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Der Rover-Blog

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6 Tipps, damit dein Hund auf deinen Rückruf hört

6 Tipps, damit dein Hund auf deinen Rückruf hört

Hund > Verhalten
Von Sharon

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„Komm“ ist möglicherweise das wichtigste Kommando, das du deinem Hund beibringen kannst, da es im Ernstfall das Leben deines Lieblings retten kann. Hunde sind schnell mal abgelenkt und manchmal bringt ihre Neugier sie in lebensbedrohliche Situationen – zum Beispiel in Gestalt von Gegenverkehr. Wenn dein Hund nichtsahnend auf eine gefährliche Situation zusteuert, möchtest du dir sicher sein können, dass er vor allem auf deine Stimme hört. 

In solchen Situationen kann das Kommando „Komm“ im wahrsten Sinne des Wortes ein Lebensretter sein. Es handelt sich dabei zwar um ein ganz grundlegendes Kommando, aber das Einüben hat auch seine Herausforderungen, weil es einfach so viel gibt, von dem sich dein Hund ablenken lassen könnte. Zeit und Mühe für den Rückruf aufzuwenden lohnt sich aber schon deshalb, damit dein Hund nicht an etwas Giftiges gerät, auf die Straße rennt oder von einem anderen Hund angefallen wird. Wenn dein Hund den Rückruf beherrscht, schaffst du beste Voraussetzungen für einen erfolgreichen Besuch im Hundepark oder einen Spaziergang ohne Leine.

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Damit das Training deines Hund erfolgreich verläuft, haben wir mit dem professionellen Hundetrainer und Begründer von The Pooch Coach, Beverly Ulbrich, darüber gesprochen, wie man seinem Hund das Kommando „Komm“ am besten beibringt.

Tipps für das Rückruftraining

Pixabay

1. Verwende hochwertige Leckerlis für positive Verstärkung

Wie bei den meisten Hundekommandos ist auch beim Rückruf eine positive Verstärkung von entscheidender Bedeutung. Verwende anfangs hochwertige Leckerlis, in dessen Genuss dein Vierbeiner nicht jeden Tag kommt. Eine kleine Tüte mit gekochtem Hühnchen, Würstchen-Häppchen, Käse oder Trockenfleisch können sehr motivierend sein. Wenn es so richtig lecker ist und auch noch intensiv riecht, ist das umso besser!

2. Andere Arten von Belohnungen funktionieren auch

Leckerlis als Belohnung sind super, aber natürlich kannst du auch andere Belohnungen geben.

Für die meisten Hunde sind Spaziergänge eine Belohnung. „Wenn du zur Leine greifst, weiß dein Hund, dass es jetzt nach draußen geht,“ so Ulbrich. „Rufe ihn mit einem „Komm“ zu dir und wenn er gehorcht, holst du die Leine raus.“

Auch wenn dein Hund dir nicht sofort gehorcht, wird er schon bald dein Kommando „Komm“ mit Belohnung, Spaß und etwas Positivem verbinden – z.B. mit der Leine, seinem Ball usw. Wenn dein Vierbeiner auf dein Kommando hört, kannst du ihn auch mit Worten positiv verstärken oder streicheln. Das funktioniert vor allem dann, wenn dein Hund schon gut auf deinen Ruf hört.

„Nutze Spaziergänge, sein Fressen, Spielzeuge und besondere Leckerlis, um das Kommando „Komm“ immer wieder als eine schöne und positive Sache zu verstärken,“ erklärt Ulbrich.

3. Übe das Kommando erstmal zuhause

So wie du nicht erwarten kannst, dass dein 5-jähriges Kind innerhalb eines Jahres alle Klassen vom Kindergarten bis zur 8. Klasse erfolgreich durchläuft, kannst du das auch nicht von deinem Hund abverlangen. Ulbrich vergleicht das Gehorsamkeitslevel mit Klassenstufen – schon deshalb kann man von seinem Hund nicht erwarten, direkt auf der Sekundarstufe einzusteigen.

„Wenn dein Hund zuhause eher ein mittelmäßiger Schüler ist, wird er draußen wahrscheinlich durchfallen.“

„Wenn du dir einen zuverlässigen Rückruf im Hundepark wünschst, muss der Rückruf erst einmal einwandfrei bei dir zuhause funktionieren,“ so Ulbrich. „Wenn dein Hund zuhause eher ein mittelmäßiger Schüler ist, wird er draußen wahrscheinlich durchfallen.“

Baue den Rückruf langsam auf, damit dein Hund wirklich zuverlässig zu dir zurückkommt. Erarbeite dir zunächst eine 100%ige Zuverlässigkeit im Haus und übe dann draußen weiter, wo es mehr Ablenkungen und Verlockungen gibt.  

4. Bestrafe deinen Hund nicht ungewollt, wenn er dir gehorcht

Stell dir vor, dass du mit deinem Hund einen schönen Nachmittag auf der Hundewiese verlebst. Irgendwann entscheidest du, dass es Zeit wird, zu gehen. Du nutzt den Rückruf „Komm“ und nimmst ihn dann sofort an die Leine oder führst ihn direkt zum Auto. Hunde wollen eigentlich immer lieber noch länger im Hundepark bleiben. Wenn du den Rückruf in dieser Situation anwendest, könntest du für deinen Hund versehentlich eine negative Assoziation mit dem Kommando „Komm“ herstellen.

„Das wäre ungefähr so, als würde man ins Büro des Schuldirektors zitiert werden – das ist eine unangenehme Angelegenheit, da will man nicht hingehen,“ sagt Ulbrich. „Ein Hund lernt dann, nicht mehr auf den Rückruf zu hören, weil er die Hundewiese nicht verlassen will.“

Weitere Beispiele für “Bestrafungen”, wenn dein Hund deinem Rückruf gehorcht:

  • Baden
  • Fell- und Nagelpflege – Krallen schneiden, Bürsten etc.
  • Medikamente verabreichen

Achte darauf, dass du den Rückruf nicht verwendest, wenn du etwas tun möchtest, dass dein Hund wahrscheinlich nicht mag. In solchen Situationen empfehlen wir dir, zu deinem Hund zu gehen, ihn anzuleinen und ihn ruhig zum Auto, Badezimmer oder Medizinschrank zu führen.

5. Verwende Kommandos wie „Hier“ oder „Komm“ anstelle des Hundenamens

Hundebesitzer rufen meist den Namen ihres Hundes wenn sie wissen wollen, wo ihr Vierbeiner gerade steckt – meistens um sicher zu gehen, dass er gerade nichts anstellt!

„In geschlossenen Räumen nutzen die meisten Besitzer nur den Namen ihres Hundes, wenn sie möchten, dass er zu ihnen kommt,“ so Ulbrich. „Den Namen rufen erregt zwar die Aufmerksamkeit des Hundes, es sagt ihm aber nicht, was er tun soll, daher sollte man davon absehen, den Hund so zu trainieren.“

Wir wissen, dass es schwierig ist, diese Angewohnheit wieder abzulegen, aber versuche möglichst, den Namen deines Hundes mit dem „Komm“-Rückruf zu ersetzen und achte darauf, dass dein Hund auch wirklich ganz bis zu dir kommt und dafür von dir belohnt wird.

6. Achte darauf, dass dein Hund auch wirklich ganz zu dir kommt

Hundebesitzer verwenden den Rückruf manchmal auch, um einfach nur die Aufmerksamkeit ihres Vierbeiners zu erregen. Das kann allerdings verwirrend sein, vor allem dann, wenn das Kommando „Komm“ nicht konsequent und missverständlich angewandt wird. Damit dein Rückruf effektiv ist, sollte „Komm“ auch immer „Komm bis zu mir“ bedeuten. Achte darauf, deinen Hund nicht zu belohnen, wenn er nur ein Stück weit zu dir kommt. Er könnte sonst eine falsche Vorstellung davon bekommen, was mit dem Rückruf „Komm“ genau gemeint ist.

„Andernfalls denkt ein Hund, dass „Komm“ bedeutet, dass es reicht, wenn sein Besitzer ihn sehen kann und er versteht nicht, dass er ganz bis zu seinem Herrchen kommen soll,“ erklärt Ulbrich.

So bringst du deinem Hund den Rückruf bei

  1. Fange am besten bei dir zuhause und mit kleinen Abständen von ca. 3-4 Metern an. Dabei kann dein Hund gerade einfach am anderen Ende des Raumes auf seiner Decke liegen. Nimm Blickkontakt mit deinem Hund auf und sage deutlich und mit freundlicher Stimme „Komm“. Klopf dir dabei auf die Schenkel oder klatsch in die Hände, um deinen Hund noch zusätzlich zu animieren. Sage das Kommando so lange, bis dein Hund ganz zu dir gelaufen ist. Belohne ihn mit einem Leckerli, wenn er bei dir angekommen ist.
  2.   Wiederhole diese Übung und weite dabei allmählich die Entfernung aus. Versuche beispielsweise, in einen anderen Raum zu gehen. Wenn das nicht funktioniert, empfehlen wir dir, erstmal wieder zurück in denselben Raum zu gehen und da noch ein bisschen weiter zu üben, bevor du es noch mal von einem anderen Zimmer ausprobierst. Wiederholung ist der Schlüssel zum Erfolg.
  3.  Denke auch daran, welche Dinge deinen Hund ablenken könnten. Trainiere den Rückruf auch, indem du eine kleine Ablenkung einbaust und z.B. das Lieblingskauspielzeug deines Hundes im Raum platzierst. Belohne deinen Hund jedes Mal, wenn er ganz zu dir kommt.
  4. Wenn du das Gefühl hast, dass dein Hund den Rückruf in deiner Wohnung gemeistert hat, wird es Zeit, das Training nach draußen zu verlagern. Du kannst mit der Übung im Garten oder Innenhof weitermachen, danach in einen Park gehen und allmählich den Abstand zwischen dir und deinem Vierbeiner ausdehnen und bei zunehmenden Ablenkungen üben.

Fazit

Der Rückruf ist möglicherweise das wichtigste Kommando, das du deinem Hund beibringen kannst. Wenn du deinen Hund so trainierst, dass er 100%ig auf deinen Rückruf hört, könnte das im Ernstfall sein Leben retten. Nimm dir die Zeit, deinen Liebling zu trainieren, damit er dir sowohl zuhause als auch im Freien gehorcht. Sei dabei konsequent, bleib positiv und verstärke erwünschtes Verhalten – dann wirst du schon bald Resultate sehen.

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