
Manchmal haben es kleine Kreaturen in sich. Das trifft auf jeden Fall auf den mutigen, neugierigen und unabhängigen Shiba Inu zu. Diese kleinen Hunde voller Witz und Charisma sind bei vielen Menschen beliebt, weil sie aussehen wie Kuscheltiere und einen klugen Verstand haben. Ihr sturer Charakter erfordert jedoch eine feste, erfahrene Hand. Deshalb sind sie möglicherweise kein geeigneter Anfängerhund. Aber wenn ein Shiba Inu gut erzogen und sozialisiert ist, wird er auf jeden Fall zu einem wunderbaren Begleiter und abenteuerlichem Freund.
Ist ein Shiba Inu der richtige Hund für dich? Wer sich einen Hund zulegen möchte, muss viele Dinge beachten. Aus diesem Grund haben wir ein umfassendes Profil mit allen wichtigen Infos zu dieser Rasse zusammengestellt.
Merkmale der Rasse
Schlüssel
- Gering
- Mittel
- Hoch
- Herkunft: Japan
- Größe:
- Gewicht: 8–10 kg
- Aktivitätsniveau:
- Lautstärke von Bellen/Heulen:
- Verträglich mit Katzen:
- Fellpflege:
- Fellpflegeverhalten:
- Trainingsniveau:
Aussehen des Shiba Inu
Viele Menschen lieben den einzigartigen Look des Shiba Inu und sagen, er sieht aus wie ein flauschiger Fuchs oder ein Teddybär. Das kuschelige Fell, die Stehohren und der gedrehte Schwanz sind nicht zu übersehen und sehen einfach gut aus. Außerdem sind diese Hunde relativ klein. Die meisten wiegen nur etwa neun Kilo und sie werden in der Regel nicht größer als 40 cm.
Ihr Fell besteht aus zwei Schichten und ist meistens orangerot, schwarz und hellbraun, sesamfarben oder cremefarben – wobei Orangerot die beliebteste Fellfarbe ist. Manchmal sieht man Shibas mit weißen Flecken an der Schwanzspitze und an den Beinen.
Die Persönlichkeit des Shiba Inu
Diese Hunde sind alles andere als schüchtern. Sie sind bekannt für ihre zuversichtliche, neugierige Persönlichkeit, die sie von anderen Hunderassen unterscheidet.
Wegen ihrer hohen Intelligenz und ihres Eigensinns wurden sie auch schon das eine oder andere Mal als stur beschrieben und stellen sich manchmal gegen den Willen ihres Besitzers. Wenn du jedoch schon früh mit dem Training und der Sozialisierung deines Shiba Inu beginnst, entwickelt sich dein Hund vermutlich zu einem anpassungsfähigen und freundlichen Haustier.
Das ist auch wichtig, damit dein Shiba mit Kindern oder anderen Haustieren zurechtkommt. Diese Rasse ist dafür bekannt, dass sie ihrer Familie – zu der durchaus auch Kinder gehören können – sehr treu ergeben ist. Frühe Sozialisierung ist dennoch unerlässlich. Aus Sicherheitsgründen müssen die Kinder im Haushalt lernen, wie man richtig mit Hunden umgeht. Die Sozialisierung kann auch dazu beitragen, dass die Hunde ihr Misstrauen gegenüber Fremden ablegen. Ihre Skepsis macht sie zu guten Wachhunden, aber sie sollten nicht jedem Besucher gegenüber misstrauisch sein.
Shiba Inus haben auch noch eine andere Eigenheit. Sie neigen dazu, besitzergreifend zu sein, und beschützen ihr Eigentum (Spielzeug, Futter, Revier usw.). Manchmal kann ihre Besitzgier sogar zu Aggressionen führen, weshalb diese Hunde nicht für jeden Haushalt geeignet sind.
Die ideale Umgebung für einen Shiba Inu
Shiba Inus sind am glücklichsten, wenn sie Platz zum Laufen und Spielen haben. Ihr ideales Zuhause ist ein Haus mit einem schönen, großen Garten, in dem sie herumtollen können.
Sie lieben es auch, Zeit mit ihren Liebsten zu verbringen, und viele Shiba Inus sind gerne das einzige Haustier im Haushalt – denn so bekommen sie die ganze Aufmerksamkeit!
Der ideale Besitzer eines Shiba Inu
Shiba Inus sind wunderbare Hunde, doch ihre Besitzer sollten auch über ihre Eigenheiten und Besonderheiten Bescheid wissen. Das entzückende Teddybärengesicht mag verführerisch sein, doch der ideale Besitzer eines Shiba Inu ist jemand, der sich gründlich mit dieser Rasse auseinandergesetzt hat und wirklich versteht, was der Hund für ein glückliches und gesundes Leben braucht.
Diese Person sollte auch die Mühe auf sich nehmen, den Hund zu trainieren und zu sozialisieren und ihn jeden Tag ausreichend zu bewegen – sei es ein langer Spaziergang, Zeit im Garten oder eine andere anregende Aktivität.
Hundetraining für Shiba Inus
Wie bereits erwähnt, sind Shiba Inus willensstarke Hunde. Deshalb ist das Training so wichtig, kann aber auch eine Herausforderung sein. Wenn du deinen Shiba trainierst, ist es wichtig, dass er glaubt, dass er das Sagen hat und dass er einen Vorteil davon hat.
Es wird einige Zeit in Anspruch nehmen, die Besitzgier deines Shiba Inu abzutrainieren (das bedeutet, dass er seine Spielsachen und sein Futter beschützt). Das ist ein häufiges Problem bei dieser Rasse. Auch solltest du dem Hund Impulskontrolle beibringen und ihn an eine Hundebox gewöhnen. Wenn dir das zu viel wird, kannst du dich jederzeit an einen Trainer wenden, der Erfahrung mit Shiba Inus hat und dich laufend begleitet – bei dieser Rasse ist das eine ideale Lösung.
Wir haben bereits von Sozialisierung gesprochen, die für diese Rasse von entscheidender Bedeutung ist. Schon früh solltest du deinen Shiba Inu mit einer Vielzahl von Situationen, Menschen, Tieren und Orten vertraut machen. Wenn du ihm die Umgebung zeigst und ihm ein Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit gibst, während er die Welt erkundet, entwickelt der Hund Selbstvertrauen und wird zu einem ausgeglichenen, gut erzogenen Haustier. Vor allem ist der Shiba Inu um Zuspruch bemüht. Weil er intelligent und charmant ist, wird sich das Training auf jeden Fall lohnen.
So pflegst du einen Shiba Inu
Trotz ihres schönen Fells hält sich der Pflegeaufwand für Shiba Inus in Grenzen, da sie von Natur aus auf Sauberkeit achten und keinen starken Eigengeruch haben. Solange du deinen Hund regelmäßig bürstest, um ausgefallene Haare zu entfernen und das Fell gesund zu halten, und ihn alle drei bis vier Monate badest, sollte alles in Ordnung sein. Eine kleine Warnung: Ein paar Mal im Jahr kommt es zum Fellwechsel, was dazu führen kann, dass deine Wohnung mit Haaren übersät ist.
Achte auch darauf, dass du seine Zähne ein paar Mal pro Woche putzt, damit sein Atem frisch bleibt und sich kein Zahnstein bildet. Du musst ihm auch ein- oder zweimal im Monat die Krallen schneiden, sofern sie nicht von Natur aus durch sein wildes Herumtollen draußen abgenutzt sind.
Shiba Inus und Gesundheit
Obwohl Shiba Inus in der Regel gesunde Hunde sind, neigt diese Rasse zu bestimmten Gesundheitsproblemen. Dazu gehören verschiedene Lebensmittel- und Hautallergien, Chylothorax, Epilepsie, Patellaluxation und Hüftdysplasie.
Shiba Inus werden in der Regel zwischen 12 und 16 Jahre alt, und mit ausreichend Bewegung, dem richtigen Futter und regelmäßigen Tierarztbesuchen stehen die Chancen gut, dass dein Hund ein langes und glückliches Leben hat.
Die Geschichte der Shiba-Inu-Rasse
Der Shiba Inu ist eine uralte Rasse (es gibt sie seit circa 300 v. Chr.) und wurde in Japan eingesetzt, um Vögel aufzuscheuchen und Kleinwild zu jagen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wäre die Rasse fast ausgestorben, aber glücklicherweise wurden die verbliebenen Shibas aus den ländlichen Gegenden eingesammelt und Zuchtprogramme wurden ins Leben gerufen, damit die Rasse überlebt und gedeiht.
Die ersten Shiba Inus kamen erst 1954 in die USA, und seitdem sind sie im ganzen Land immer beliebter geworden.
So findest du einen Shiba Inu
Züchter von Shiba Inus
Es ist immer eine gute Idee, die Eltern des Welpen kennenzulernen und zu sehen, wie die Wurfgeschwister miteinander umgehen. Außerdem sollte ein guter, vertrauenswürdiger Züchter auch Aufzeichnungen über den Stammbaum der Eltern haben und dir mehr über den Wurf sagen können.
Die Website des Start-ups Honest Dog ist ein guter Ausgangspunkt für die Suche nach einem seriösen Züchter. Hüte dich jedoch vor Massenzuchtbetrieben und anderen Betrugsmaschen. Mit ein paar einfachen Schritten kannst du vermeiden, diese Art von Tierquälerei zu fördern. Immerhin willst du ein Haustier, das aufgrund seiner Abstammung und seinen frühen Lebenserfahrungen mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einem ausgeglichenen Hund wird.
Einen Shiba Inu adoptieren
Da Shiba Inus so ausgeprägte Persönlichkeiten und Temperamente haben, ist es wichtig, dass du dir einen Hund aus dem Tierheim aussuchst, der auch zu dir passt. Frage unbedingt nach, ob Tests zu Besitzgier in Bezug auf Futter, Spielzeug und Menschen durchgeführt wurden, damit du schon im Voraus weißt, welches Training der Hund brauchen wird.
Hunde aus dem Tierheim sind allerdings oft schon gut erzogen und brauchen einfach ein neues, liebevolles Zuhause. Eine Auffangstation in deiner Nähe findest du über eine schnelle Internet-Suche. Ein Shiba Inu kann ein wunderbarer Freund und eine Quelle der Freude sein. Du wirst viel mit ihm lachen und auch ein bisschen Unfug erleben.
Egal, ob du vorhast, einen Welpen zu adoptieren oder einen Züchter zu finden, solltest du dich, dein Zuhause und dein Herz auf einen Hund mit viel Charakter und Energie vorbereiten.
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