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Wie oft solltest du mit deinem Hund zum Tierarzt?

iStock/FatCamera

Wie oft solltest du mit deinem Hund zum Tierarzt?

Hund > Gesundheit
Von Sarah Brown

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  • Dieser Artikel ist kein Ersatz für eine professionelle, tierärztliche Konsultation.

Es steht mal wieder ein Tierarztbesuch an? Natürlich geht niemand gerne zum Arzt, auch nicht dein Haustier, doch gewährleistest du damit die Gesundheit deines vierbeiniges Familienmitglieds. Im Durchschnitt reicht bei einem gesunden ausgewachsenen Hund eine jährliche Vorsorgeuntersuchung beim Tierarzt aus, jedoch kann sich die Häufigkeit je nach Alter, Gesundheitszustand oder besonderen Umständen (z. B. Trächtigkeit oder chronische Erkrankungen) ändern. Welpen, ausgewachsene Hunde und ältere Hunde haben alle unterschiedliche Bedürfnisse – und genau hier kommt dieser Leitfaden ins Spiel.

Im Folgenden gehen wir auf die Häufigkeit der notwendigen Tierarztbesuche, die verschiedenen Arten von Tierarztbesuchen und die Leistungen von Haustierversicherungen ein. Dazu haben wir die Expertin Dr. Theresa Fossum, renommierte, staatlich zugelassene Tierärztin sowie CEO und Gründerin von Dr. Fossum’s Pet Care, befragt.

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Inhaltsverzeichnis

  1. Tierarztbesuche
  2. Wie laufen
  3. Jährliche Vorsorgeuntersuchungen
  4. Welpen
  5. Häufigkeit
  6. Gesundheitsproblemen
  7. Trächtige Hündinnen
  8. Tierarztkosten
  9. Unerwartete Tierarztbesuche

Tierarztbesuche: Empfehlung nach Alter oder Gesundheit

Alter/Gesundheit Häufigkeit der Tierarztbesuche
Welpen Alle 3 bis 4 Wochen bis zum Alter von 16 Wochen
Ausgewachsene Hunde Einmal pro Jahr
Ältere Hunde Alle 6 Monate
Hunde mit gesundheitlichen Problemen Alle 3 bis 6 Monate
Trächtige Hündinnen 3 bis 4 Mal während der Trächtigkeit, insbesondere in den ersten und letzten Wochen der Tragzeit.

Art der Tierarztbesuche: Wie laufen sie ab?

Nicht alle Tierarztbesuche laufen gleich ab. Oft handelt es sich um eine Vorsorgeuntersuchung, in anderen Fällen um eine kurze Nachsorgeuntersuchung, und mitunter kommt es vor, dass dein Hund gesundheitliche Probleme hat. Nachfolgend findest du eine Übersicht über die verschiedenen Arten von Tierarztbesuchen, die bei deinem Hund notwendig sein können.

  • Jährliche Vorsorgeuntersuchungen. „Hierbei handelt es sich in der Regel um einen Routinebesuch, bei dem wir den allgemeinen Gesundheitszustand deines Hundes beurteilen, körperliche Untersuchungen durchführen, Impfungen auffrischen und vorbeugende Maßnahmen besprechen“, erklärt Dr. Fossum. Bei dieser Vorsorgeuntersuchung, die einmal im Jahr stattfindet, sieht sich der Tierarzt deinen Hund einmal komplett von Kopf bis Fuß an.
  • Tierarztbesuch bei gesundheitlichen Problemen. Wenn du bemerkst, dass es deinem Hund nicht gut geht, weil er beispielsweise humpelt, nicht frisst oder lethargisch wirkt, solltest du umgehend einen Tierarzt aufsuchen. Dein Tierarzt wird dann nach Bedarf Tests durchführen, Röntgenaufnahmen erstellen oder deinen Hund umfassend untersuchen, um eine Diagnose stellen zu können.
  • Besuch beim Veterinärtechniker oder Nachsorgeuntersuchungen. Ähnlich wie Mini-Check-ups finden diese Tierarztbesuche nach einer Operation, einem Eingriff oder einer Behandlung statt, um sicherzustellen, dass der Heilungsprozess gut verläuft und keine Komplikationen auftreten. „Zu den Aufgaben eines Veterinärtechnikers gehören beispielsweise das Ziehen von Fäden, das Wechseln von Verbänden oder das Wiegen der Tierpatienten“, erklärt Dr. Fossum.
Close up of white Labrador dog at vet clinic with male veterinarian stroking his head

iStock/SeventyFour

Jährliche Vorsorgeuntersuchungen für junge und ausgewachsene Hunde

Idealerweise sollte jeder Hund mindestens einmal pro Jahr für eine Vorsorgeuntersuchung zum Tierarzt gebracht werden. Bei diesem Termin wird der Tierarzt Folgendes tun:

  • Eine umfassende körperliche Untersuchung durchführen
  • Das Gewicht, das Herz, die Lunge, die Zähne und den allgemeinen Gesundheitszustand deines Hundes überprüfen
  • Nach dem Verhalten deines Hundes, seinen Fressgewohnheiten und allen von dir bemerkten Veränderungen fragen
  • Blutuntersuchungen, Impfungen oder Floh- und Zeckenprophylaxe je nach Alter und Gesundheitszustand deines Hundes empfehlen

Selbst wenn dein Hund völlig gesund zu sein scheint, können bei diesen jährlichen Vorsorgeuntersuchungen viele Gesundheitsprobleme frühzeitig erkannt werden. Zu den wichtigen Erkrankungen, die bei einer Vorsorgeuntersuchung festgestellt werden können, gehören:

  • Zahnerkrankung
  • Herzkrankheit
  • Nierenkrankheit
  • Arthritis
  • Frühstadium einer Organfunktionsstörung
  • Krebs

Eine frühzeitige Erkennung von Erkrankungen kann entscheidend zum Behandlungserfolg deines Hundes beitragen. Außerdem sparst du laut der American Veterinary Medical Association langfristig Geld, wenn dein Tierarzt Erkrankungen frühzeitig erkennt, bevor sie ernste und kostspielige Folgen verursachen.

Ist es trotzdem vertretbar, deinen Hund nicht zum Tierarzt zu bringen? Die kurze Antwort lautet eindeutig „Nein“. „Tierarztbesuche auszulassen ist riskant“, betont Dr. Fossum. „Frühe Symptome einer Erkrankung oder Verletzung, die bei rechtzeitiger Erkennung behandelbar wären, könnten übersehen werden. Zu langes Warten kann dazu führen, dass sich Probleme verschlimmern und somit zu kostspieligeren Behandlungen oder in einigen Fällen zu Erkrankungen führen, die nicht mehr behandelbar sind.“

Vet wraps dog's injured leg

iStock/didesign021

Tiermedizinische Fachangestellte unterstützen Tierärzte bei der Versorgung von Tieren, indem sie Medikamente verabreichen, Tests durchführen und bei Eingriffen assistieren.

Warum müssen Welpen häufiger zum Tierarzt?

Welpen müssen bis zum Alter von 16 Wochen alle 3 bis 4 Wochen zum Tierarzt, bis sie alle Impfungen erhalten haben. Da Welpen sich in einer kritischen Wachstums- und Entwicklungsphase befinden, müssen sie häufiger beim Tierarzt vorstellig werden als ausgewachsene Hunde. Zu diesen Impfungen gehören in der Regel eine DHLPPC-Impfung (eine Kombinationsimpfung gegen Staupe, Hepatitis, Leptospirose, Parainfluenza, Parvo und Corona) und eine Tollwutimpfung.

Bei diesen ersten Besuchen erhält dein Welpe außerdem Entwurmungsmittel, ein Mittel gegen Flöhe und Parasiten und eine allgemeine Gesundheitsuntersuchung. Dein Tierarzt überwacht das Wachstum deines Welpen und kontrolliert dabei Gewicht, Knochen, Gelenke und Zähne. Außerdem wird er auf erste Anzeichen von Gesundheitsproblemen wie angeborene Defekte oder Entwicklungsstörungen achten, die bei jungen Hunden auftreten können.

Nach dem Erhalt aller Impfungen findet der nächste Tierarztbesuch erst wieder statt, wenn dein Welpe je nach Größe im Alter von 6 bis 15 Monaten kastriert oder sterilisiert wird. Bei der ersten jährlichen Vorsorgeuntersuchung im Alter von einem Jahr erhalten viele Hunde dann eine Auffrischungsimpfung gegen Staupe, Parvovirus und Tollwut. Besucht dein Hund eine Hundetagesstätte, erhält er voraussichtlich auch eine Impfung gegen Zwingerhusten und Hundeinfluenza.

Auch wenn häufige Tierarztbesuche anstrengend klingen mögen, sind sie doch ein wichtiger Schritt in der Entwicklung deines Welpen. Außerdem tragen sie dazu bei, dass dein Welpe eine lebenslange positive Beziehung zum Tierarzt aufbaut, da er sich schon früh daran gewöhnt!

Wie oft sollten ausgewachsene Hunde zum Tierarzt?

Bei gesunden ausgewachsenen Hunden reicht in der Regel ein jährlicher Tierarztbesuch zur Kontrolle ihrer Gesundheit aus.

In ihrem besten Alter werden Hunde zwar etwas langsamer, doch sollten die Tierarztbesuche deswegen nicht ausgelassen werden. Da ältere Hunde (in der Regel ab 8 Jahren) besondere Gesundheitsbedürfnisse haben und anfälliger für chronische Erkrankungen, Krankheiten und altersbedingte Verletzungen sind, sollten sie alle sechs Monate, also halbjährlich, zur Vorsorgeuntersuchung zum Tierarzt gebracht werden.

Bei diesen halbjährlichen Untersuchungen empfiehlt dein Tierarzt gegebenenfalls verschiedene Diagnostiktests zur Überwachung der Gesundheit deines Hundes. Untersuchungen für älteren Hunde umfassen in der Regel Blut- und Stuhluntersuchungen. Bei symptomatischen Beschwerden empfiehlt dein Tierarzt gegebenenfalls eine weitere Röntgenaufnahme, Ultraschalluntersuchung und Blutdruckmessung.

Vet holds up medication for sick dog

iStock/Wasan Tita

Auch wenn diese diagnostischen Verfahren kostspielig sind, liefern sie deinem Tierarzt wichtige Anhaltspunkte, um deinen Hund proaktiv behandeln zu können. Außerdem liefern die Ergebnisse bei späteren Erkrankungen deines Hundes hilfreiche Informationen. Mit zunehmendem Alter deines Hundes empfiehlt dein Tierarzt daher regelmäßigere Vorsorgeuntersuchungen, um Veränderungen schneller erkennen zu können. Eine frühzeitige Erkennung ist die beste Möglichkeit für deinen Tierarzt zur Behandlung auftretender Beschwerden.

Wie oft sollten Hunde mit Gesundheitsproblemen zum Tierarzt?

Für Hunde mit Gesundheitsproblemen sind regelmäßige Tierarztbesuche noch wichtiger. Die Häufigkeit der Tierarztbesuche hängt dabei von der Art und Schwere der Erkrankung ab. Dr. Fossum empfiehlt für Hunde mit folgenden chronischen Erkrankungen alle 3 bis 6 Monate einen Tierarztbesuch:

  • Diabetes
  • Schilddrüsenunterfunktion
  • Cushing-Syndrom
  • Epilepsie
  • Chronische Nierenerkrankung

Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen ermöglichen die Überwachung der Gesundheit, die Anpassung der Behandlung und die Erhaltung einer möglichst hohen Lebensqualität.

Bei diesen Terminen wird der Tierarzt in der Regel eine umfassende Untersuchung und Tests (z. B. Blutuntersuchungen) durchführen, um den Krankheitsverlauf deines Hundes zu überwachen. Außerdem erkundigt er sich nach Veränderungen, z. B. Energie, Appetit oder Beweglichkeit, die du bei deinem Hund beobachtest hast, um den Erfolg der Behandlung sicherzustellen. Anhand regelmäßiger Vorsorgeuntersuchungen kann dein Tierarzt dann Medikamente, Futter oder Routinen bei Bedarf anzupassen.

Tierarzt führt Ultraschalluntersuchung bei einem Hund durch

iStock/Vesnaandjic

Wie oft sollten trächtige Hündinnen zum Tierarzt?

Da trächtige Hündinnen etwas mehr Betreuung benötigen, müssen sie im Verlauf ihrer Trächtigkeit häufiger zum Tierarzt, um die Gesundheit der Hündinnen und ihren Welpen zu gewährleisten. Daher empfiehlt sich ein Tierarztbesuch, sobald du die Trächtigkeit bemerkst. Anschließend sollte deine Hündin mehrmals untersucht werden, vor allem in den ersten und letzten Wochen der Tragzeit, empfiehlt Dr. Fossum.

Bei diesen Untersuchungen wird dein Tierarzt das Gewicht, den Appetit und den Allgemeinzustand deiner Hündin untersuchen, um das richtige Futter für sie und ihre heranwachsenden Welpen zu gewährleisten. Gegebenenfalls wird auch eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt, um die Herzfrequenz und die Entwicklung der Welpen zu kontrollieren.

Außerdem wird dein Tierarzt mit dir über die bevorstehende Geburt sprechen und dich bei der Vorbereitung auf den großen Tag unterstützen. Dazu gehört auch, dass du lernst, wie du die Welpen richtig hältst und sie bei Bedarf mit der Flasche fütterst.

Tierarztkosten und Haustierversicherung

Die Kosten für eine Vorsorgeuntersuchung für deinen Hund können je nach weiteren, von deinem Tierarzt durchgeführten Untersuchungen (wie Blutuntersuchungen oder Röntgenaufnahmen) variieren. Im Durchschnitt liegen die Kosten zwischen 50 und 150 €. Darin enthalten sind beispielsweise eine körperliche Untersuchung, Impfungen und Routineuntersuchungen. Außerdem können die durchschnittlichen Kosten für einen Tierarztbesuch für einen Hund aufgrund der Gebührenordnung für Tierärztinnen und Tierärzte (GOT) unterschiedlich hoch ausfallen, da je nach Aufwand der einfache bis vierfache Satz berechnen werden darf.

Je nach gewähltem Tarif decken Haustierversicherungen bei verschiedene Leistungen, z. B. Vorsorgeuntersuchungen oder Operationen, bis zu 100 % der Behandlungskosten ab. Daher empfiehlt es sich, den Leistungsumfang von Haustierversicherungen zu vergleichen und die für deinen Hund passende Versicherung auszuwählen.

Außerdem kannst du in der Tierarztpraxis einen Kostenvoranschlag einholen, wenn dein Budget begrenzt ist. In der Regel erklärt dir deine Tierarztpraxis gerne, welche Behandlungen dringend notwendig sind und welche bis zum nächsten Besuch warten können.

iStock/beavera

Oft werden Vorsorgeuntersuchungen nicht von der Haustierversicherung übernommen, doch kann sich die Versicherung bei Notfällen und größeren Behandlungen lohnen. „Die meisten Haustiersicherungen decken Unfälle, Erkrankungen, Operationen, Medikamente und Diagnoseverfahren ab“, fügt Dr. Fossum hinzu. „Es ist jedoch wichtig, die Versicherungspolice aufmerksam zu prüfen, um die eingeschlossenen Leistungen zu verstehen.“

Unerwartete Tierarztbesuche: Anzeichen für die Notwendigkeit eines Tierarztbesuchs

Es ist nicht immer leicht zu erkennen, wann ein Tierarztbesuch notwendig ist. Vertraue daher immer deinem Bauchgefühl. Bedenke, dass du für die Gesundheit und das Wohlbefinden verantwortlich bist und dein Tierarzt sich darauf verlassen muss, dass du das normale Verhalten deines Hundes kennst bzw. abnormales Verhalten erkennst.

Bei folgenden Symptomen empfiehlt sich ein Besuch beim Tierarzt:

  • Plötzlich auftretender Juckreiz
  • Plötzlicher Gewichtsverlust oder plötzliche Gewichtszunahme
  • Wunden oder Blutungen
  • Ohrenschmerzen oder unangenemer Ohrgeruch
  • Schlechter Atem
  • Gesichtsschwellung
  • Probleme mit den Augen
  • Lethargie
  • Probleme beim Atmen
  • Veränderungen der Fress-, Trink- oder Toilettengewohnheiten (verminderter Appetit, vermehrter Durst oder vermehrtes Urinieren)
  • Unerklärliches Hinken
  • Anhaltendes Erbrechen/anhaltender Durchfall
  • Verschlucken von giftigen Substanzen
  • Verschlucken eines Spielzeugs oder Haushaltsgegenstands
  • Ein geschwollener, harter Bauch

Wende dich im Zweifelsfall an deine Tierarztpraxis! Dort erfährst du, ob die Symptome deines Hundes einen Tierarztbesuch erfordern oder ob du sie zu Hause beobachten kannst.

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Sarah Brown

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Sarah Brown is a writer, editor, and content manager who has wordsmithed for the U.S. Department of Energy, Google, travel and lifestyle magazines, and local businesses. When she’s not being bossed around by one of her furry children (Bear, a Pembroke Welsh Corgi; or Mina, a Corgi/Australian Cattle Dog mix), she either has her nose in a Stephen King novel or she’s on the hunt for vintage clothes. Sarah is an advocate for responsible pet ownership and has volunteered with three different rescues to rehabilitate animals and help them find their forever homes.

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