- Dieser Artikel ist kein Ersatz für eine professionelle, tierärztliche Konsultation.
Das Befüllen eines Katzenklos mit Katzenstreu klingt einfach, doch bei genauerem Hinsehen stellt sich die Frage, wie viel Katzenstreu verwendet werden soll. Was ist eigentlich die richtige Menge?
Als Faustregel gilt eine Tiefe von 5 bis 10 cm, wobei diese je nach Größe, Alter und Grabfreudigkeit deiner Katze auch höher oder niedriger ausfallen kann. Auch das Design deines Katzenklos und die verwendete Katzenstreu beeinflussen die ideale Streutiefe.
Auch wenn es wie ein kleines Detail erscheint, hilft die richtige Menge an Katzenstreu bei der Geruchskontrolle, erleichtert das Entfernen von Ausscheidungen mit der Schaufel und erhöht – vor allem – die Attraktivität des Katzenklos für deine Katze. Laut Dr. Hilary Jones, leitende Tierärztin bei TeleTails, kann es passieren, dass deine Katze das Katzenklo bei zu viel oder zu wenig Streu ganz meidet.
Um dir zu helfen, die richtige Menge zu ermitteln, haben wir die wichtigsten Punkte für die optimale Streutiefe zusammengefasst. Sehen wir uns einmal an, wie viel Katzenstreu du verwenden solltest.
Art der Katzenstreu

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Jede Art von Katzenstreu funktioniert etwas anders. Sie unterscheiden sich in ihrer Saugfähigkeit, was sich auf die zu verwendende Menge auswirken kann. Verschiedene Formen (z. B. feine Körner vs. Pellets) und Gewichte sind weitere Faktoren, die es zu berücksichtigen gilt. Die folgende Tabelle enthält einige allgemeine Richtlinien.
| Art der Katzenstreu | Optimale Streutiefe | Erläuterung |
| Klumpende Streu | 5–10 cm | Durch diese Tiefe bildet sich eine klumpige Masse, die sich leicht mit einer Schaufel aufnehmen lässt. Zudem wird verhindert, dass sie am Boden der Schale kleben bleibt. |
| Nicht klumpende Streu | 5–7,5 cm | Du kannst weniger nicht klumpende Katzenstreu verwenden, jedoch sollte die Tiefe nicht unter 5 cm liegen, da sich sonst Urin am Boden des Katzenklos ansammeln kann. |
| Kristallstreu | 3–5 cm | Diese Katzenstreu ist extrem saugfähig und verklumpt nicht, daher reicht eine geringe Tiefe völlig aus. |
| Naturstreu | 5–7,5 cm | Naturstreu ist oft sehr leicht, weshalb du dich an der geringeren Tiefe orientieren solltest, um ein Verteilen zu vermeiden. |
| Pelletstreu (Holz oder Kiefer) | 2,5–5 cm | Da sich die Pellets unter der Einwirkung von Feuchtigkeit zu Sägemehl ausdehnen, ist eine geringere Tiefe am besten geeignet. |
| Leichte Streu | 5–7,5 cm | Da diese Streu leicht aus dem Katzenklo herausgeschleudert wird, solltest du dich an der geringeren Tiefe orientieren. |
Art des Katzenklos

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Unterschiedliche Katzenklos erfordern unterschiedliche Streutiefen. So passt du die Streumenge je nach Art des Katzenklos an.
| Art des Katzenklos | Optimale Streutiefe | Erläuterung |
| Offenes Standard-Katzenklo | 5–10 cm | Diese normale Menge ermöglicht es Katzen, bequem zu graben und ihre Ausscheidungen zu vergraben. |
| Katzenklo mit Haube oder Einstieg oben | 5–7,5 cm | Tiefere Streu kann dazu führen, dass sich dieses Katzenklo beengt anfühlt. |
| Großes Katzenklo | 5–10 cm | Größere Katzenklos benötigen keine tiefere Streu als ein Standard-Katzenklo, allerdings musst du mehr Streu verwenden, um die optimale Tiefe beizubehalten. |
| Niedriges Katzenklo | 5–7,5 cm | Orientierte dich an der geringeren Tiefe, um das Verstreuen von Streu und das Verteilen von Schmutz zu vermeiden. |
| Automatisches Katzenklo | In der Regel 5 cm | Befolge die Anweisungen des Herstellers und achte auf die Füllmarkierung im Inneren des Katzenklos. In der Regel verhindert eine Tiefe von 5 cm, dass die Sensoren fehlerhaft funktionieren. |
Alter und Größe der Katze

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Denke auch an deine Katze! Je nach Größe, Alter und Aktivitätsgrad benötigt sie möglicherweise mehr oder weniger Streu, damit sie sich wohlfühlt und das Katzenklo bequem benutzen kann.
| Art der Katze | Optimale Streutiefe | Erläuterung |
| Kätzchen | 3–5 cm | Mit ihren zarten Pfötchen bevorzugen junge Kätzchen oft eine geringere Tiefe. Zu tiefe Streu kann sich instabil anfühlen, während sie das Benutzen ihres Katzenklos lernen. |
| Erwachsene Katzen | 5–10 cm | Diese Tiefe ist genau richtig, damit eine durchschnittliche, gesunde ausgewachsene Katze ihr Geschäft verrichten, graben und ihre Ausscheidungen vergraben kann. |
| Ältere Katzen | 3–5 cm | Ältere Katzen mit Arthritis oder eingeschränkter Mobilität kommen mit einer flacheren, stabileren Streutiefe besser zurecht. |
| Groß | 5–7,5 cm | „Wenn deine Katze schwerer als der Durchschnitt ist, empfiehlt es sich, die Streu etwas zu reduzieren, damit sie problemlos in das Katzenklo ein- und aussteigen kann, ohne Streu zu verteilen“, erklärt Rochelle Guardardo, zertifizierte Verhaltensberaterin für Katzen bei Pasadena Humane. |
| Langhaarige Katzen | 3–5 cm | Klumpende Katzenstreu kann sich in langem Fell verfangen, daher solltest die Streutiefe für deine langhaarige Schönheit nur gering sein. |
| Kranke Katzen | 7,5–10 cm | Wenn deine Katze unter einer Erkrankung leidet, die zu häufigem Urinieren führt, verwende etwas mehr Streu, damit das Katzenklo länger frisch bleibt. (Achte nur darauf, die Streu öfter zu wechseln, um die Ausbreitung von Keimen zu verhindern!) |
| Aktiv grabende Katzen | 7,5–10 cm | Einige Katzen graben besonders gerne! Stelle diesen Katzen mehr Streu zur Verfügung, um diesem Instinkt gerecht zu werden. |

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Anzahl der Katzen
Mehrere Katzen zu halten bedeutet nicht automatisch, dass du die Streutiefe erhöhen musst. Allerdings solltest du in Haushalten mit mehreren Katzen genauer darauf achten, die richtige Streutiefe aufrechtzuerhalten. Wenn mehrere Katzen häufig dasselbe Katzenklo benutzen, achte besonders auf den Streustand und fülle bei Bedarf nach. So kannst du die ideale Streutiefe von 5 bis 10 cm einhalten.
Vorlieben und Persönlichkeit
Berücksichtige neben praktischen Aspekten wie der Art der Streu und dem Design des Katzenklos auch die Vorlieben deiner Katze. Einige Katzen graben gerne und bevorzugen daher mehr Streu. Andere mögen vielleicht eine festere Oberfläche; in diesem Fall ist eine flachere Schale attraktiver.
Um die Vorlieben deiner Katze herauszufinden, biete ihr verschiedene Optionen an. Guardardo empfiehlt, zwei oder drei Katzenklos mit unterschiedlichen Streumengen aufzustellen und zu beobachten, welche sie häufiger benutzt. Bei Haushalten mit mehreren Katzen empfiehlt sie die Installation einer Haustierkamera, um die Benutzung zu beobachten.
Ist mehr oder weniger besser?
Generell gilt: Weniger Streu ist besser. Befülle das Katzenklo mit gerade so viel Streu, dass die Reinigung einfach bleibt und deine Katze bequem graben und ihre Ausscheidungen vergraben kann.
Um festzustellen, ob du zu viel Streu eingefüllt hast, raten unsere Experten darauf zu achten, ob sich außerhalb des Katzenklos übermäßig viel Streu ansammelt. Wenn du hingegen zu wenig Streu verwendest, wirst du womöglich unbedeckten Kot, an den Seiten haftenden Urin oder Kratzer am Boden der Schale bemerken.
Das richtige Füllniveau zu finden, erfordert daher mitunter ein wenig Experimentierfreude. Doch die Mühe lohnt sich. Im Folgenden findest du einige mögliche Probleme, die durch eine falsche Streumenge entstehen können.

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Zu viel Katzenstreu
- Instabile Oberfläche. Eine tiefe, verrutschende Streu verhindert einen sicheren Halt, insbesondere für ältere Katzen oder Katzen mit Mobilitätsproblemen.
- Verschmutzte Böden. Zu viel Streu bedeutet mehr Unordnung.
- Verschmutzungen. Tiefe Streu bleibt leichter an langem Fell haften und wird dadurch im Haushalt verteilt.
- Verschwendete Streu. Es landet nicht nur mehr Streu außerhalb des Katzenklos, sondern durch das Überfüllen erhöht sich auch die Menge an Streu, die du beim kompletten Austausch entsorgen musst.
- Vermeidung des Katzenklos. Wenn sich deine Katze mit tiefem Streu nicht wohlfühlt, weigert sie sich womöglich, ihr Katzenklo zu benutzen, und verrichtet ihr Geschäft woanders – zum Beispiel auf deinem Sofa oder im Wäschekorb.
Zu wenig Katzenstreu
- Urinansammlung. Zu wenig Streu kann dazu führen, dass sich Urin am Boden des Katzenklos ansammelt.
- Unzureichende Verklumpung. Ohne ausreichend Streu bilden sich keine ordentlichen Klumpen, wodurch die Reinigung erschwert wird.
- Anhaltende Gerüche. Bei unzureichender Streumenge, die den Urin nicht vollständig aufnimmt, kann es zu einem starken Ammoniakgeruch kommen.
- Nicht vergrabener Kot. Bei wenig Streu fällt es Katzen schwer, ihren Kot zu vergraben. Nicht vergrabener Kot fängt schnell an zu stinken (und stellt eine potenzielle Versuchung für den Hund im Haushalt dar).
- Unhygienische Umgebung. Wenn die Streu so niedrig liegt, dass Kot oder Urin an den Seiten oder am Boden des Katzenklos kleben bleibt, kann dies zu einer keimbelasteten Umgebung führen.


