- Dieser Artikel ist kein Ersatz für eine professionelle, tierärztliche Konsultation.
„Platz“ ist eines der ersten Kommandos, die du deinem Hund beibringen kannst. Hunde aller Altersstufen können diesen Befehl erlernen. Dafür gibt es fünf verschiedene Methoden.
Die meisten Hunde lernen in ihren ersten Trainingsstunden, sich hinzulegen, in der Regel als Welpen oder heranwachsende Hunde. Allerdings brauchen sie ein wenig Nachhilfe, damit sich dieses Verhalten festigt. Das kann von zwei Wochen bis hin zu einem Monat dauern, um zuverlässig zu funktionieren.
Profi-Tipp: „Platz“ ist eines der am einfachsten zu erlernenden Kommandos für Hunde, aber es noch lange nicht das einzige, das dein Hund kennen sollte! Wende dich an einen Hundetrainer in deiner Gegend, um an den Manieren deines Hundes zu feilen.
So bringst du deinem Hund bei, sich aus dem Stand hinzulegen
Bevor es losgeht: Achte darauf, dass dein Hund in der richtigen Stimmung ist, um Zuhause zu trainieren, oder Lust auf Leckerlis hat. Wenn du deinem Hund in mehreren Schritten beibringen möchtest, sich hinzulegen, nimm einen Klicker zur Hilfe. Ein Klicker senkt das Risiko menschlicher Fehler und sorgt dafür, dass dein Hund den gewünschten Befehl versteht.

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Achte darauf, dass die Einheit nur kurz ausfällt, höchstens zehn Minuten am Stück – so bleibt das Interesse deines Hundes erhalten. Wenn du mehrmals am Tag mit deinem Hund trainierst, begrenze die Länge der Einheit auf fünf Minuten.
So bringst du einem Hund bei, sich aus dem Stand hinzulegen:
- Halte deinem Hund ein Leckerli vor die Nase.
- Bewege das Leckerli langsam Richtung Boden und achte darauf, dass dein Hund ihm mit der Nase folgt.
- Halte das Leckerli unten, bis sein Bauch den Boden berührt.
- Wenn sein Bauch den Boden berührt, betätigst du den Klicker und gibst ihm ein Leckerli.
- Gib ihm ein paar (3-4) weitere Leckerlis in kurzer Zeit, damit er auf dem Boden liegen bleibt.
Diese schnelle Belohnung sorgt dafür, dass dein Hund nicht aus Aufregung oder Verwirrung wieder aufspringt. Wenn er sich an die schnelle Belohnung gewöhnt, wartet er auf weitere Leckerlis und bleibt wahrscheinlich länger in der „Platz“-Position.
Übe diese Schritte mehrmals, bevor du ein verbales Signal hinzufügst. Wenn sich dein Hund in die gewünschte Position begibt, sagst du „Platz“, damit er lernt, sein Verhalten mit dem Befehl zu verbinden.

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So bringst du deinem Hund bei, sich aus dem Sitzen hinzulegen
Du musst deinem Hund nicht unbedingt zuerst „Sitz“ beibringen, aber es kann helfen, ihm neue Befehle in verschiedenen Schritten zu zeigen.
So bringst du deinem Hund bei, sich aus einem „Sitz“ heraus hinzulegen:
- Lass deinen Hund sitzen (oder warte, bis er sich selber hinsetzt).
- Nimm ein Leckerli in die Hand und halte es vor die Nase deines Hundes.
- Bewege deine Hand langsam in Richtung Boden und zwischen die Beine deines Hundes, damit er sich zurücklehnen und hinlegen muss.
- Wenn der Bauch deines Hundes den Boden berührt, betätigst du den Klicker und gibst ihm ein Leckerli.
- Gib ihm schnell ein paar Leckerlis, damit er liegen bleibt und noch mehr Positives mit dieser Position verbindet.
- Löse das Kommando mit „Los“ auf und wirf ein Leckerli ein Stück weg. Wenn dein Hund zu dir zurück kommt, nachdem er das Leckerli gefressen hat, will er wahrscheinlich mit dem Training weitermachen!
Wichtig: Es gibt Experten, die das Hinlegen aus der sitzenden Position nicht empfehlen, vor allem bei aufgeregten Hunden. Wenn dein Hund den neuen Befehl schnell erlernt, führt er die Bewegungen des Sitz-Platz-Sitz Musters vielleicht zu schnell aus, anstatt vernünftig „Platz“ zu machen. Probiere diese Methode aus, wenn dein Hund sich hinlegt und dieses Verhalten kennt, aber vermeide es, deinen Hund immer erst „Sitz“ machen zu lassen.
So bringst du deinem Hund bei, sich aus der Verbeugung hinzulegen
Eine verbeugende Position, auch „Play Bow“ genannt, ist für Hunde eine ganz natürliche Haltung. Sie signalisiert anderen Hunden, dass er gerne Aufmerksamkeit hätte und spielen möchte. Wenn dein Hund diese Position freiwillig einnimmt, kannst du sie nutzen, um ihm „Platz“ beizubringen. Und so gehts:
- Nimm ein leckerli und bewege es zwischen die Vorderpfoten deines Hundes.
- Halte das Leckerli auf dem Boden, während dein Hund seinen Po in die Luft streckt.
- Halte das Leckerli still, bis dein Hund sich komplett auf den Boden gelegt hat. Lobe ihn direkt und gib ihm Leckerlis.
- Wiederhole diese Übung, bis dein Hund sich ohne Verbeugung hinlegt. Markiere das Verhalten mit einem Klick und Leckerli.
- Löse die Übung auf, indem du das Leckerli weg von dir wirfst.
- Wiederhole die obigen Schritte, bis dein Hund sich ganz selbstständig hinlegt. Jetzt bist du bereit für den verbalen Befehl!

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So bestärkst du ein natürliches Hinlegen
So bestärkst du ein „Platz“ aus dem Verhalten deines Hundes heraus:
- Warte darauf, dass sich dein Hund von selber hinlegt.
- Klicke, sobald er dies tut, und gib ihm ein Leckerli.
- Wenn er aufsteht und dir folgt, ignorierst du ihn.
- Wiederhole das Klicken und Leckerli jedes Mal, wenn er sich wieder selbstständig hinlegt.
- Wenn dein Hund reagiert, während er dich beobachtet, kannst du ein Handsignal und dann einen verbalen Befehl hinzufügen.
Denke daran, dass diese Methode etwas zeitintensiver ist, weil das Timing stimmen muss!
Ein natürliches Hinlegen kannst du auch bestärken, wenn du die Verhaltensmuster deines Hundes gut kennst. Manche Hunde strecken sich ausgiebig, bevor sie sich hinlegen und dann wieder aufstehen.
Wenn dein Hund sich so verhält, kannst du das „Platz“ durch Klicken bestärken und ihm direkt ein Leckerli geben, damit er die Position hält. Du kannst auch „Platz“ sagen, wenn er sich hinlegt, und ihm danach ein Leckerli geben.
So bringst du ihm Platz mit deinem Körper oder Stuhl bei
Du kannst deinem Hund auch beibringen, sich mit einer Hilfe hinzulegen, zum Beispiel deinem Körper oder einem Stuhl. Der Stuhl muss so niedrig sein, dass sich dein Hund ducken muss, um darunter zu kommen. Bei kleineren Hunden kannst du auch auf dem Boden sitzen und die Knie anwinkeln, damit sie darunter passen.
Das solltest du tun:
- Stelle einen Stuhl zwischen dich und deinen Hund oder lass deinen Hund sich auf einer Seite deiner Knie hinsetzen.
- Nimm ein Leckerli, um deinen Hund anzulocken, und halte es dabei niedrig über den Boden.
- Bewege dich sehr langsam, halte bei Bedarf in der Mitte des Stuhls oder deiner Knie an.
- Wenn dein Hund sich auf den Bauch legt, lobe ihn und gib ihm ein Leckerli. Das muss schnell erfolgen, damit er nicht glaubt, das Leckerli als Belohnung für das Krabbeln zu bekommen.
- Wiederhole die Schritte und entferne das Hilfsmittel irgendwann, wenn er verstanden hat, was zu tun ist.

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So bringst du ihm verbale und visuelle Befehle bei
Experten empfehlen, verbale und visuelle Befehle nicht zur gleichen Zeit beizubringen. Dein Hund glaubt sonst vielleicht, dass beide nötig sind, um den Befehl auszuführen.
Konzentriere dich beim Training lieber auf einen Hinweis und dessen Festigung (Stärkung der Verbindung), bevor du einen weiteren einführst. Wenn dein Befehl „Platz“ lautet, sage dies immer dann, wenn sich dein Hund in die gewünschte Position begibt. Das Wort sollte ausgesprochen sein, bevor der Bauch deines Hundes den Boden berührt, damit du noch genug Zeit zum Markieren und Belohnen hast, bevor der Hund die Bewegung ausgeführt hat.
Du solltest anfangen, Handzeichen oder visuelle Befehle zu geben, wenn du die Leckerlis weglässt. Das Handzeichen für „Platz“ ist meist das Deuten auf den Boden mit dem Finger oder der ganzen Hand, wobei die Handfläche nach unten zeigt.
Beständigkeit ist essenziell
Dein Hund schert sich nicht um Grammatik, kann aber mit Beständigkeit etwas anfangen. Wenn du als Befehl „Platz“ sagst, versteht dein Hund dieses Wort als Kommando dafür, sich hinzulegen.
Du kannst den Befehl leicht verändern, darfst dich aber nicht wundern, wenn dein Hund nicht mehr weiß, was er machen soll.
Warum legt sich mein Hund nicht hin?
Wenn sich ein Hund auch nach dem Training absolut dagegen weigert, sich hinzulegen, kann dies gesundheitliche Ursachen haben. Manche Hunde können sich aufgrund von Schmerzen oder Unwohlsein nicht hinlegen, was eine tierärztliche Diagnose erfordert.

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Wenn dein Hund sich während einer Trainingseinheit weigert, sich hinzulegen, sonst aber keine Probleme mit dieser Bewegung hat, besteht vielleicht einfach ein Kommunikationsproblem zwischen euch. Es kann sein, dass er nicht versteht, was du von ihm willst. In dem Fall musst du kreativ werden und es ihm einfach zeigen oder das Verhalten bestärken.
Folgende Tipps sind hilfreich:
- Vermeide es, direkt mit verbalen Befehlen zu beginnen. Idealerweise legt sich dein Hund von selber hin, damit du sein Verhalten um den Befehl ergänzen kannst. Sprichst du das Kommando zu früh aus, kann dies die Bedeutung schwächen und dazu führen, dass dein Hund nur langsam oder gar nicht reagiert.
- Gib ihm kein Leckerli, bevor sein Po oder Bauch nicht den Boden berührt. Dadurch bestärkst du sonst ein anderes Verhalten, zum Beispiel eine Verbeugung.
- Gestalte die Trainingseinheiten so unterhaltsam wie möglich. Macht zwischendurch viele Spielpausen oder nutze die Spielzeit als positive Bestärkung.
- Gib deinem Hund eine Menge Leckerlis, wenn er den Befehl zum ersten Mal richtig ausführt. Du kannst später damit beginnen, ihm immer weniger Leckerlis zu geben, wenn er erst die verbalen und visuellen Befehle versteht.
- Probiere unterschiedliche Trainingsmethoden aus, wenn dein Hund nicht auf die obigen Schrite reagiert. Wenn du dieses Verhalten von Anfang an trainierst, kann es sein, dass du kreativ werden musst, um deinen Hund zum Hinlegen zu bewegen.
Vorteile, Hunden das Hinlegen beizubringen
„Platz“ gilt als eines der grundlegenden Trainingskommandos, da es in vielen verschiedenen Situationen Vorteile bietet und als Grundlage für andere Tricks wie „Krabbeln“ oder „Rolle“ dient.

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1. Es bietet natürliche Entspannung
An sich ist „Platz“ ein Kommando, das es deinem Hund ermöglicht, sich zu entspannen oder zur Ruhe zu kommen, wenn viel los ist. Die Kombination von „Platz“ mit „Warte“ oder „Bleib“ kann deinem Hund signalisieren, dass er sich entspannen und nicht aktiv sein soll. Wenn du weitere Hilfsmittel suchst, um deinem Hund beizubringen, sich zu entspannen, solltest du mit einem professionellen Hundetrainer zusammenarbeiten. (Um einen Trainer in deiner Nähe zu finden, erfahre auf Rover, wie Hundetraining funktioniert.
2. Es hilft deinem Hund, sich zu beruhigen
In Kombination mit dem Trainieren von „Bleib“ kann „Platz“ eine gute Alternative sein, um Besucher ruhig zu begrüßen. Für reaktive Hunde sind Kommandos wie „Bleib“ und „Platz“ eine praktische Hilfe zur Gefühlsregulierung.
Die liegende Position verlangt mehr Anstrengung von deinem Hund, sie zu halten und wieder aufzustehen, anders als „Sitz“, wobei dein Hund sich direkt wieder von seinem Po erheben kann.
3. Es kann deinen Hund auf die Betreuung vorbereiten
Wenn du deinem Hund beibringst, sich hinzulegen, wirst du auch merken, dass diese Position für andere Situationen praktisch ist, zum Beispiel bei der Fellpflege, dem Verabreichen von Medikamenten und mehr. Sie kann auch dabei helfen, wenn dein Hund in einer Betreuung untergebracht ist. Teile deinem Sitter mit, dass er dieses Kommando benutzen soll, wenn dein Hund einen Moment für sich braucht, wenn er mit anderen Hunden oder fremden Menschen in Berührung kommt.
Wenn du deinen Freund auf vier Pfoten trainierst, solltest du nicht vergessen, nach und nach weniger Leckerlis zu verwenden. Lass sie aber nicht komplett weg! Es ist absolut empfehlenswert, deinen Hund ab und zu mit einem Leckerli zu überraschen, wenn er sich hinlegt, um dieses Verhalten zu bestärken.


