wobei manche giftigen Stoffe nur für Magenbeschwerden sorgen, während andere zum Tod führen können.“
Wir haben eine übersichtliche Liste der giftigsten Lebensmittel für Hunde zusammengestellt. Wenn du dir nicht sicher bist, ob deinem Hund etwas schaden könnte, solltest du am besten Vorsicht walten lassen und es ihm nicht geben. Wenn dein Hund etwas Giftiges gefressen hat, bringe ihn direkt zum Tierarzt.
1. Xylit
Alle Hundebesitzer sollten sich der Gefahr von Xylit bewusst sein. Dieser natürliche, zuckerfreie Süßstoff ist in vielen Snacks mit Gelatine, Erdnussbutter, zuckerfreiem Kaugummi und Süßigkeiten zu finden. Viele „zuckerfreie“ Produkte enthalten Xylit, da dies gerne verwendet wird, um Zucker zu ersetzen.
Es reicht schon, eine kleine Dosis Xylit zu verdauen, um tödliche Folgen hervorzurufen. Es droht die Gefahr von akutem Leberversagen und gefährlich niedrigen Blutzuckerwerten.
Dies sind alternative Bezeichnungen für Xylit, auf die du achten solltest:
- Xylit
- Birkenzucker, E967
- Meso-Xylit/Méso-Xylit
- Sucre de Bouleau
- Xylitol/Xilitol/Xilit
- Xylo-Pentan-1,2,3,4,5-Pentol
- Holzzucker
- Birkenrindenextrakt

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2. Bonbons, Schokolade & Kaugummi
Du solltest auf jeden Fall vermeiden, deinem Hund Süßigkeiten in jeglicher Form zu geben, insbesondere keine Schokolade oder Kaugummi.
Schokolade enthält Koffein und Theobromin, deren Verzehr für Hunde äußerst gefährlich sein kann. Selbst weiße Schokolade kann ein Problem darstellen. Außerdem enthalten zuckerfreie Bonbon- und Kaugummivarianten den gefährlichen chemischen Stoff Xylit und sollten unbedingt gemieden werden.
Nicht zuletzt kann auch der hohe Zuckeranteil normaler Süßigkeiten problematisch für Hunde sein, da sie für Magenbeschwerden sorgen, indem das natürliche Biom des Hundemagens (EN) gestört wird.
3. Trauben & Rosinen
Trauben und Rosinen sind ebenfalls extrem giftig für Hunde und sollten vermieden werden. Veterinärexperten vermuten, dass eine Zusammensetzung in Trauben und Rosinen, die man als Weinsäure kennt, sich in den Nieren von Hunden absetzt und dort für eine toxische Reaktion sorgt, die Nierenversagen zur Folge haben kann.
Alle Traubenprodukte gelten für Hunde als giftig und sollten von ihnen ferngehalten werden. Dazu gehören:
- Trauben
- Rosinen
- Sultaninen
- Johannisbeeren
- Traubensaft
- Studentenfutter mit Rosinen
- Kekse und Riegel mit Rosinenpaste
- Brot und andere Backwaren, die Rosinensaft enthalten
Der Verzehr von Trauben und Rosinen kann Erbrechen, Durchfall und Nierenerkrankungen zur Folge haben.
Dr. Schmid ist allerdings der Meinung, dass nicht alle Hunde gleich auf Trauben und Rosinen reagieren. Die toxische Menge kann je nach Hund variieren.
4. Knoblauch, Zwiebeln & Zwiebelvariationen
Gemüse, das zur Familie der Alliumgewächse gehört, ist für Hunde giftig. Dazu gehören:
- Knoblauch
- Zwiebeln
- Lauch
- Schnittlauch
Diese spezifischen Gemüsesorten gelten als besonders gefährliche Lebensmittel für Hunde, da sie rote Blutkörperchen schädigen oder zerstören können. Das hat Anämie, eine erhöhte Herzfrequenz, Erbrechen und anderes zur Folge.

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5. Pilze
Genau wie bei uns Menschen gibt es Pilzsorten, die auch für Hunde unbedenklich sind, während andere tödliche Folgen haben. Herauszufinden, welche Pilze zu welcher Kategorie gehören, kann knifflig sein, weshalb du sie allgemein meiden solltest, wenn du kein versierter Pilzsammler bist.
Es ist zu empfehlen, erst einmal anzunehmen, dass alle wilden Pilze giftig sind, und deinen Hund keinen davon fressen zu lassen. Der Grüne Knollenblätterpilz beispielsweise kommt bei uns häufig vor und ist für Hunde extrem giftig.
6. Nüsse
Generell sollten Nüsse vermieden werden. Genau wie bei Pilzen gibt es mehrere Nusssorten, die Hunde besser nicht fressen sollten.
Die Nüsse, die Hunde unbedenklich fressen könnten, zum Beispiel Mandeln und Pistazien, können mitunter zu Verstopfungen im Verdauungssystem führen. Außerdem kann der hohe Fettgehalt von Nüssen Verdauungsstörungen und sogar Entzündungen an der Bauchspeicheldrüse zur Folge haben. Dies sind andere Nüsse, die für Hunde gefährlich sind:
- Macadamianüsse
- Walnüsse
- Pekannüsse
7. Alkohol-/Ethanolprodukte & Hopfen
Die meisten Hundebesitzer wissen, dass sie ihrem Tier keinen Alkohol geben sollten. Allerdings kann es auch versehentlich zu Alkoholvergiftungen bei Hunden kommen. Die Folgen einer Alkoholvergiftung können zu einer akuten Senkung des Blutzuckerspiegels, des Blutdrucks und sogar der Körpertemperatur führen. In schwerwiegenden Fällen erleiden Hunde Krampfanfälle und Atemstillstand.
Es kann passieren, dass Hunde verschüttete Getränke auflecken oder sogar direkt aus einem Glas trinken! Bei diesen Alkoholprodukten sollte man also besonders vorsichtig sein:
- Bier
- Hopfen
- Wein
- Wodka
8. Kaffee & Koffein
Viele von uns brauchen erst einmal eine Tasse Kaffee, um morgens in Schwung zu kommen, das gilt aber definitiv nicht für Hunde! Koffein, der Hauptbestandteil von Kaffee, kann für Hunde gefährlich sein.
Koffein ist in vielen Lebensmitteln enthalten, darunter Kaffee, Tee, Energydrinks manche kohlensäurehaltigen Getränke und Limonade. Bei ein paar Tropfen von verschüttetem Tee oder Kaffee muss nicht gleich eine Vergiftung die Folge sein, anders jedoch beim Verzehr von Kaffeesatz, Teebeuteln oder Kaffeebohnen.
Zu den Symptomen einer Koffeinvergiftung gehören Hyperaktivität, Erbrechen und Zittern. In schwerwiegenden Fällen kann der Verzehr von Koffein Krampfanfälle verursachen und sogar tödlich ausgehen.
9. Roher Brotteig & Hefe
So köstlich der Geruch von frischgebackenem Brot auch sein mag, roher Brotteig und Hefe sind für Hunde gefährlich. Nach dem Verzehr setzt Brotteig viel Kohlendioxid frei, das zu Blähungen und Verdrehungen im Hundemagen führen kann.
Wenn es ganz schlimm kommt, kann der Verzehr von Brotteig eine erhöhte Herzfrequenz, Kollaps und den Tod zur Folge haben.
Die Hefe im Brotteig sorgt letztendlich dafür, dass der darin enthaltene Zucker gärt (EN) und Alkohol freigesetzt wird. Auch dies kann in Folge zu einer Alkoholvergiftung führen.
10. Avocado
Hunde dürfen eine geringe Menge Avocadofleisch fressen, doch die Kerne, die Schale und Blätter sind für Hunde extrem giftig. Der Grund dafür ist, dass Avocados Persin enthalten, ein fungizides Toxin.
Außerdem hält man Hunde besser von Avocados fern, damit sie den Kern nicht fressen. Wenn der Avocadokern verschluckt wird, können Verstopfungen im Verdauungssystem des Hundes entstehen, die im schlimmsten Fall tödlich ausgehen.
11. Rhabarberblätter
Die Stiele des Rhabarbers dürfen von Hunden problemlos gefressen werden, anders sieht es aber bei Rhabarberblättern aus. Rhabarber enthält lösliche Oxalatkristalle, die sich mit dem Calcium im Körper verbinden und zu einem Abfall des Calciumspiegels führen können.
Alle Bestandteile des Rhabarbers enthalten lösliche Oxalatkristalle, besonders hoch ist die Konzentration aber in den Blättern.

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12. Fleischknochen
Das Risiko des Verfütterns von Fleischknochen hängt davon ab, ob der Knochen gekocht oder roh ist und von welchem Tier er stammt.
Kocht man Knochen, weicht ihre Struktur auf, so dass sie splittern und somit den Verdauungstrakt von Hunden nachhaltig schädigen können. Es ist nicht zu empfehlen, Hunden gekochte Tierknochen zu geben.
Rohe Knochen können hingegen sehr gut für die Zahngesundheit sein, aber nur wenn sie von bestimmten Tieren kommen. Bedenke bitte auch, dass rohe Knochen Salmonellen und andere Infektionskrankheiten auf deinen Hund übertragen können und dass insbesondere große oder abgerundete Knochen zu Zahnverletzungen führen könnten.
Rohe Knochen sollten Hunden nur unter Aufsicht gegeben werden, da selbst rohe Knochen – auch wenn die Wahrscheinlichkeit gering ist – splittern können.
Gib deinem Hund nur rohe Knochen von großen Tieren wie Rindern, Schafen oder Schweinen. Die Knochen kleiner Tiere wie Hühner und Kaninchen sollten vollständig gemieden werden.
13. Salz & Salzige Snacks
Salz kann giftig für Hunde sein und sollte außerhalb ihrer Reichweite aufbewahrt werden. Wenn ein Hund zu viel Salz zu sich nimmt, kann dies eine Salzvergiftung zur Folge haben, die zu Durchfall, Lethargie und Koordinationsstörungen führt. In schwerwiegenden Fällen sind Zittern, Krampfanfälle und sogar der Tod die Folge.
Salz ist in unzähligen Haushaltsprodukten enthalten, darunter Tafelsalz, Tausalz und Knete. Achte darauf, diese Produkte außer Reichweite deines Hundes zu lagern.
Am besten vermeidest du es auch, deinem Hund salzige Snacks zu geben. Behalte Pommes und Popcorn für dich und gib deinem Hund stattdessen ungesalzene Süßkartoffelsnacks.
14. Tomatenblätter & Stiele
Hunde dürfen das Fruchtfleisch von Tomaten fressen, wenn diese rot und reif sind, aber bitte nur in geringen Mengen. Die reife Frucht ist zwar nicht giftig, aber säurehaltig, was zu Magenbeschwerden führen kann.
Unreife, grüne Tomaten sowie die Blätter und Stiele von Tomaten sind für Hunde giftig. Diese Bestandteile der Tomate enthalten das Toxin Solanin, dessen Verzehr für Hunde gefährlich ist.
15. Kartoffelblätter & Stiele
Genau wie bei Tomaten ist auch in Kartoffeln das Toxin Solanin enthalten. Die Blätter, Stiele, Sprossen und grünen Teile der Kartoffeln weisen die höchste Konzentration des Toxins auf, weshalb sie deinem Hund niemals zum Fressen gegeben werden sollten.
Die Kartoffel an sich ist bei vielen Hunden beliebt, aber nur im garen Zustand. Der Solaningehalt nimmt beim Kochen der Kartoffel ab, weshalb es in Ordnung ist, wenn sie danach von deinem Hund gefressen wird.
Süßkartoffeln hingegen enthalten kein Solanin, weshalb sie eine tolle Alternative zu Kartoffelsnacks sind.
16. Aprikosen-, Pfirsich- & Kirschkerne
Verschiedene Prunusarten enthalten Amygdalin, ein Toxin, das eine Zyanidvergiftung verursachen kann.
Die folgenden Früchte gehören zu den geläufigsten dieser Art:
- Aprikosen
- Peaches
- Kirschen
Wenn die Kerne dieser Früchte zerkaut oder zerkleinert werden, kann das Zyanid in den Blutkreislauf gelangen. Werden die Kerne am Stück verschluckt, verstopfen sie womöglich den Verdauungstrakt des Hundes.
Hunde dürfen das Fleisch dieser Früchte als leckeren Snack fressen, aber nie mit Kernen, Stielen und Blättern.

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17. Apfelkerne
Äpfel sind köstliche, gesunde Snacks für Hunde, die darin enthaltenen Kerne und Gehäuse enthalten aber ebenfalls das Toxin Amygdalin.
Es müssen schon große Mengen an Apfelkernen zerkaut und verzehrt werden, bevor es zu einer Vergiftung kommt. Wenn dein Hund also ein oder zwei Kerne verschluckt, musst du dir noch keine Sorgen machen.
Allgemein ist es aber zu empfehlen, deinem Hund keine Apfelkerne und Gehäuse zu geben, da dadurch seine Verdauung gestört werden kann.
Was solltest du tun, wenn dein Hund giftige Lebensmittel frisst?
Dr. Schmid empfiehlt, deinen Tierarzt oder die Gifthotline für Haustiere anzurufen, um dir Hilfe zu holen und herauszufinden, ob der Verzehr ausreicht, um Probleme bei deinem Tier zu verursachen.
Vor allem ist es wichtig, so Dr. Schmid, dass Tierbesitzer nicht versuchen, Zuhause mit einer Behandlung zu beginnen. So gut das auch gemeint sein mag, richtet man damit möglicherweise noch Schlimmeres in Bezug auf die Gesundheit des Hundes an.


