- Dieser Beitrag enthält weiterführende Links. Hier erfährst du mehr dazu.
- Dieser Artikel ist kein Ersatz für eine professionelle, tierärztliche Konsultation.
Sein geliebtes Haustier bei einem Sitter zu lassen, kann selbst beim entspanntesten Besitzer Stress auslösen. Natürlich kann man sich erkundigen, aber wie oft sollte das sein? Und stört das den Sitter?
Die Kommunikation mit dem Sitter zu besprechen, bevor du dein Tier bei ihm lässt, ist für eine reibungslose Erfahrung sehr wichtig. Und auch Gespräche im Voraus müssen nicht unangenehm sein. Wenn du deine Erwartungen genau formulierst, vermeidest du sogar eher Stress und Verwirrung auf beiden Seiten.
„Da ein Sitter dein Haustier nicht so gut kennt wie du, weiß er nicht, was für dein Tier normal ist und was nicht,“ sagt Dr. Hyun Hee Han, DVM, Tierarzt bei Telavets. „Gib ihm die Erlaubnis, auf sein Bauchgefühl zu hören. Wenn etwas nicht stimmt, ist es immer besser, kurz eine Nachricht oder ein Bild zu schicken oder anzurufen.“
Hier erfährst du mehr über bewährte Kommunikationsmaßnahmen mit dem Tiersitter.
Tipp Nr. 1: Eine Zeit für Standardupdates festlegen
Lege bei der Absprache mit dem neuen Sitter fest, wie oft du dir Updates wünschst und wie diese aussehen sollen. Reicht zum Beispiel eine kurze Nachricht mit Foto aus? Oder möchtest du einen ausführlichen Bericht über den Tag deines Tieres?

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Bei gesunden, gut erzogenen Haustieren reicht ein tägliches Update aus. Es gibt aber Situationen, in denen häufigere Updates nötig sein könnten, zum Beispiel wenn dein Tier noch jung ist oder gesundheitliche Probleme hat. Letztendlich ist es deine Entscheidung, wie oft du vom Sitter hören möchtest. Hier sind ein paar Vorschläge:
| Art des Hundes | Häufigkeit der Updates |
| Gesunder, ausgewachsener Hund | Täglich |
| Welpen | Zweimal am Tag (morgens und abends) |
| Ältere Menschen | Zweimal am Tag (morgens und abends) |
| Hunde, die das erste Mal bei einem neuen Sitter bleiben | Zwei- bis dreimal am Tag |
| Hunde mit gesundheitlichen Problemen | Zwei- bis dreimal am Tag plus Bestätigungen, dass Medikamente verabreicht wurden |
| Ängstliche Hunde | Zwei- bis dreimal am Tag plus Updates, wenn dein Tier Anzeichen von Stress zeigt |
| Art der Katze | Häufigkeit der Updates |
| Gesunde, ausgewachsene Katze | Täglich |
| Kätzchen | Zweimal am Tag (morgens und abends) |
| Ältere Menschen | Täglich (zweimal am Tag, wenn es gesundheitliche Probleme gibt) |
| Katzen, die das erste Mal bei einem neuen Sitter bleiben | Zwei- bis dreimal am Tag in den ersten Tagen, danach einmal täglich |
| Katzen mit gesundheitlichen Problemen | Ab zweimal am Tag plus Bestätigungen, dass Medikamente verabreicht wurden |
| Ängstliche Katzen | Ab zweimal am Tag plus Updates, wenn dein Tier Anzeichen von Stress zeigt |
Tipp Nr. 2: Andere Vorfälle festlegen, über die du informiert werden möchtest
Abgesehen von regelmäßigen Infos sollte dich ein Tiersitter laut Dr. Han kontaktieren, wenn ihm Folgendes auffällt:
- Verweigerung von Nahrung oder Flüssigkeiten
- Erbrechen oder Durchfall, insbesondere in Verbindung mit Blut
- Lethargie (was sich in Form von Verstecken, stillem Verhalten oder Veränderungen des sonstigen Verhaltens äußern kann)
- Husten
- Würgen
- Schweres oder angestrengtes Atmen
- Pfeifen (ein hoher Ton beim Ausatmen des Tieres)
- Hinken
- Übermäßiger Durst oder Wasserlassen

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Tipp Nr. 3: Besprechen, wie du kontaktiert werden möchtest
Du solltest nicht nur besprechen, wie oft du kontaktiert werden möchtest, sondern dem Tiersitter auch mitteilen, welche Kontaktaufnahme du bevorzugst. Möchtest du Updates per App-Nachricht, E-Mail, SMS, Sprachnachricht oder Anruf bekommen? Sage ihm auch, zu welcher Uhrzeit es dir am besten passt. Möchtest du direkt morgens benachrichtigt werden oder eher eine Zusammenfassung des Tages am Abend erhalten?
Außerdem ist es keine schlechte Idee, dem Sitter in Form von schriftlichen Anweisungen mitzuteilen, was du genau wissen möchtest. So kann er sich darauf beziehen und sicherstellen, nichts vergessen zu haben, was die Pflege deines Hundes oder deiner Katze betrifft.
Was passiert, wenn der Sitter dich nicht erreichen kann?
Es kann immer etwas passieren, wenn du gerade nicht damit rechnest. Es ist also wichtig, einen Notfallplan zur Hand zu haben, falls etwas vorfällt oder der Sitter dich nicht erreichen kann.
Gib deinem Sitter eine Liste mit Notfallkontakten, zum Beispiel von Familienmitgliedern, Freunden oder sogar Nachbarn, die dein Tier kennen und im Notfall aushelfen können. Außerdem solltest du die Kontaktdaten deines Tierarztes sowie den Standort und die Telefonnummer der nächstgelegenen Notfallpraxis oder Tierklinik angeben.

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Besprich mit dem Sitter, in welchen Situationen du zusätzlich benachrichtigt werden möchtest. Wann beispielsweise kann er auf deinen Rückruf warten, bevor ein Notfallkontakt benachrichtigt werden soll, und in welchen Situationen sollte er dein Haustier direkt zum Tierarzt bringen? Wenn du im Voraus all diese Dinge festlegst, unterstützt du den Sitter dabei, größere und kleinere Notfälle gegebenenfalls besser zu bewältigen.
Tipp Nr. 4: Erkundigen, wann du deinen Sitter kontaktieren kannst
Manche Sitter senden zwar proaktiv Updates, es ist aber in Ordnung, wenn du dich jederzeit meldest, wenn du das Bedürfnis danach hast oder wissen möchtest, wie es deinem Tier in der Zeit deiner Abwesenheit geht. Eine tägliche, allgemeine Info ist ideal für deinen Seelenfrieden, es kann aber sein, dass du dich in den folgenden Situationen zusätzlich melden möchtest:
- Wenn es noch Probleme oder Fragen gibt, die ihr im Vorfeld nicht besprechen konntet
- Wenn dein Tier Medikamente bekommt und du sichergehen möchtest, dass es seine reguläre Dosis erhalten hat
- Wenn du weißt, dass du für eine bestimmte Zeit nicht erreichbar sein wirst
Nun, da du über die bewährten Kommunikationsmaßnahmen mit dem Tiersitter Bescheid weißt, solltest du sie auch umsetzen. Das Festlegen von Erwartungen im Voraus ist ideal, um eine stressfreie Erfahrung für dich, dein Haustier und den Sitter zu gewährleisten.


