- Dieser Artikel ist kein Ersatz für eine professionelle, tierärztliche Konsultation.
Retriever sind sportliche Hunderassen, die für das Apportieren von Wild für Jäger gezüchtet und trainiert werden. Zu den sechs anerkannten Retriever-Hunderassen gehören bekannte Rassen wie Golden Retriever, Labrador Retriever und Chesapeake Bay Retriever.
„Mit ihrer Intelligenz, ihrer Kontaktfreudigkeit und ihrer Fähigkeit, auf das Training zu reagieren, sind Retriever eine Rasse, denen die Herzen zufliegen“, bemerkt Dr. Carol Osborne, Tierärztin an der Chagrin Falls Pet Clinic.
Retriever sind nicht nur intelligente Arbeitshunde, sondern eignen sich auch hervorragend als Familienhunde.
Im Folgenden erfährst du, woher Retriever stammen, welche Rassen es gibt und welcher Retriever für dich als Haustier oder Jagdhund in Frage kommt.
Herkunft der Retriever
Die meisten Retriever sind treue und liebevolle Haustiere, wurden jedoch ursprünglich als Jagdhunde gezüchtet.
Während jede Retriever-Hunderasse ihre eigenen Besonderheiten aufweist, verfügen alle über ein wasserabweisendes Fell, einen guten Geruchssinn und ein weiches Maul, das das Wild nicht beschädigt.
Die besten Retriever besitzen folgende Charakterzüge:
- Intelligenz
- Gute Trainierbarkeit
- Ausgeprägte Fähigkeit zur Nasenarbeit
- Talent zum Markieren und gutes Gedächtnis
Was sind die 6 Retriever-Hunderassen?
Die sechs Retriever-Hunderassen sind:
- Golden Retriever
- Nova Scotia Duck Tolling Retriever
- Labrador Retriever
- Curly Coated Retriever
- Flat Coated Retriever
- Chesapeake Bay Retriever
Golden Retriever
Golden Retriever sind eine der beliebtesten Hunderassen der Welt. Sie stammen ursprünglich aus Schottland. Diese Hunderasse hat ein freundliches und sanftes Wesen, das sie zu großartigen Familienhunden macht.
Aufgrund ihrer Intelligenz und Trainierbarkeit eignen sie sich hervorragend als Jagd- und Arbeitshunde. Die US Navy setzt sogar einen Golden Retriever namens Bud als Arbeitshund ein. Er setzt seine Spürfähigkeiten ein, um die Naval Station Norfolk zu einem sicheren Militärstützpunkt zu machen.
Golden Retriever sind dem Labrador Retriever in Bezug auf Größe, Persönlichkeit und Trainierbarkeit sehr ähnlich. Der Hauptunterschied liegt in der Art des Fells. Labradore weisen ein kurzes, dichtes Fell auf, während Golden Retriever ein längeres Doppelfell besitzen.

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Nova Scotia Duck Tolling Retriever
Nova Scotia Duck Tolling Retriever, auch Toller genannt, waren ursprünglich unter dem Namen Little River Duck Dogs bekannt. Sie stammen aus Kanada, wo sie Anfang des 18. Jahrhunderts erstmals gezüchtet wurden. Ende des 19. Jahrhunderts wurden Toller dann in Großbritannien immer beliebter und sind heute auf der ganzen Welt zu finden.Toller eignen sich hervorragend zum „Tolling“, d. h. zum Herauslocken von Enten aus dem Wasser. Doch sie sind auch liebevolle Gefährten.
Diese Hunde weisen ähnliche Charakterzüge wie Golden Retriever auf, ihr Fell ist jedoch in der Regel in einem einzigartigen Rot-Orange-Ton gehalten. Toller sind zudem kleiner und wiegen in der Regel bis zu 18 kg – eine ideale Größe, wenn du einen mittelgroßen Retrieverhund bevorzugst!!

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Labrador Retriever
Labrador Retriever sind einer der beliebtesten großen Familienhunde in den USA. Sie sind genauso arbeitsfreudig und sehr gut trainierbar wie Golden Retriever.
Viele Labrador Retriever haben bei der Arbeit unglaubliche Leistungen vollbracht. So spielten Such- und Rettungshunde nach dem 11. September 2001 eine wichtige Rolle bei den Bergungsarbeiten (EN).
Diese Hunde setzten ihre Intelligenz, ihre Suchfähigkeiten und ihre körperliche Ausdauer ein, um Überlebende zu finden. Sie wurden auch als Therapiehunde zur Beruhigung von Ersthelfern eingesetzt.
Labrador Retriever gehören zu den energiegeladensten Retrievern, weshalb sie viel Bewegung und Training benötigen. Sie brauchen viel Platz zum Toben und Spielen und sind daher ideale Haustiere für aktive Familien.

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Curly Coated Retriever
Curly-Coated Retriever gelten als erste Hunderasse, die in England als Apportierhunde eingesetzt wurden. Diese Hunderasse geht wie der Flat-Coated Retriever auf die 1800er Jahre zurück.
Beide Hunderassen weisen n der Regel schwarzes oder dunkelbraunes Fell auf, doch besitzen Curly-Coated Retriever ein dichtes Fell mit festen Locken. Flat-Coated Retriever hingegen besitzen ein glattes Fell.
Diese Hunderasse mit lockigem Fell kann ein liebevolles und anhängliches Haustier, Fremden gegenüber jedoch misstrauisch sein. Das bedeutet, dass mit der Sozialisierung und dem Training frühzeitig begonnen werden muss. Wie alle Retriever-Hunderassen sind sie aber intelligent und leicht trainierbar.

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Flat Coated Retriever
Flat-Coated Retriever wurden erstmals um 1800 in Großbritannien als Apportierhunde für Wasser und Land gezüchtet. Zunächst als Wavy-Coated Retriever bekannt, stammen sie wahrscheinlich aus einer Kreuzung von Hunderassen wie Settern, Collies und Pudeln.
Da Flat-Coated Retriever weniger beliebt waren als andere sportliche Hunderassen, gab es eine Zeit lang nicht mehr viele von ihnen.
Im Jahr 1953 brachte Homer Downing aus Ohio einen der ersten Flat-Coated Retriever, Pewcroft Perfect, in die USA. Danach zeigten Downing und seine Frau großes Interesse an der Rasse und förderten sie in der Öffentlichkeit.
Diese Hunde gehören zu den intelligentesten Hunderassen und gelten auch als gute Jagdhunde. Sie sind sehr wachsam und anhänglich und eignen sich daher hervorragend als Wach- und Begleithunde.

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Chesapeake Bay Retriever
Chesapeake Bay Retriever wurden ursprünglich in den USA in den 1800er Jahren als Apportierhunde für Wasser gezüchtet. Dank ihrer körperlichen und geistigen Ausdauer, ihrer kräftigen Beine, ihres Durchhaltevermögens und ihres wasserdichten Fells gehören sie zu den besten Hunden für die Entenjagd.
Retriever wie Golden Retriever und Labrador Retriever sind im Allgemeinen großartige Familienhunde. Allerdings eignen sich Chesapeake Bay Retriever aufgrund ihrer Unabhängigkeit und ihres starken Arbeitsethos oft am besten als Arbeitshunde.
Sie sind hochintelligent und trainierbar, neigen aber dazu, weniger freundlich und entspannt zu sein als andere Retriever.
Präsident Theodore Roosevelt besaß mit Sailor Boy (EN) einen Chesapeake Bay Retriever.
„Der individuellste und charakterstärkste Hund war Sailor Boy, ein Chesapeake Bay Dog. Er besaß ein meisterhaftes Temperament und ein ausgeprägtes Würde- und Pflichtbewusstsein. Er ließ die anderen Hunde nie kämpfen. Und auch er selbst kämpfte nie, außer wenn die Umstände es verlangten. Dann aber verwandelte er sich in eine blutrünstige Bestie“, beschrieb er seinen Hund einst.

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Unterhaltsame Fähigkeiten, die einem Retriever antrainiert werden können
Retriever sind hochintelligent, energiegeladen und haben einen natürlichen Arbeitstrieb, sodass sie in der Regel sehr gut trainierbar sind.Zu den nützlichen und unterhaltsamen Fähigkeiten, die man einem Retriever beibringen kann, gehören:
- Markieren: Identifizieren, an welcher Stelle ein Vogel oder anderes Wild gefallen ist
- Apportieren: Bringen eines Gegenstandes zum Jäger, in der Regel im Rahmen der Jagd
- Holen: Zurückholen eines Gegenstands wie einen Ball während des Spiels
- Dockspringen: Springen von einem Steg ins Wasser, entweder aus der Entfernung oder aus der Höhe
- Nasenarbeit: Mit dem Geruchssinn verborgene Gerüche aufspüren
- Jagen: Aufspüren und Auffinden von Wildtieren mithilfe des Geruchssinns
- Schütteln: Heben einer Vorderpfote und Platzieren in der Hand einer Person, als ob mit der Pfote die Hand geschüttelt werden würde
Sind Retriever als Familienhunde geeignet?
Retriever eignen sich hervorragend als Familienhunde, sofern man die Zeit und Energie hat, sich mit ihnen zu beschäftigen.
„Retriever kommen gut mit Kindern aus, sind sehr energiegeladen und lieben es zu spielen, was sie zu einem idealen Haustier macht“, erklärt Dr. Osborne. „Außerdem sind sie leicht trainierbar und sehr intelligent.“
Bevor du dir einen Retriever zulegst, solltest du jedoch mögliche gesundheitliche Probleme bedenken.
„Mit der steigenden Nachfrage nach Retrievern steigt auch das Risiko genetischer Mutationen und Erkrankungen“, betont Dr. Osborne.
Etwa 25 % der Labrador Retriever und 66 % der Flat-Coated Retriever (EN) weisen eine genetische Mutation auf, die ihr Risiko für Fettleibigkeit erhöht. Daraus können sich Probleme mit den Gelenken, der Beweglichkeit, der Atmung und vielem mehr ergeben.
Retriever sind auch anfälliger für Krebs als andere Rassen. Tatsächlich werden 75 % der Todesfälle bei Retrievern (EN) mit Krebs in Verbindung gebracht.Dr. Osborne rät zu einer proaktiven Gesundheitspflege, indem du deinen Retriever mit nahrhaftem Futter fütterst, dafür sorgst, dass er sich täglich bewegt, und mindestens zweimal im Jahr einen Tierarztbesuch einplanst.Wenn du dich für Retriever-ähnliche Hunderassen interessierst, eignen sich auch die folgenden Hunderassen:
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- Neufundländer: Eine große, relativ gesunde Hunderasse mit moderatem Energieniveau
- Englische Bulldoggen: Eine mittelgroße Hunderasse mit ruhigem Wesen
- Pudel: Eine energiegeladene und intelligente Hunderasse, die es in drei Größen gibt


