- Dieser Artikel ist kein Ersatz für eine professionelle, tierärztliche Konsultation.
Putenfleisch gilt unter Menschen als beliebte, magere Proteinquelle, vor allem zur Winterzeit. Diese Köstlichkeit kannst du auch wunderbar mit deinem Hund teilen! Tierärzten zufolge dürfen Hunde Putenfleisch fressen, wenn es in Maßen und ohne Zusatzstoffe im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung verfüttert wird.
Ungewürzte, gekochte Pute kann ein gesunder Snack für Hunde sein, sagt Dr. Sarah Cortright, Tierärztin und medizinische Leitung beim Underdog Community Project. Wichtig ist nur, die Knochen und Haut aus Sicherheitsgründen zu entfernen.
Erfahre mehr über die Vorteile von Putenfleisch, die empfohlene Menge und wie du diesen Snack sicher an deinen Hund verfütterst.
Gesundheitliche Vorteile von Pute für Hunde
Putenfleisch ist als Bestandteil in vielen handelsüblichen Hundefuttersorten zu finden.
Es hat weniger Fett als Rind oder Lamm und versorgt Hunde mit verschiedenen wichtigen Nährstoffen wie Aminosäuren, Protein, B-Vitaminen und Mineralstoffen wie Zink und Selen. Dadurch entwickeln sich gesunde Muskeln beim Hund, es liefert Energie und fördert ein gesundes Immunsystem.
Einfach gegarte Pute ohne Knochen und Haut kann auch einen gesunden Snack oder Zugabe fürs Hundefutter darstellen. Allerdings ist laut Dr. Cortright die beste Variante, Hunden diese Vorteile in Form von handelsüblichem Hundefutter mit der Kennzeichnung „vollständig und ausgewogen“ nach AAFCO-Standard zu verabreichen. Ein solches Futter wurde entsprechend formuliert, um die richtige Balance aus Proteinen, Fetten, Kohlenhydraten, Vitaminen und Mineralstoffen zu bieten.

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Wie viel Pute darf mein Hund fressen?
Dr. Cortright empfiehlt, Putenfleisch nur als Snack neben dem regulären Futter deines Hundes zu verfüttern.
Frische Pute, also Putenfleisch, das nicht im Futter deines Hundes enthalten ist, sollte nur 10 bis 15 % der Kalorienaufnahme deines Hundes am Tag ausmachen.
In der folgenden Tabelle hat Dr. Cortright die empfohlenen Portionsgrößen für einfache, gekochte, gehäutete Pute zusammengefasst.
Wenn du das Fleisch zum Futter dazu gibst, kannst du die Futterportion leicht reduzieren, damit du deinen Hund nicht überfütterst. Am besten bekommt er Pute nur gelegentlich als Leckerli.
| Größe des Hundes | Als Leckerli | Zugabe zum Futter |
| Klein (unter 9 Kilogramm) | 1-2 schmale Streifen oder getrocknete Stücke | 28-56 Gramm (etwa 2-3 Esslöffel) |
| Mittelgroß (9-22 Kilogramm) | 2-3 schmale Streifen | 56-85 Gramm (etwa ¼–⅓ Tasse) |
| Groß (ab 22 Kilogramm) | 3-4 schmale Streifen | 85-113 Gramm (etwa ½ Tasse) |
Welche Teile der Pute können Hunde sicher fressen?
Gekochtes, gebackenes oder gebratenes Putenfleisch ist für Hunde ungefährlich, wenn er vollständig gegart und ungewürzt ist, ohne zusätzliche Fette, Butter oder Kräuter, erklärt Dr. Nita Vasudevan, Tierärztin bei der Embrace Pet Insurance.
Auch getrocknete Pute kann in Ordnung sein, wenn sie speziell für Hunde zubereitet wurde und kein zusätzliches Salz, Knoblauch oder Zwiebelpulver enthält. Am besten meidet man zum menschlichen Verzehr gedachte Pute. Diese Produkte enthalten meist sehr viel Natrium und sind gewürzt, was für Hunde gefährlich werden kann.

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Sichere Teile der Pute
Hunde dürfen sowohl das helle als auch das dunkle Fleisch der Pute fressen, wenn das Fleisch zuerst gegart und nicht gewürzt wurde, erklärt Dr. Vasudevan.
Mageres weißes Fleisch ist besonders gut für Hunde geeignet, die zu Fettleibigkeit oder Pankreatitis neigen. Die meisten Hunde dürfen aber auch ein wenig dunkles Fleisch bekommen, auch wenn es etwas mehr Fett enthält.
Unsichere Teile der Pute
Laut Dr. Vasudevan sollten bestimmte Teile der Pute niemals an Hunde verfüttert werden, darunter:
- Knochen: Vor allem gekochte Knochen können splittern und zu Ersticken oder inneren Verletzungen führen.
- Haut und Fettschichten: Diese Teile der Pute enthalten mehr Fett und können daher Pankreatitis zur Folge haben.
- Gewürztes oder gefülltes Fleisch: Gewürztes Fleisch enthält womöglich Zwiebeln, Knoblauch, Butter und Salz, die allesamt schädlich für Hunde sein können.
- Rohes Fleisch: Rohe Pute stellt mitunter ein Risiko bakterieller Infektionen dar.
- Putenaufschnitt: Während Aufschnitt nicht grundsätzlich gefährlich ist, hat er doch einen hohen Anteil an Natrium und Konservierungsstoffen, die nicht gut für Hunde sind.

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Sicherheitsvorkehrungen beim Füttern von Pute
Dr. Vasudevan hat ein paar Tipps, an die man denken sollte, wenn man seinem Hund Putenfleisch gibt:
- Knochen von der Pute entfernen und direkt wegwerfen. Vermeide es, deinem Hund rohe oder gekochte Knochen zu geben.
- Putenfleisch immer gut durchgaren, um gefährliche Bakterien abzutöten.
- Haut und Fett abschneiden, bevor du deinem Hund Pute gibst.
- Halte dich an unbehandeltes Fleisch und vermeide es, deinem Hund Pute mit Gewürzen und Kräutern, Füllung oder Sauce zu geben.
Auf Gesundheitsprobleme achten
Manche Hunde vertragen Putenfleisch nicht so gut, selbst wenn man alle Sicherheitsmaßnahmen beachtet.
Dr. Vasudevan empfiehlt, vor allem auf Anzeichen von Magen-Darm-Beschwerden zu achten, die wenige Stunden nach dem Verfüttern von Pute auftreten können. Zu diesen Anzeichen können folgende gehören:
Schwerwiegendere Probleme wie Pankreatitis, Knochenverstopfung und Vergiftungen können ebenfalls auftreten, wenn dein Hund die falschen Teile der Pute gefressen hat. Es kann sein, dass sich solche Probleme erst im Laufe von ein paar Tagen zeigen. Zu den Symptomen gehören Lethargie, blasses Zahnfleisch oder Veränderungen am Urinieren oder Stuhlgang.
Wenn dir ungewöhnliche Veränderungen am Verhalten deines Hundes oder bestimmte Symptome auffallen, ruf direkt den Tierarzt an. Bei Hunden mit Erkrankungen wie Pankreatitis oder Lebensmittelunverträglichkeiten solltest du komplett auf das Füttern von Pute verzichten.
Andere weihnachtliche Snacks für Hunde
Es gibt aber einige andere für die Feiertage typische Snacks, die du deinem Hund durchaus geben darfst.
Zum Beispiel können Hunde problemlos Kürbis und grüne Bohnen fressen, wenn du diese ungewürzt, ohne Zucker, Butter oder Kräuter verfütterst. Einfaches Brot in geringen Mengen ist auch in Ordnung, es bietet allerdings nicht viel Nährwerte.
Pekannüsse solltest du besser meiden. Hunde haben Schwierigkeiten damit, Pekannüsse zu verdauen. Eine große Menge dieses Snacks kann also gesundheitliche Probleme beim Hund hervorrufen.
Anstatt deinem Hund Essensreste oder einen Teller mit gewürztem Essen zu geben, leg ihm doch einfach ein paar sichere Leckereien wie ungewürzte Pute, Kürbis oder grüne Bohnen zur Seite. Natürlich sollten diese Portionen klein ausfallen und nicht mehr als 10 % seiner täglichen Kalorienaufnahme ausmachen.


